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Topic: Aufbau Stromversorgung für einen Raum (Read 2064 times) previous topic - next topic

losNOXos

Hallo,

ich bin der neue :)

Meine ersten Gehversuche habe ich bereits hinter mir.

Der Arduino soll bei mir die Hausautomatisierung übernehmen.
Fast alle Komponenten konnte ich bisher einzeln testen.

Jetzt bin ich am Planen und möchte meine Garage zum Test als erstes "automatisieren".

Dabei entstehen leider Fragen, die ich so nicht beantworten kann.

Jetzt liegt meine ganze Hoffnung bei euch :)
Ob das so umsetzbar ist, wie ich mir vorstelle......


Verbauen möchte ich z.B. Funksteckdosen, Relais die Steckdosen steuern, LEDs und eine Lichtschranke für das Garagentor. Alle funktionen konnte ich erfolgreich einzeln testen.

1: Stromversorgung
Für die Garage würde ich gerne einen "Versorgungsring" bauen.
Ist es möglich, 5V oder 12V mit möglichst wenig Verlust im ganzen Raum zu verteilen?
Damit müsste ich nicht für z.B. jede Steckdose ein Netzteil betreiben.
Leider habe ich einfach zu wenig Ahnung um das richtig beurteilen zu können.


2: Entfernung Arduino - Sensor
Ist fast das gleiche Thema wie beim Strom. Gibt es eine Faustformel, mit der ich festlegen kann, wie weit Sensoren von Arduino entfernt sein dürfen?.
Ich möchte pro Raum nur einen Arduino verwenden. Später möchte ich dann kleine Aufgaben auf Attiny13/44 auslagern.


Für Infoprmationen wäre ich sehr dankbar.

Grüße,
losNOXos

pylon

Quote
Ist es möglich, 5V oder 12V mit möglichst wenig Verlust im ganzen Raum zu verteilen?


Sollte kein grosses Problem sein, Verluste hast Du auf den paar Metern Kabel nicht so viel, dass das relevant wäre. Das grössere Problem könnte die Verteilung sein. Ich kenne die Vorschriften in D nicht, aber hier in der Schweiz darf man Hochvolt (230V) nicht mit Niedervolt (z.B. 12V) im gleichen Installationsrohr transportieren und oberflächige Verlegung dürfte aus ästhetischen Gründen wegfallen.

Quote
Gibt es eine Faustformel, mit der ich festlegen kann, wie weit Sensoren von Arduino entfernt sein dürfen?


Das hängt sehr stark von den verwendeten Sensoren bzw. deren Daten-Übertragungsart zusammen, aber auch von den verwendeten Kabeln. Bei analogen Signalen muss der Verlust auf der Leitung möglichst niedrig gehalten werden und evtl. eingerechnet werden, bei digitalen sinkt die mögliche Übertragungsrate mit zunehmender Länge der Leitung (tendenziell).

losNOXos

Hi,

danke für die schnelle Antwort.

Da es sich zunächst nur um die Garage handels, werde ich die Kabel in einem eigenen Installationsrohr verlegen.

Für die anderen Räume müssen dann eh Kabel verlegt werden, sprich die Wände aufmachen. Da würde ich dann sorge für tragen.

In der Garage müsste ich ca. 35m Kabel verlegen(Doppelgarage)


Mit den Sensoren müsste ich dann wohl testen wie weit es geht. Zur Not würde ich sonst Attiny nehmen, die an die Sensoren angeschlossen sind. Die Attiny müsste ich dann doch über einen Adruino steuern können.


Ist das eine realistische Idee mit den Attiny?
Beispiel:
Es gibt im Raum einen Adruino mit Lan Anschluss.
In der Garage hängt ein Attiny13 der mir 2 Relays schaltet.
Über ein Bus müsste der Arduino einen Impuls an den Attiny senden können?
Leider ist es sehr schwer, im Netz die passenden "richtigen" Antworten zu finden.
Der eine sagt I2C geht nur bis einen Meter, die anderen behaupten es gehen auch 300m.

