Geneigte(r) Leser(in),
seit Mitte Dezember läuft auf
kickstarter eine Crowd funding Aktion um
CubeSpawn zum Fliegen zu bringen. 30 Tage verbleiben noch, um das gesteckte Ziel von 10.000 US$ zu erreichen. Bisher haben sich 19 Unterstützer mit insgesamt 735 $ gefunden. Ich finde, das ist ein etwas mageres Ergebnis, selbst wenn die 10.000 $ nicht erreicht werden sollten. Ich werde jetzt zunächst kurz den Sinn und Zweck von CubeSpawn erläutern und dann weiter unten, wie eine Beteiligung abläuft und das das mit Beträgen ab 1 $ garnicht weh tut.
- Was ist der Sinn und Zweck von CubeSpawn?
CubeSpawn ist ein System aus standardisierten Würfeln. Jeder Würfel übernimmt entweder für sich alleine oder, und das ist das eigentlich "revolutionäre" an dem Ansatz, im Verbund die Funktion einer Produktionseinheit. Eine solche Funktion kann z.B. eine CNC-Fräse, ein 3D-Drucker, eine Nähmaschine oder was immer man sich auch vorstellen kann. Damit die Würfel bei Bedarf kombiniert werden können wird die Anordnung der Würfelbestandteile genormt. Im oberen Bereich soll sich die Steuerelektronik befinden, in der Mitte die eigentliche Maschine und im unteren Teil ein Transportsystem, dass die Werkstücke von einer Einheit zur anderen bewegt. Es existiert ein ziemlich detaillierter Plan, um diese Idee Realität werden zu lassen. Das ganze steht unter einer Open Hardware Lizenz.
Neben diesen technischen Zielen verfolgt CubeSpawn soziale Ziele. Hierin liegt das eigentliche und primäre Ziel des Projektes. Die Kernpunkte sind:
Verbesserung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von den global playern
Verbesserung lokaler Recyclingmöglichkeiten
Verbesserung der Öko-Bilanz
Verbesserung des Lebensstandards
- Wie funktioniert die Beteiligung?
Auf
kickstarter kann ein Betrag beginnend ab 1 $ gespendet (pledge) werden. Der Anspruch des Projektes auf die Spende kommt erst dann zustande, wenn das gesteckte Ziel erreicht ist. Die Spendenzusage wird von Amzon verwaltet. Wird das Ziel erreicht, zieht Amazon die Spende ein und zahlt sie an das Projekt aus. Das Projekt ist dann verpflichtet seine Zusagen umzusetzen. Wird das gesteckte Ziel nicht erreicht, passiert gar nichts, die Spendenzusage verfällt.
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Ich bin der Meinung, dass es sich hier um einen äußerst unterstützenswerten Ansatz handelt, der bei Erfolg mit Sicherheit dazu beitragen kann, vieles aus dem Frickelbereich in eine gewisse Professionalität führen kann und so Grundlage eigenständiger Existenz sein kann. Selbst wenn das (hoch) gesteckte Ziel nicht erreicht werden sollte, so manifestiert sich mit jeder Spendenzusage der Wille der Community die Welt zu bewegen. Oder wollen wir auf Dauer in einer "Selbst-ist-der-Mann"-Mentalität stecken bleiben?