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Author Topic: Alte Platinen wiederverwenden  (Read 1275 times)
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Hallo,
ich wollte mal fragen, was man alles aus alten Platinen entfernen und für den Arduino
gebrauchen kann. Ich habe z.B. 2 alte Mainboards, eine Platine aus einem Router und weitere.
Kann ich neben der Widerständen, Kondensatoren auch einige von den Chips darauf verwenden?

Addi
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Heilbronn
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Hallo,

Uwe wird bestimmt gleich mal mit seiner Glaskugel auf Deine Platinen schauen, um zu sehen was Du gebrauchen kannst!

Soll bedeuten:
Schau Dir die Bauteile an, Tante Google ist Dein Freund...
Wir werden aus der Ferne wohl kaum wissen, was da drauf ist....

Grüße,
Jürgen
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Auf Mainboards sind imho nicht wirklich interessante Dinge zu finden - vielleicht ein paar RS232 Pegelwandler, 74HC244/ 245 ein paar Mosfets und vielleicht Temperatursensoren. Bei den Lüftern sind eventuell Hallsensoren verbaut, mit denen man experimentieren kann und in den Netzteilen Optokoppler udn anderer Krimskrams. Bei einem Router sieht es wahrscheinlich ähnlich aus. Was sich fast immer lohnt sind Drucker (DC-Motoren, Stepper mit Zubehör (z.B. Encoderstreifen/ -Scheiben), IR-Krams, Motortreiber, Gabellichtschranken etc.). Interessant sind auch Hubs/ Switches da gibt es meistens viele 5V-Relais und in älteren noch einige Logik-ICs.
Ob sich das Ausschlachten bauteilmäßig lohnt - da bin ich mir nicht sicher. Man lernt aber u.U. sehr viel über den Aufbau und die Verwendung von Bauteilen und im (Aus-)löten übt es meist auch noch, v.a. wenn man SMD-Teile auslötet.
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Als recht ergibig haben sich für mich ältere Elektrogeräte herausgestellt, da diese meist noch keine oder nur wenig SMD Bauteile beinhalten. DVD-Player, Kasettenrecorder, Videorecorder, auch ältere Netzteile oder CD/DVD Laufwerke (wegen der Motoren).
Ob sich Aufwand und Nutzen rechnen, muss man selbst entscheiden. Die meisten Teile die man gewinnen kann sind in der Regel Pfennig-Artikel.
Diese Teile eigenen sich aber recht gut, um Grundschaltungen zu bauen und Dinge zu testen. Grillt man dabei ein Bauteil, ist der Schaden zu verschmerzen.
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Motherbord und Rooter haben wenig interessantes zu bieten. Halbleiter sind so speziell auf den Anwendungsfall optimiert daß sie nicht zu verwenden sind. (ganz zuschweigen von der Programmierung)  Außerdem hat man mit dem Auslöten große Probleme (wenn das IC noch funktionieren soll).
Grüße Uwe
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logic enrichments
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Antike Radiowecker sind ein typisches Objekt meiner Begierde smiley-wink Da hat`s 7-Segmentanzeigen drinnen und Transformator. Mit etwas Glück findet man Transistoren die aufgrund des Internets sehr gut spezifiziert werden können. Die Zeiten haben sich echt geändert.

Oftmals schaue ich mir die Schaltungen oberflächlich an bevor ich das Zeug entgültig entsorge. Das Problem dabei ist: Der Lagerplatz smiley Je mehr Krempel ich sammle, desto voller wird der Schrotthaufen. Andernseits sind doch immer wieder sehr interessante Bauteile da. Drehkondensatoren, Spulen oder Bauteile die ich selbst noch nicht kenne.

