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Author Topic: Vorverstärker für DCF77  (Read 2056 times)
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Hallo
ich habe einen Schaltplan für einen DCF77 - Vorverstärker gefunden (In einem englischsprachigen Elektor Heft von 2008).
Da ich mir nicht sicher bin ob man so was aus Litzenzrechtlichen Gründen hier Posten darf dachte ich mir dass ich zuerst mal danach frage.
Kennt sich da jemand aus?

Grüße Rudi
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Cologne
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Hallo,
ich kenn mich zwar nicht aus, aber das http://www.extremecircuits.net/2010/05/dcf77-preamplifier.html ist das erste Suchergebnis von Google, wenn man "DCF77 preamp" sucht.
Sieht vom Schaltplan schonmal vernünftig aus. Sieht der Elektor Schaltplan ähnlich aus?
Gruß
Reinhard
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Hi Reinhard

genau das isser. Dann brauche ich den ja nicht zu posten.
Auf die Idee nach DCF77 preamp zu suchen bin ich nicht gekommen
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Cologne
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Hallo Rudi,
der Verstärker ist breitbandig, verstärkt also alles, auch Störungen und Rauschen, da gibt es wahrscheinlich bessere selektive Verstärker für 77,5kHz - womit ich nicht sagen will, dass der Verstärker schlecht ist oder nichts bringt. Die Bauteile sind Standard bis auf den Übertrager, den man sich selbst wickeln muss. Sagt Elektor dazu was? Leider ist auch kein Drahtdurchmesser angegeben.
Der im Blog Link angegebene Kern ist bei Reichelt erhältlich http://www.reichelt.de/Amidon-Ferrit-Ringkerne/FT-50-77/3//index.html?ACTION=3&GROUPID=3187&ARTICLE=7935&SHOW=1&START=0&OFFSET=16&
Ich würde sagen: einfach mal aufbauen.
Gruß
Reinhard
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Bist Du sicher, dass Du einen Verstärker brauchst und nicht etwa einen guten Filter? Ich bin jedenfalls gerade auf dieser Schiene hier unterwegs:

http://de.wikipedia.org/wiki/Optimalfilter
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Cologne
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schau dir den Antennenverstärker in dieser Schaltung mal an: http://www.dd7yb.de/Projekte/DCF-77-Ant-RX.pdf
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Hi

mit solch großer Resonanz habe ich nicht gerechnet.
Den Vorverstärker brauche ich, denke ich , nicht da ich in Süddeutschland wohne.
Da ich vorher noch nie etwas von DCF77 Vorverstärker hörte und ich zufällig darüber gestolpert bin dachte ich es wäre eventuell auch für Andere interessant.
Danke für die vielen Antworten.
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Der Sender des DFC77 liegt ziemlich zentral in Deutschland. Ich glaube nicht daß Du sagen kannst daß Du zuweit weg bist. Fast ganz Deutschland liegt innerhalb eines 500km Radius.

Ich sehe eine Verbesserung des DCF77 Signals nicht in seiner Verstärkung sondern in der Beseitigung der Störungen.
Grüße Uwe
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Meine Erkenntnis bisher: die Ausrichtung der Antenne ist wichtig. Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen in direkter Nähe der Antenne legen alles lahm. Interessanterweise hat ein HDI Lampe mit EVG nicht nennenswert gestört.

Mit meinen Filterexperimenten bin ich schon soweit, daß ich deutliche Verbesserungen zu den üblichen DCF77 Libraries hinbekomme. Zufrieden bin ich aber noch nicht. Aber das wird noch smiley-wink
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Hallo Zusammen

wie gesagt ich denke nicht dass ein CVorverstärker bei mir nötig sein wird.
Udo so wie ichs aus Deinem Post herauslese hast Du die Filterung Softwaretechnisch gelöst. Es währe interessant wie du`s gelöst hast.
In einem anderen Post habe ich darüber was entdeckt :

Quote
Da das DCF77 Modul zusammen mit dem Blinkenlight Shield verwendet wird und das Modul nur einen Open Kollektor Ausgang hat kann ich es nicht digital auslesen. Deshalb lese ich den Digitalausgang des Moduls analog aus. Das Resultat verwende ich aber wie ein Digitalsignal. Im Zweifelsfall liefert das schlechtere Ergebnisse als das Digitalsignal direkt zu verwenden. Das ganze wird mit 1kHz abgetastet und als Digitalsginal durch den Filter gedreht. Bis Dezember habe ich es auch richtig dokumentiert. Wenn Du willst kann ich Dir eine Vorabversion (ohne Doku) zum Testen geben.

