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Topic: Luftdrucksensor für Arduino (Read 5146 times) previous topic - next topic

strohhirn

Hallo,
Kann mir bitte jemand einen Luftdrucksensor empfehlen der den luftdruckwert in millibar  misst und mit dem auch ein anfänger gut umgehen kann?
Natürlich rechnet der sensor nicht gleich in millibar um, sondern der arduino. Aber die formel zum umrechnen sollte nicht allzu kompliziert sein.
Er soll wenn man nicht reinbläst (kein druck ausgeübt wird)  0 mb anzeigen.
Gruß

strohhirn

jurs


Er soll wenn man nicht reinbläst (kein druck ausgeübt wird)  0 mb anzeigen.


Messung im Weltall?

Auf der Erdoberfläche ist der Luftdruck überall weit höher als Null und das wird von einem Luftdrucksensor auch gemessen. Es steht Dir natürlich frei, vom Messwert dann den Messwert wieder abzuziehen, dann bekommst Du 0 heraus.

Oder meinst Du vielleicht einen Differenzdrucksensor, der einen Luftdruckunterschied messen kann, zB. die Druckdifferenz zwischen dem Umgebungsluftdruck und dem Luftdruck im Saugrohr eines Vergasermotors?

uwefed

Dann wäre auch noch gut zu wissen welchen max Druck Du messen möchtest.
Grüße Uwe

dertester

Für normale nicht-Weltraum Anwendungen hab ich ganz gute Ergebnisse mit dem BMP085 gehabt.
Gibts bei http://www.adafruit.com/products/391 und nat. bei Ebay/China weit weit günstiger.
Die Lib von Adafruit funzt super und erkennt schon kleine Unterschiede wenn man die Werte etwas glättet.

volvodani

https://hbe-shop.de/SENSORABS-PRESS-363-PSI-Typ-MPX4250AP
Hier findest du einen Absolutwert Drucksensor. Also hast du immer auch den aktuellen Luftdruck Damit kannst du dann "alles" machen bis zu einem Überdruck von 1,5bar.
Habe selber schonmal mit diesem Sensor hantiert also Handhabung abslout unkompliziert.
Gruß
Der Dani
So ist das Leben:
Manchmal bis du das Denkmal, manchmal die Taube!

strohhirn

Ich denke ich suche sowas wie einen differenzial druckmesser.Der sollte aber für millibar ausgelegt sein.
Seine aufgabe ist es den druck zu messen, doch wenn kein druck einwirkt soll ungefähr 0 angezeigt werden.(das ganze geschieht auf der erde ohne vakuum) Und wenn ich reinblasse soll er mir den druck den ich dabei ausübe in millibar anzeigen .(auf einem LCD oder seriel).
Gruß

strohhirn

jurs


Ich denke ich suche sowas wie einen differenzial druckmesser.Der sollte aber für millibar ausgelegt sein.
Seine aufgabe ist es den druck zu messen, doch wenn kein druck einwirkt soll ungefähr 0 angezeigt werden.(das ganze geschieht auf der erde ohne vakuum) Und wenn ich reinblasse soll er mir den druck den ich dabei ausübe in millibar anzeigen .(auf einem LCD oder seriel).


Dann musst Du Dir jetzt noch den Druckbereich überlegen.

Differenzdrucksensoren gibt es für die Messung winzigster Druckunterschiede, wie z.B. den Sog in einem Kamin, mittlerer Druckunterschiede wie am Saugrohr eines Verbrennungsmotors oder für hohe Drücke wie sie in einer Pressluftleitung herrschen. Besonders gängig sind solche Sensoren nur in Kraftfahrzeugen (dort als Originalersatzteile der Automobilhersteller, keine Datenblätter verfügbar), aber Conrad hat auch einige im Programm für verschiedene Druckbereiche.




strohhirn

Ich brauche einen drucksensor mit einem druckbereich von 0-100 millibar.
Gruß

strohhirn

volvodani

Ich glaube bevor wir hier noch weiter empfehlungen aussprechen. Brauchst du einen Sensor der einen Bestimmeten Druck überhalb deines normalen Atmospherendurck (Differenz) misst oder der den Druck absolut misst.
Mit dem Absolut Pressure kannst du z.B. über einen Taster abgleichen auf deinen Umgebungsdruck (sonst misst der ja den Atmospheredruck da er ein "absolutes Vakuum" als Referenz hat) Dann kannst du auch die 100mBar messen.
Der andere Sensor hat zwei Anschlüsse einen für den "zu messenden"Druck und der andere ist Atmosdruck also misst der immer die Differenz.
Gruß
Der Dani
So ist das Leben:
Manchmal bis du das Denkmal, manchmal die Taube!

jurs


Ich brauche einen drucksensor mit einem druckbereich von 0-100 millibar.


Dann weißt Du ja jetzt was Du brauchst: Einen Differenzdrucksensor (neudeutsch: differential pressure sensor) mit einem Messbereich bis 100 hPa (Hektopascal, das bar als Druckeinheit ist seit 1970 in Deutschland abgeschafft).

Gängige Sensorenhersteller bieten sowas an, hauptsächlich für medizinische und industrielle Anwendungen, z.B. digitale Sensoren mit I2C und auch analoge mit Spannungsausgang:
http://www.sensirion.com/en/products/differential-pressure-sensors/
Kosten aber eine Stange Geld.