Entsorgen muss man unbedingt immer wieder. In meinem Keller lagern teilweise noch 30 Jahre alte Produkte, die ich einfach nicht wegwerfen kann, da die Nostalgie der damaligen Zeit ein Entsorgen regelrecht verbietet. smiley-wink

Oldtimer smiley-grin
« Last Edit: November 27, 2012, 04:06:39 pm by Realizer » Logged

Eine Kuh macht muuhh.
Viele Kuehe machen Muehe

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hi,

wenn so 'ne frage schon angeschnitten wird: ich hab' hier 100 gleiche platinen, auf jeder sind:

4x SN74159N          16 multiplexer
4x MC14067BCP      analog multiplexer
1x HEF4556BP        dual 1-4 decoder
4x CD74HCT85E      4bit magnitude comparator
3x SN74LS04N         hex inverter
1x SN74LS07N         wahrscheinlich hatte er keinen 04er mehr, ich hab nur auf einer platine nachgesehen.

wie Ihr seht, hab' ich gegoogelt, nur leider weiß ich nicht, was das heißt. ist auch nicht meine frage, die mühe einer erklärung will ich Euch nicht antun. aber ich möchte wissen, ob ich die dinger werfen soll oder ob davon was sinn für den arduino macht. der wert der steinchen ist etwa 30-40 euro pro platine, aber wenn man nix anfangen kann damit...

gruß stefan

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Stefan, Dir kann geholfen werden:
4x SN74159N          16 multiplexer:  Ein Open Collektor Ausgang geht auf LOW. Auswahl mit 4 BIT (pin A bis D)
3x SN74LS04N         6 inverter: Invertiert und "verstärkt" das Signal mit TTL Ausgang
1x SN74LS07N         6 Treiber: Verstärker mit Open Kollektor Ausgang um CMOS an TTL anzuschließen.

TTL und TTL LS sind nicht ganz kompatibel zu CMOS Schaltungen wie der ATmega. Die Pegel für H und L sind teilweise inkompatibel. Außerdem sind das veraltete TTL-Familien die man schwer bis gar nicht mehr bekommt. Man erszt sie mit HC bzw HCT Familien.

4x MC14067BCP      analog multiplexer: verbindet den gemeinsamen Pin mit einem der 16 Ein/Ausgänge. Auswahl durch 4 Adressleitungen. Funktioniert analog und in beide Richtungen (das Signal kann am gemeinsamen Pin oder einem der 16 angelegt werden) CMOS- Tecnologie. Wird auf dem http://mayhewlabs.com/products/arduino-mux-shield verwendet um Anzahl der Analog bzw Dgital-Eingänge zu erhöhen
1x HEF4556BP        dual 1-4 decoder Funktion ähnlich dem SN74159N in CMOS-Technik und mit CMOS -Ausgängen. Hat 2 mal 4 Ausgänge.
4x CD74HCT85E      4bit magnitude comparator: CMOS Vergleicht 2 4 Bit Zahlen und gibt aus ob die eine größer, gleich oder kleiner als die andere ist. Kann erweitet werden. 2 Stück vergleichen 2 8Bit Zahlen.

Grüße Uwe
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Wien
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hi, uwe,

kannst Du Dich noch erinnern, wie ich mal geschrieben habe, elektroniker sind nett, sie helfen gerne, aber sie sprechen eine fremde sprache?
aber ein bißchen habe ich (glaube ich), verstanden.
Quote
4x SN74159N          16 multiplexer:  Ein Open Collektor Ausgang geht auf LOW. Auswahl mit 4 BIT (pin A bis D)
das mit TTL-problem habe ich nicht verstanden, das ding arbeitet doch mit 5V. ansonsten ist es sowas wie ein TLC5940, nur halt mit adressleitungen statt schieberegister und dadurch nicht kaskadierbar. EDIT: und es ist immer nur ein kanal zu schalten.
Quote
4x MC14067BCP      analog multiplexer: verbindet den gemeinsamen Pin mit einem der 16 Ein/Ausgänge. Auswahl durch 4 Adressleitungen. Funktioniert analog und in beide Richtungen (das Signal kann am gemeinsamen Pin oder einem der 16 angelegt werden) CMOS- Tecnologie.
scheint ja brauchbar zu sein...
Quote
1x HEF4556BP        dual 1-4 decoder Funktion ähnlich dem SN74159N in CMOS-Technik und mit CMOS -Ausgängen. Hat 2 mal 4 Ausgänge.
also 2x2 adressleitungen für 2x4 ausgänge?
Quote
4x CD74HCT85E      4bit magnitude comparator: CMOS Vergleicht 2 4 Bit Zahlen und gibt aus ob die eine größer, gleich oder kleiner als die andere ist.
2x4bit eingänge und dann gibt er auf 2 oder 3 pins das ergebnis aus?

