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Topic: Galvanisch getrennte Strommessung an 230V Leitung (Read 504 times) previous topic - next topic

Marc_H

Hallo Leute,
ich würde gern den Strom messen der durch das Kabel einer Mehrfachsteckdose fließt.
Da ich kein gelernter Elektriker bin würde ich das ganze gern ohne Kontakt zu den 230V realisieren.

Ideen die ich bisher hatte:
1. Spule um das Kabel wickeln
2. Einen Hall-Sensor direkt auf das Kabel montieren

Bei Nummer 1 bin ich mir nicht sicher ob es wirklich funktionieren kann, eine Spule mit 10 Wicklungen um das Kabel ergab gerade beim Versuch keine Messergebnisse auf dem Oszilloskop!?

Wäre eine Rogowskispule für niedrige Ströme geeignet?

Nummer 2 dürfte ja schon eher gehen da das Kabel ja von einem Magnetfeld umgeben ist welches sich ja mit der Stromrichtung ändert. Ist das Magnetfeld stark genug um einen Hall-Sensor anzusprechen? Kann Jemand einen Hallsensor empfehlen?

Ich hatte irgendwo auch mal etwas gelesen von ein eingeschlitzter Ferritring der um das Kabel gelegt wurde und in dem Schlitz wurde ein Hallsensor positioniert!?

Für den Anfang würde es mir auch erstmal reichen mit dem Arduino Prüfen zu können ob ein Verbraucher angeschlossen ist oder nicht!?

Einen schönen Abend euch Allen und Danke schon mal im Vorraus!

Holli_23

http://www.as-electronic.net/shop/article_DVK91207/Melexis-DVK91207.html?sessid=VoWEOvPqC2vyZPSuJ6Pa1J8olESNAkcpOUPYEvegtWB9qa9ll7ZtcmO1V7cysStl&shop_param=cid%3D24%26aid%3DDVK91207%26

Rudi01

Hallo Marc_H

Den Stromfluss kannst Du nicht übertragen inden du eine Spule  um Den Kabel wickelst. Denn um das von deinem Kabel erzeugte Magnetfeld gewissermasen abzuzwacken müssen beide Leiter Paralell liegen.
Das wird in der Praxis mittels Stromzangen erledigt.
Du kannst mal danach Googeln. Da gibt es einige Beispiele wie sowas funktioniert.
Z.B. http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.dl2lto.de%2Fgif%2FHB_HL_sz_01.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.dl2lto.de%2Fsc%2FHB_HL_mes.htm&h=300&w=700&tbnid=W8af-35U499YtM%3A&zoom=1&docid=fvHmae7_PfRKkM&ei=ZpODU-3aK8KH4gSzzIDYAQ&tbm=isch&client=ubuntu&iact=rc&uact=3&dur=3156&page=3&start=38&ndsp=21&ved=0CPcBEK0DMDI

oder : http://de.wikipedia.org/wiki/Zangenstrommesser

der erste Link zeigt wi man soetwas basteln könnte hier ist die Stromzange allerdings für HF.
Für die Netzfrequenz währe eventuell ein Trafo bei dem Du einen Leiter durch ein freies Fenster zwischen Spule und Blechpaket schiebst ,nicht schlecht das habe ich aber noch nie versucht.

Wichtig ist auch dass Du immer nur einen Draht durch deine Stromzange führst sonst heben sich beide Magnetfelder auf und Du misst auch nichts.
schau mal bei den Elektronikversendern eventuell haben die Stromzangen zum externen anschließen an Meßgeräte.
Um mit einem µC Wechselstron messen zu können muss dieser aber auch gleichgerichtet und in eine Spannung umgewandelt werden.
Wie wärs denn hiermit http://www.watterott.com/de/Wechselstrom-Messwandler-30A-max
Leider ausverkauft aber so was ähnliches könnte ich mir als geeignet vorstellen.


Grüße Rudi

Serenifly


Wie wärs denn hiermit http://www.watterott.com/de/Wechselstrom-Messwandler-30A-max
Leider ausverkauft aber so was ähnliches könnte ich mir als geeignet vorstellen.

Das Ding gibt es auch hier:
http://www.komputer.de/zen/index.php?main_page=product_info&cPath=24&products_id=70

uwefed

Stromtrafo: Wie bereits gesagt müssen dei beiden Wicklungen paralell ausgerichtet sein und einen Eisenkern haben, damit das Magnetfeld durch beide Spulen fleißt. ZB die von Serenifly genannten Stromwandler.
Halleffekt-Sensoren: Das Magnetfeld muß vom Sensor erfaßt werden und es darf auch kein Teil am Sensor vorbeifließen. Konstruktionen wie der Melexis-DVK91207 sind kompliziert. Stromwandler wie der ACS712 führen die 230V Wechselspannung durch den Sensor; auch wenn dieser eine Isolation gegenüber dem Niederspannungsmeßkreis hat muß man den Leiter unterbrechen.
Einfach einen Hallsensor neben den Kabel legen funktoniert nicht gut, da das Mangnetfeld ohne Eisenkern in Funktion des Abstandes sich ändert. Ist de Abstand nicht konstant wird nichts aus der Messung. Außerdem mußt Du Deinen selbstgebauten Sensor erst kalibrieren damit Du weißt was er mißt.

Grüße Uwe   

Marc_H

Danke für die vielen Antworten!
Da hatte ich mir das ganze wohl doch etwas zu leicht vorgestellt! Ich werde mich mal mit nem Elektriker zusammen setzen und das ganze dann mit dem von mir schon benutzen ACS712ELC-20A planen. Das ganze wird dann direkt ins Gehäuse der Steckerleiste gesetzt und auch von der Netzspannung betrieben. Der Vorteil wäre das man dann, mit ausreichenden anzahl an chips, jedes Gerät einzeln auswerten kann. Die ausgabe der Daten erfolgt via NRF24L01+ so das kein Kontakt zur Schaltung nötig ist und die Gefahren wegen der nicht Entkoppelten Betriebsspannung minimal sein sollten. Im optimalsten Fall kann mann die Schaltung ja dann auch so erweitern das über nen mosfet, jede Steckdose ein und ausgeschaltet werden kann.

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