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Author Topic: Ermitteln, wann die Waschmaschine fertig ist?  (Read 3788 times)
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Eine induzierte Wechselspannung zu detektieren sollte ja das kleinste Problem sein, mit einer einfachen Diode könntest du die negative Halbwelle einfach wegschneiden und somit nur den positive Anteil am analogen Eingang des Arduino erfassen.
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@sth77: Er schreibt, daß er den Draht um die Leitung wickelt -

@Lastfuture -> so wird das nichts. Schau mal bei Wikipedia nach wie ein Trafo funktioniert. Irgendeinen Kern wird braucht es schon noch dazu.
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Draht um eine Ader der Zuleitung für die Strommessung erweist sich als schwierig. Ich kriege nur wenige Wicklungen in meine Spule und somit nur einen geringen Output ... zudem ist es wenn mich nicht alles täuscht Wechselstrom, den ich über die Spule zurückbekomme, drum fällt die Option auch flach... das kann ich nicht mal mit meinem Multimeter messen, weil es für Volt Wechselstrom nur 600 und 200 als Einstellungen hat.
@sth77: Er schreibt, daß er den Draht um die Leitung wickelt -
Ich bin davon ausgegangen, dass er tatsächlich nur eine Ader (nicht die gesamte Leitung) umwickelt hat und somit eine induzierte Wechselspannung erhält. Und ich denke, dass man die positive Halbwelle detektiert.
Konkret könnte ich mir solch ein Gehäuse vorstellen, dass man nicht an der Waschmaschine hantieren muss: http://www.reichelt.de/Steckergehaeuse/BOPLA-SE432-DE/index.html?;ACTION=3;LA=2;ARTICLE=33970
Da könnte man dann auch ein kleines Netzteil und den Arduino unterbringen, wenn man möchte...
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Eine Ader zu umwickeln bringt nicht viel. Dann verläuft die Wicklung ja parallel zu den Feldlinien. Die Wicklung muß möglichst viele Feldlinien umschliessen, also gerade nicht so verlaufen. Das Bild hier: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/79/Wechselstrom-Zangenamperemeter.png zeigt ziemlich genau wie man das richtig wickelt. Nur würde ich wie schon mal erwähnt einfach einen geteilten Ringkern statt einer Strommesszange nehmen. Einfach weil das billiger ist.
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Okay, erscheint mir schlüssig. Mir ist da ein Denkfehler unterlaufen, dachte auch an eine Luftspule ohne Kern...
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Google mal nach Twine. Es ist ein kickstarter Projekt. Ist genau das, wonach du suchst.

Es gibt ein paar Gründe, weshalb ich mich gegen Twine entschieden habe:
Als erstes ist da der Preis von $99, den ich recht happig finde.
Dazu kommt, dass das ding keine komplexere Logik kann und zum Beispiel im Moment auch Mathematische Operationen ganz fehlen.
Drittens und eigentlich am Wichtigsten: Seit ich den Arduino habe, will ich das damit auch hinbekommen. smiley-wink
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Ich habe verwertbare Daten mit dem Piezo-Setup bekommen! Yeah!

Hier ein kleines Video zum Setup



und unten die Daten, die dabei raus kamen. Damit lässt sich schon was anfangen... z.B. weiß ich, dass der pull down Widerstand vielleicht noch nicht hoch genug ist.


* washdata.png (23.74 KB, 926x416 - viewed 23 times.)

* washingmachinesetup.jpg (900.72 KB, 2000x1500 - viewed 37 times.)
« Last Edit: March 04, 2012, 11:39:10 am by lastfuture » Logged

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Hier noch mal ein Vergleich zwischen normaler Wäsche (blau) und Bettlaken/Bezügen (grün)... scheint so als würden die Bettsachen mehr Vibrationen hervorrufen und dafür aber beim Schleudern weniger. Ich werde das noch ein bisschen weiter verfolgen und noch die nächsten beiden Waschgänge "mitschneiden" bevor ich eine endgültige Regel ableite, mit der ich das Ende des Waschgangs bestimme.


* washdata2.png (43.95 KB, 919x416 - viewed 26 times.)
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Das sieht doch alles schon mal vielversprechend aus.