was es nicht alles gibt auf der welt...
ich glaube, ich werd mal probieren, wie leicht das auslöten mit der heissluft geht, und dann entscheiden, ob es sich auszahlt.

vielen dank nach südtirol, gruß stefan
« Last Edit: November 27, 2012, 08:00:45 pm by Eisebaer » Logged

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Die Versorgungsspannung passt schon, aber die Pegel für das Umschalten dazwischen sind oft unterschiedlich definiert. Also wie viel "Spielraum" man für seine High- und Low-Pegel hat, was Dämpfung und Rauschen und sowas angeht. Das sollte aber nur eine nennenswerte Rolle spielen, wenn man die Hardware am Limit betreibt. Ordentliche 0V- und 5V-Pegel werden natürlich ordentlich verarbeitet, solange man nicht Voltweit daneben liegt oder Nanosekunden-Präzision in den Schaltzeiten braucht ist eigentlich alles in Ordnung.
Das Klassische Beispiel ist der Edge Detector. Es ist möglich, eine Schaltung zu konstruieren, die auf einen Eingang folgende Logik anwendet:
Y = A und nicht A.
Eigentlich sollte Y immer 0 sein, da "A" und "nicht A" nie gleich sein können. Trotzdem kannst du durch Verzögerungen schon mal einzelne Spitzen kriegen. Das hat zwar bisher nichts mit verschiedenen Technologiefamilien zu tun, aber hier hast du ein Beispiel, wie kurze Verzögerungen dein Ergebnis beeinflussen könnten, obwohl du an sich gar nicht so Empfindlich mit der Zeit sein willst.
Wenn HCT es taugt, tut es LS genau so gut. Das T in HCT steht ja extra dafür, dass die Pegel auf Kompatibiltät mit den alten TTL-Teilen ausgelegt sind.
« Last Edit: November 28, 2012, 04:16:47 am by Fat D » Logged

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Hallo,
ich hab jetzt genauer auf mein alte Mainborad geschaut und
eine altes MIDI-INterface gefunden. Dareuf ist ein Analog-Devices AD1816JS Soundport.
Jetzt wollte ich wissen ob man dies in einem Arduino-Projekt verwenden kann.
Edit: Hab jetzt noch genauer gesehen: Da ist ein Atmel-Chip auf dem Board.
Ein Atmel711 24C04 -Pc B. Kann ich den verwenden?

Addi
« Last Edit: November 28, 2012, 11:51:22 am by Addi » Logged

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Ach komm, was soll denn das? Du bist nicht in der Lage, einen Chip selbst zu identifizieren, meinst du du würdest dann mit alternativen Mikrocontrollern klarkommen, die nicht auf den Arduino-Boards verbaut sind und somit nicht direkt von der Arduino-IDE ansprechbar sind?
Der Atmel 24C04 dürfte ein I2C-Eeprom mit 4k sein, also auch nichts, was du unmittelbar verbauen kannst. Nachteil an solcher Entlötaktion ist oftmals, dass man das Bauteil schädigen kann. Wenn dann noch Lötzinn an Pins bleibt, versaut man sich auch noch ruckzuck das Steckbrett.  smiley-confuse
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