Aber dafür bin ich jetzt ja hier und hoffe auf Aufkärung.

Dank und Grüße,
losNOXos

pylon

Quote
Der eine sagt I2C geht nur bis einen Meter, die anderen behaupten es gehen auch 300m.


Normalerweise ist bei I2C bei ca. 1 Meter Schluss. Es gibt Extender-Chips, die das Signal auf differentiell umstellen und somit einige Meter weiter kommen, aber 300m will ich erst sehen.

Bei Deinen Entfernungen würde ich einen RS485-Bus aufbauen. die entsprechenden Chips sind meist aus der MAX485er Serie, damit sind Deine 40m kein Problem mehr.

Eisebaer

hi,

zur stromversorgung: ich komme mit 12V aus dem netzteil und habe 7m später nur noch 11,2 volt (ca. 1mm² litzenkabel).
das reicht dem arduino natürlich, weil der die spannung ja ohnehin auf 5V runterwandelt. und so würde ich's auch in der ganzen garage machen. leg' überall 12V hin und wandle die spannung dann auf die erforderlichen 3,3V oder 5V.
das geht mit so einem teil wie auf dem arduino (der, der heiß wird), aber der "verheizt" den rest. es gibt auch etwas teurere mit hohem wirkungsgrad. ist geschmacksache.

gruß stefan
nimm abblockkondensatoren!  100nF.  glaub mir, nimm abblockkondensatoren!

JuergenR

Hallo,

so z.B.:
http://www.arduino-tutorial.de/2010/08/spannungsregler-2/#more-473

Gruß,
Jürgen

losNOXos

Hallo,

vielen Dank für die Infos und den Link!!!

Ich hatte gehofft es wäre nicht so anstrengend.

Bis eben hatte ich die Hoffnung das ganze später über eine 12V Batterie zu betreiben.
Die Batterie sollte dann über eine kleine Solarzelle versorgt werden. Wenn ich mir eure Antworten durchlese, befürchte ich das ich die Idee begraben kann.

Wie habt ihr das Problem gelöst? Werde ja hoffentlich nicht der erste sein, mit so einem vorhaben.

Dank und Grüße,
losNOXos

Udo Klein

Ich würde sowas gar nicht mit einem Arduino machen. Stattdessen würde ich mir das Funkschaltsystem von ELV anschauen. Vorteil: die Dinger kommen schon mit Gehäuse und halten vermutlich auch länger in der Garage durch ohne Kontaktprobleme zu bekommen. Bist Du Relais / SSRs, Netzteile und Gehäuse zusammenhast wirst Du per Arduino auch kaum billiger rauskommen.
Check out my experiments http://blog.blinkenlight.net

losNOXos

Hi,

eigentlich hast du recht! Danke für die offene/ehrliche Meinung!

Allerdings möchte ich die Garage zum testen benutzen.Aufputz kann man immer noch was verbessern.

Funksteckdosen habe ich bereits im Wohnzimmer, die ich über einen Arduino schalte(weboberfläche).

In der Garage kann ich wie gesagt viel testen und auch jeder Zeit etwas anpassen.
Wenn das alles erfolgreich verläuft werde ich im Haus neue Leitungen verlegen. Ab diesem Moment wird es böse , wenn ich etwas vergesse.

Außerdem ist das Schalten der Steckdosen nur eine Spielerei in der Garage. Dinge wie Bewegungsmelder, Temperatur, Garagentor Öffner , Licht und Rauchmelder sind mir dort wichtig. Bis auf den Garagentor Öffner läuft auch alles via Testschaltung.

Ich finde nur keine ordentliche Lösung für die Stromversorgung. Ich sehe es auch nicht ein 100€ im Jahr in Wärme zu wandeln

Grüße
nox

Udo Klein

Schaltnetzteil direkt am Arduino, alles andere ist Murks. Nur so zum Nachdenken: wenn Du irgendwoher Kondenswasser bekommst, dann wird die Gleichspannung die garantiert für Kontaktkorrosion sorgen.
Check out my experiments http://blog.blinkenlight.net

pylon

Quote
Ich finde nur keine ordentliche Lösung für die Stromversorgung. Ich sehe es auch nicht ein 100€ im Jahr in Wärme zu wandeln


Worauf bezog sich dieser Satz? Auf den Spannungsregler? Dann habt Ihr sehr teuren Strom...

