Go Down

Topic: Bassdrum-Schlag messen (Read 513 times) previous topic - next topic

peda_97

Hallo Leute,

Ich bräuchte eure Hilfe.
Ich bin Schlagzeuger und habe in meiner Bassdrum einen LED-Streifen verbaut, diesen steuere ich über einen Arduino-Mega an. Das funktioniert auch ganz gut, jedoch möchte ich gerne mit einem Mikrofon den Bassdrumschlag erkennen und dazu Effekte programmieren.

Ich habe mir ein billiges Mikrofon für einen Arduino gekauft, habe jedoch das Problem das dieses schnell an seine Grenzen kommt, bzw. bei den anderen Trommeln auch reagiert. Meine Idee wäre ein Low-Pass-Filter mit 100 Hz Grenzfrequenz. Habe allerdings keine Ahnung wie ich einen Filter berechne bzw. diesen dann Programmiere ;)

Vielleicht hätte wer Tipps für mich ;)

Tommy56

"Wer den schnellen Erfolg sucht, sollte nicht programmieren, sondern Holz hacken." (Quelle unbekannt)

gregorss

Vielleicht hätte wer Tipps für mich ;)
Du könntest statt eines Mikrofons und Filtergebastel einen Taster benutzen, der auf Erschütterung reagiert: Quecksilberschalter oder sowas. Wenn Du damit einen Interrupt-Eingang des Arduinos triggerst, hättest Du eine zuverlässige Bummbumm-Erkennung. Wie die Dein Effektprogramm triggert, kann ich Dir auf die Schnelle aber nicht sagen. Dafür habe ich zu wenig Erfahrung mit derlei Programmierung.

Gruß

Gregor
Wenn man keine Probleme hat, kann man sich welche machen („Großes Lötauge", Medizinmann der M3-Hopi)
Nicht lange fackeln, lass' Backen wackeln! (Seeed)

volvodani

#3
Dec 12, 2017, 07:15 pm Last Edit: Dec 12, 2017, 07:18 pm by volvodani Reason: Ausem Url ein Link gemacht
Wäre nicht FFT genau das richtig, da man ja die einzelne Frequenzbänder "analysiert"  könnte man ja nur auf bestimmten Band hören und die "Empfindlichkeit" bzw Schaltschwelle einstellbar machen.
Kuxema hier:
>KLICK<
Gruß
DerDani

0x2B | ~ 0x2B = 0xFF  
(Shakespeare)

Wie stelle ich mich hier richtig an

postmaster-ino

Hi

Quecksilber ist heute wohl 'out of date' - gibt aber dutzende von Varianten an Neigungs-/Erschütterungssensoren.
Man könnte auch einen Sensor (Gyroskop??) an die betreffende Trommel anbringen.

Davon ab - Du erkennst doch eigentlich schon, ob Da Wer trommelt (Bass-drum't) - wenn Du den Arduino Sein Wissen weiter erzählen lässt?
Also statt bisher nur den LED-Streifen anzufeuern, noch ein Funk-Telegramm in die Umgebung, daß jetzt gerade ein Bass-drum-Schlag (?) kam.

Dafür reichen die billigsten Sender/Empfänger-Kombinationen, ein/zwei Prüfbytes mit rein, daß man nicht auf den Garagentor-Antrieb des Nachbarn reagiert und das Teil sollte laufen.

MfG

PS: FFT würde für dieses Beispiel ja auch 'nur' auf einen Frequenzfilter deuten - Der aber bei gleicher Frequenz einer anderen Trommel (man möge mir die paar Hz Unterschied verzeihen) ebenfalls anzeigen wird - auch der FFT.
KA, ob man bei Trommeln auch den Frequenzgang verändern kann, also Was in der Richtung, wie die 'Teller', Die vor Trompeten gehalten werden, damit Diese dumpfer klingen ... blöd gedacht: einen Lappen um den Schläger gewickelt, daß das Ding anders klingt - da würde sich wohl einiges im FFT-Bild ändern, oder?

nix_mehr_frei

Ein Dehnungsmesstreifen, bzw. eine Wägezelle nebst HX711 sollten zur Erkennung der Schlagstärke ebenfalls gehen.
rot ist blau und Plus ist Minus

DerLehmi

Oder Du nutzt zur Verarbeitung des Audiosignals einen MSGEQ7. Damit wird das Audiosignal in verschiedene Frequenzbereiche aufgeteilt und deren Amplituden arduinogerecht weitergeleitet.

Tommy56

Da wäre die Frage, ob die verschiedenen Trommeln in der Frequenz weit genug auseinander liegen.

Gruß Tommy
"Wer den schnellen Erfolg sucht, sollte nicht programmieren, sondern Holz hacken." (Quelle unbekannt)

uxomm

Ich finde es gibt 2 Möglichkeiten einen "Kick" zu detektieren.