Jedenfalls finde ich diesen Workaround total interessant. Auf was für Ideen die Freaks kommen. Toll  smiley

Mach weiter, diese Sache macht schon beim Lesen Spass smiley
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Ich habe den Ansatz mit der Strommessung noch nicht aufgegeben ... hatte tatsächlich beides probiert, eine Spule direkt durch umwickeln der Ader und eine Spule um einen Gummikern und das als Ring um die Ader ... habe auch vorsichtshalber die blaue und die braune versucht, falls das irgend einen Unterschied macht. (Sollte es das?)

Unten die Bilder dazu.

Ich bin mir auch leider gar nicht sicher, was ich dann genau messen kann... das müssten doch Ampere Wechselstrom sein, oder? Mein Multimeter hat leider bei keiner Einstellung was gemessen (außer Widerstand) ...es kann allerdings auch keine Ampere Wechselstrom messen und Volt Wechselstrom nur mit einer Genauigkeit von 0.1

Einen Ferritkern oder ähnliches habe ich noch nicht ausprobieren können und bis mein Elektroladen wieder Hallsensoren bekommt dauert es wohl noch eine Weile. Der den sie bis vor einiger Zeit im Sortiment hatten lässt sich nicht mehr beschaffen.


* coil1.jpg (107.93 KB, 800x430 - viewed 24 times.)

* coil2.jpg (110.88 KB, 600x600 - viewed 26 times.)
« Last Edit: March 05, 2012, 04:34:55 pm by lastfuture » Logged

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Ein paar weitere Tests mit der Spule mit Gummikern (und einer Diode als Einweg-Gleichrichter) haben ergeben, das das Multimeter auf Der Stellung 200mV Gleichstrom irgendwie anscheinend irgendwas misst, aber außerhalb des anzeigbaren Bereichs.. die 00.0 im Display kriegt manchmal ein negatives Vorzeichen... und wenn ich den Verbraucher ein und aus schalte kriege ich je nach Verbraucher kurzzeitig bis zu 3 mV angezeigt... aber nur als Peak, und nur bei einigen Verbrauchern (Lötkolben und Halogenlampen)
Kann nicht ausschließen, dass es nur irgendwelche Ungenaugkeiten sind, immerhin misst das Multimeter in der Stellung auch was, wenn ich es etwas bewege. Was dafür spricht, dass die Messung zumindest etwas Aussagekraft hat ist, dass es beim Raclettegerät, dem Rasierer und dem Staubsauger nichts dergleichen beim An- und Abschalten gemessen hat

Vielleicht teste ich auch mit unbrauchbaren Verbrauchern. Leider habe ich nicht viele Möglichkeiten... viel mehr mit einem einfach zugänglichen Stecker und konstantem relativ hohem Verbrauch gibt es hier nicht. Ich könnte höchstens mal tatsächlich beim Schleudergang die Waschmaschine messen.
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Nur damit ich die Messung richtig vornehme ... folgendermaßen sieht mein Aufbau aus


* Notes (page 2).png (111.15 KB, 718x865 - viewed 21 times.)
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Die induzierte Spannung wird so gering sein, dass sie unterhalb der Durlassspannung der Diode liegt.

Nimm einen Spannungsteiler bzw. Poti und dann erzeuge eine Spannung von ca 2,5 Volt. Diese gibst Du dann in die selbstgewickelte Spule. Der Ausgang der Spule legst Du auf einen Analogpin.

Theoretisch ist dann am Analogpin im Ruhezustand der Maschine 2,5 Volt messbar.

Sobald die Maschine Strom zieht, wird sich eine Wechselspannung am Analogpin bemerkbar machen. Auf die Diode kannst Du verzichten, weil du ja eine Wechselspannung auf einem Gleichspannungsoffset misst. Also alles was dort rauskommt, bewegt sich um die 2,5 Volt herum. Je nach Auslegung der Wicklungszahl wirst Du mehr oder weniger große Änderungen messen können.

Die Auslegung der Windungszahl würde ich experimetell ermitteln, und zwar bei Vollast (Heizen und Motorenbetrieb).

Vorsichtshalber machst du noch eine Spannungsbegrenzung in Form von Dioden oder Zenerdioden, damit Spannungsspitzen beim Schalten der Maschine keine zu hohen Spannungen am Arduino zur Folge haben. Oder Varistor.

Habe das selbst noch nie gemacht, müsste aber theoretisch ohne weiteres funktionieren. Zumindest kannst du feststellen, wann Strom fließt und wann nicht.

Lg Micha
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