Nur schnell für's Nachrechnen: 100 Euro / 0.1 Euro/kWh / (365*24h) = ca. 114W

Welches genannte Gerät verbraucht über 100W?

volvodani

Ich würde dein System mit dem RS485 System aufbauen.
Hier eine kleine Hilfe mit einem System was ich auch schon aufgebaut habe.
http://arduino.cc/forum/index.php?topic=109050.5
Es sind hier RS485 Slaves mit einem Attiny84 (44/24 werden auch gehen).
Die Core Files für die Tinys habe ich hier her
http://hlt.media.mit.edu/?p=1695

Nur mal so als ansatz.
Für die Slaves brauchst du dann mindestens 3 Adern GND/A/B oder direkt mit der Versorgungsspannung dann 4 Adern.
Fagen gerne per PM.

Gruß
Der Dani
So ist das Leben:
Manchmal bis du das Denkmal, manchmal die Taube!

losNOXos

@Pylon:
War grob überschlagen wenn das ganze Haus versorgt werden würde.

@Dani:
Cool vielen Dank!
So werde ich es versuchen.


Allerdings habe ich mich gestern überzeugen lassen. Die Garage ist als Testraum gestorben. Jetzt werde ich den Abstellraum nehmen. Passt eh ganz gut, weil ich gestern meinen S0-Bus Stromzähler bekommen habe.

Grüße,
nox


losNOXos

Hallo,

habe gestern mal I2C mit einem Uno + Mega versucht.
Über Netzwerkleitung konnte ich es bis in einen anderen Raum bringen.

Das wollte ich jetzt gerne für einen Versuch nutzen.

Wollte als Slave einen Attiny44 nutzen der hier noch liegt.
Leider bekomme ich bei allen Beispielen der <TinyWireS.h> einen Fehler


Arduino/libraries/TinyWireS/usiTwiSlave.c: In function 'usiTwiSlaveInit':
Arduino/libraries/TinyWireS/usiTwiSlave.c:352: error: 'DDR_USI' undeclared (first use in this function)
Arduino/libraries/TinyWireS/usiTwiSlave.c:352: error: (Each undeclared identifier is reported only once

Benutzt jemand die TinyWire(S)(M)?

Für Tipps wäre ich dankbar

losNOXos

volvodani

#14
Nov 11, 2012, 02:43 pm Last Edit: Nov 11, 2012, 02:46 pm by volvodani Reason: 1
Ich nutze erfolgreich die Attiny84M als MAster für meine Uhr mit RTC :-)

Die orginale TinyWireS war nur für die 25/45/85 tiny für die 24/44/84er musst du die usiTwiSlave.h erweitern um folgende Zeilen

Code: [Select]
#if defined(__AVR_ATtiny84__) | \
defined(__AVR_ATtiny44__) | \
defined(__AVR_ATtiny24__)
# define DDR_USI DDRA
# define PORT_USI PORTA
# define PIN_USI PINA
# define PORT_USI_SDA PORTA6
# define PORT_USI_SCL PORTA4
# define PIN_USI_SDA PINA6
# define PIN_USI_SCL PINA4
# define USI_START_COND_INT USISIF
# define USI_START_VECTOR USI_START_vect
# define USI_OVERFLOW_VECTOR USI_OVF_vect
#endif



Dann läuft sie und lässt sich kompilieren. Da die Pins für USI auf den X5er anders sind als die X4er Attinys

Siehe hier https://github.com/svoisen/TinyWire/blob/master/TinyWireS/usiTwiSlave.c.

Den Kompletten link zu den geänderten Dateien
https://github.com/svoisen/TinyWire/tree/master/TinyWireS
Würde auch noch den Attiny24 dazu erweitern.

Gruß
Der Dani

So ist das Leben:
Manchmal bis du das Denkmal, manchmal die Taube!

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