Ich halte eine Übertaktung für nicht notwendig.
Es mag sein daß es Anwendungen gibt, die dermaßen Zeitkritisch sind, welche eine Übertaktung sinvoll erscheinen lassen. Dort würde ich allerdings zuallererst durch optimiertem Code versuchen das Allerletzte aus dem Chip herauszuholen.
Eher befürchte ich, daß durch die nicht mehr stimmenden Timings eher Inkompatibilitäten geschaffen werden, die alles nur noch verschlimmern. Die Timer in den Bibliotheken sind für 16 Mhz programmiert worden. Bedenke das Timing an der seriellen Schnittstelle u.s.w. Außerdem benötigt die Schaltung einen höheren Strom.
Ich denke es finden sich noch weitere Argumente, die eher gegen das Übertakten sprechen.
Du kannst ohne weiteres einen typischen Atmel-Chip mit 16 Mhz im Arduino programmieren und anschließend mit 20 Mhz auf einer externen Schaltung betreiben. Aber da stimmt kein zeitkritisches Timing mehr. Es sei denn, Du bist in der Lage die Bibliotheken entsprechend anzupassen. (Ggf. sogar den Bootloader falls notwendig).
Ich sehe keinen praktisch relevanten Nutzen für einen "normalen" Arduinonutzer.
Wenn ich meine Tiny 45 und 44 - Schaltungen so betrachte, komme ich locker mit dem internen Oszillator und 1 Mhz aus. Ok, es sind auch simple Schaltungen die ich damit realisiere. Benötigt einen geringen Strom und weniger Bauteile. Allerdings programmiere ich diesen im Atmel- Studio ohne Arduinoumgebung mittels ISP-Programmiergerät.
Es kommt ganz auf den Einsatzzweck der Schaltung an und die Antwort auf Deine Frage kann hier ganz sicher nicht pauschal gegeben werden.