Sowas wie 1ms lange Ausrutscher sind nach der Filterung nicht mehr möglich. Alles was dann noch durchkommt ist sowieso >49ms lang. Die obere Grenzfrequenz ist also auf ~20Hz beschränkt. Nächstes Ziel wäre dann eine Art phasenverriegelten Bandpass zu bauen der auf 2Hz beschränkt ist. Bzw. gleich ein "synthetisches DCF77 Signal" zu erzeugen und das mit dem empfangenen Signal zu korellieren. Damit würde ich vermutlich einen richtig heldenhaften Signalrauschabstand hinbekommen. Allerdings weiss ich nicht ob ich dafür die Zeit habe. So wie es jetzt implementiert ist funktioniert es schon deutlich besser als zunächst erhofft. Mal sehen.

Zu meiner Schande muss ich gestehen dass das mein Wissen bei weitem übersteigt.
Irgend wann möchte ich eine Schaltuhr mittels DCF77 synchriónisieren das wird aber noch ein Weilchen dauern zuerst muss ich da andere Probleme beseitigen dzu habe ich schon ein anderes Post aufgemacht :

Schaltuhr fehlerhafte Berechnung der Schaltzeit beim Übergang Mitternacht


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@Rudi: das finde ich ja mal lobenswert, daß Du suchst bevor Du frägst. Wie ich schon geschrieben habe ist es in Arbeit. Die Version mit exponentiellem Filter läuft und kommt Dezember in meinen Blog. Eine Version mit Signalangepasstem Filter läuft auch mehr oder weniger und kommt dann Januar dran. (Denke ich mal). Ob ich noch dazu komme auch noch einen optimierten DCF77 Decoder zu implementieren weiss ich noch nicht. Vom Umfang des Projekts wird das vermutlich eher 4 Einträge im Blog brauchen. Du musst halt etwas warten weil ich nicht gleichzeitig Entwickeln und Dokumentieren kann.

Was den SAF angeht ist aber klar: ohne RTC (Vorzugsweise DS3232) geht es nicht wirklich gut. Grund: ich brauche eine möglichst stabile lokale Zeitmessung um die Anpassung möglichst schmalbandig auszulegen. Mit dem DS3232 käme ich auf so 4ppm (also 0.000004 Hz). Ich meine wenn schon, dann richtig smiley-wink

Einen TCXO oder DOCXO nehme ich dann aber doch nicht weil das konzeptionell nicht in meinen Blog passt und ich außerdem ein Trimble Thunderbolt hier habe (gebraucht aus der Bucht, für ~100 Euro kann man nichts auch nur ansatzweise so gutes bauen).
« Last Edit: October 08, 2012, 02:27:16 pm by Udo Klein » Logged

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So die erste Spielversion des SAF ist fertig. Zeitkonstante in der Größenordnung von 1 Stunde. Trotzdem klebt der Filter schon nach schlappen 2s am Signal. Nach 10s ist der Phasenjitter <1ms. Und nach 100s sieht man nicht einmal mehr, daß der Kühlschrank an/aus geht.

Jetzt versteh ich warum sowas auch "Optimalfilter" heisst. Das Ding ist unglaublich gut smiley SNR wird mit voranschreitender Zeit immer nur noch besser. Die Grenze ist ganz offensichtlich nur von der "Kurzzeitstabilität" (also im Bereich von Stunden) des lokalen Oszillators abhängig. Es ist wirklich eine Sache sowas zu berechnen und eine ganz andere sowas mal in Echt auszuprobieren.
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Ausbaustufe 1 funktioniert jetzt auch. Ich benutze jetzt die SAF rekursiv. Ich habe jetzt also nicht nur die Sekundenphase sondern auch die Minutenphase festgenagelt. D.h. die Sekunden kommen richtig rein. Zum Testen habe ich nach 15 Minuten den Empfänger einfach mal 5 Minuten abgeklemmt und dann wieder angeklemmt. Ergebnis: wie erwartet stört das den Filter nicht, d.h. die Phase wird auch dann noch erkannt wenn der Empfänger abgeklemmt ist --> die Sekunden laufen schön weiter. Besonders nett ist, daß der Filter überhaupt keinen sauberen Empfang braucht. Hauptsache das Signal kommt ganz grob hin. Alles andere ist egal. D.h. auch wenn nur jede dritte Syncmarke kommt findet das Teil das Signal noch problemlos. Dauert nur entsprechend länger, aber es gibt kein Entkommen smiley-wink

Als nächstes kommen die Minuten dran, dann der Rest und dann noch SZ/WZ und Schaltsekunden smiley
« Last Edit: November 10, 2012, 03:36:58 am by Udo Klein » Logged

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Bin schon mächtig gespannt drauf.
Grüße Uwe
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Das Teil ist immer noch in Arbeit. Zwischenstand: ich bekomme problemlos die Zeit hin auch wenn gleichzeitig der Wäschetrockner läuft. Die kommerziellen Funkuhren kriegen gleichzeitig überhaupt nichts hin. Da das Teil aber noch nicht 100% so weit ist wird mein erster Blogeintrag zu dem Thema exponentielle Filter verwenden. Das ist auch leichter zu verstehen.
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