1) Mit einem Mikrofon. Dabei ist aber die Wahl des Mikrofons wichtig (was für ein Mikro hast du?). In der Kickdrum herrschen sehr sehr hohe Schalldrücke, das Mikrofon darf nicht zu empfindlich sein. Nicht umsonst werden zum Mikrofonieren von  Kickdrums fast ausschließlich dynamische Mikrofone verwendet, weil (zum Beispiel) Kondensator-Mikros meist zu empfindlich sind und zum Übersteuern neigen. Auf einen (Vor)verstärker kann höchstwahrscheinlich verzichtet werden. Das Mikrofon muss auch gut platziert sein: nur wenige Zentimeter hinter dem Fell. Dadurch kann man wahrscheinlich schon eine gute Entkopplung von den anderen Teilen des Schagzeugs erreichen und Filter sind dann wahrscheinlich kaum mehr nötig.

2) Ein Schalter an der Fußmaschine. Das kann ein mechanischer Schalter sein ("Mikroschalter" - hat aber nichts mit Mikrofon zu tun) oder ein "optischer Schalter", also eine Lichtschranke. Wie gut das geht hängt aber von den Gegebenheiten ab.
Always decouple electronic circuitry.

gregorss

... Das kann ein mechanischer Schalter sein ("Mikroschalter" - hat aber nichts mit Mikrofon zu tun)
Obwohl beides mit „Mikro" anfängt? Sprache ist einfach besch. unlogisch. Sprich mal „Rückwärts" rückwärts aus. Oder schreib's ... kommt da vielleicht „Vorwärts" bei raus?! Da bleib ich lieber bei Bits und Bytes und programmiere ein „Vielleicht" (oder „ungefähr", „mehr oder weniger" ...).

oder ein "optischer Schalter", also eine Lichtschranke. Wie gut das geht hängt aber von den Gegebenheiten ab.
Wenn es lange halten soll, ist „berührungslos" auf jeden Fall gut. Vielleicht mit Magnet und Reed-Relais?

Gruß

Gregor
Wenn man keine Probleme hat, kann man sich welche machen („Großes Lötauge", Medizinmann der M3-Hopi)
Nicht lange fackeln, lass' Backen wackeln! (Seeed)

themanfrommoon

Moin,

ich hatte mal vor Jahren ein Yamaha DTX 2 E-drum.
(Das hab ich dann später wieder verkauft, weil sich ein akustischen Schlagzeug doch ganz anders spielt).

Nun kommt das Zauberwort: Du brauchst einen Trigger!
...die kann man auch kaufen. Google mal nach "ddrum Trigger". Das sind wohl die bekanntesten.

Aber vielleicht kannst du dir das auch selber bauen.

In den Yamaha Drumpads waren jedenfalls "Piezo Trigger" drin. Das sind diese Messingscheiben mit aufgebrachtem Piezo, die man auch als Lautsprecher benutzen kann.
Zum Beispiel diese hier: https://www.ebay.de/i/282708383648

Viel Erfolg!

Lieben Gruß,
Chris

gregorss

Zum Beispiel diese hier: ...
Die gibt es auch mit schon angelöteten Käbelchen. Dann werden die als Piezo-Pieper vertickt.

Gruß

Gregor
Wenn man keine Probleme hat, kann man sich welche machen („Großes Lötauge", Medizinmann der M3-Hopi)
Nicht lange fackeln, lass' Backen wackeln! (Seeed)

MaHa76

Jupp- so kenne ich es auch, mit Piezos...

Zu DDR- Zeiten gab es mal eine Bauanleitung für ein (analoges) elektronisches Schlagzeug in der "Funkamateur"... da wurden auch Piezos als Trigger verwendet. Und das ist auch heute noch so.

postmaster-ino

Hi

Nimm Dir aber Welche, mit einem Durchmesser, Den man auch sehen kann ;)
Habe hier als Signalgeber 12mm Piezos gekauft (Beim Freundlichem von ganz weit rechts, nen Dutzend oder so) - sind nicht sonderlich laut und eben doch recht winzig.
Bei Stille kein Thema, dafür reichen Die für meine Zwecke sehr gut aus (habe den Weekender 'Piezo' dafür für mich entdeckt), sobald aber etwas Trubel ist - ein laufendes Radio reicht, da muß man schon sehr nahe an den Schallwandler ran gehen.

Mir ist nicht bekannt, wie viel Spannung aus dem Piezo raus kommt, wenn Er in Resonanz gebracht wird (... könnte ich eigentlich Mal messen, nen Arduino, Der den Krach macht und einen Piezo aufliegend, Der am Oszi hängt ... *auf die ToDo-Liste im Hinterkopf notiert*), aber je kleiner die Dinger sind, desto weniger wird da auch raus kommen.

MfG

Go Up