Wenn Du insbesondere um den Nullpunkt herum keine besonders hohe Genauigkeit benötigst, kannst Du Dir womöglich aus zwei normalen und billigen barometrischen Sensoren was bauen: Zwei Sensoren, zwei Messungen, selbst die Differenz bilden. Kommt auch drauf an, wie hoch über Meereshöhe Du messen möchtest: Auf Meereshöhe kann der barometrische Luftdruck ja auch leicht mal 1035 hPa betragen und viele Sensoren gehen nur bis 1100 hPa, damit würdest Du eine Differenzmessung dann nur bis +65 hPa Differenzdruck realisieren können (falls gerade eine Hochdruck-Wetterlage herrscht).

Wenn's "für auf'm Berg" ist, wäre es kein großes Problem: Bei 1 hPa Druckabnahme pro 8 Höhenmeter würdest Du für eine Gegend, die mindestens 400 m über Meereshöhe liegt, auch aus zwei barometrischen Sensoren bis 1100 hPa leicht eine Differenzdruckmessung bis 100 hPa Differenzdruck auch bei Hochdruckwetterlagen bauen können. Aber es kommt in dem Fall auf die Höhenlage des Messortes an, und darauf, ob nahe der Nulllage wirklich keine hohe Genauigkeit benötigt wird. Denn exakte Werte nahe dem Nullpunkt können nur Differenzdrucksensoren zuverlässig ermitteln.

thewknd

dir würde auch ein Relativdrucksensor reichen. Der Fachausdruck im Englischen ist dafür "Gauge", nicht zu verwechseln mit "Sealed Gauge", dies ist ein Absolutdrucksensor. Im Unterschied zum Differenzdrucksensor ist beim Relativdrucksensor ein Druckeingang immer mit dem Umgebungsdruck verbunden. Und misst so den angelegten Druck immer in Relation zum Umgebungsdruck (Luftdruck).

Ein passender Sensor ist der MPX5010DP (Differenzdrucksensor) oder MPX5010GP, MPX5010GS, MPX5010GSX (Relativdrucksensoren) von Freescale.
Datenblatt: http://www.freescale.com/files/sensors/doc/data_sheet/MPX5010.pdf

die von jurs genannte Möglichkeit hat den Nachteil, dass sich die Ungenauigkeit der Messung erhöht. Da du zwei Sensoren verwendest, misst du auch alle Fehler zwei mal (Nullpunktabweichung, Nullpunktdrift, Druckabhängigkeit, Genauigkeit über Temperatur, etc.). In einem Hobbyprojekt mag das nicht von Bedeutung sein, wenn du aber "richtig" messen willst, musst du das beachten. Je nach Wahl der Sensoren kann diese Variante aber erhebliche Vorteile bringen, wenn du z.B. in sehr feuchter / nasser Umgebung messen musst.
duemilanove / OSX & WIN
Arduino & Teensy: http://bit.ly/13rbdtQ

fckw

#11
Jan 05, 2013, 02:41 pm Last Edit: Jan 05, 2013, 02:48 pm by fckw Reason: 1

dir würde auch ein Relativdrucksensor reichen. Der Fachausdruck im Englischen ist dafür "Gauge", nicht zu verwechseln mit "Sealed Gauge", dies ist ein Absolutdrucksensor. Im Unterschied zum Differenzdrucksensor ist beim Relativdrucksensor ein Druckeingang immer mit dem Umgebungsdruck verbunden. Und misst so den angelegten Druck immer in Relation zum Umgebungsdruck (Luftdruck).

Ein passender Sensor ist der MPX5010DP (Differenzdrucksensor) oder MPX5010GP, MPX5010GS, MPX5010GSX (Relativdrucksensoren) von Freescale.
Datenblatt: http://www.freescale.com/files/sensors/doc/data_sheet/MPX5010.pdf

die von jurs genannte Möglichkeit hat den Nachteil, dass sich die Ungenauigkeit der Messung erhöht. Da du zwei Sensoren verwendest, misst du auch alle Fehler zwei mal (Nullpunktabweichung, Nullpunktdrift, Druckabhängigkeit, Genauigkeit über Temperatur, etc.). In einem Hobbyprojekt mag das nicht von Bedeutung sein, wenn du aber "richtig" messen willst, musst du das beachten. Je nach Wahl der Sensoren kann diese Variante aber erhebliche Vorteile bringen, wenn du z.B. in sehr feuchter / nasser Umgebung messen musst.


Verstehe ich nicht was für einen Unterschied es macht bei obigem genannten Fall. Auch ein "Relativdrucksensor" ist ein Differenzdrucksensor :-)
Er will den Luftdruck (Atmospähre) der ja Schwankungen unterliegt ( Hoch- und Tiefdruckgebiete) als normalnull (Relativdruck) verwenden. Absolutdruck geht immer vom Vakuum aus, also -1bar absolut. <-- und der ist fest, weniger geht nicht.
Auch der Luftdruck wird als Absolutdruck angegeben.

und Physikalische größen im µC umzurechen dürfte ja nicht allzuschwer sein,1 bar entspricht dabei 100.000 Pa.


PS: "Pascal" ist vielleicht die offizielle SI-Einheit, "bar" ist in der Industrie und auch privat überall immer noch gängig und keinesfalls abgeschafft. Das trifft auf "atü" schon eher zu.

thewknd

Ich habe den Relativdrucksensor nur erwähnt, weil er
a) in desem Fall auch den Anforderungen genügt
b) dadurch strohhirn aus einer grösseren Menge Sensoren den passenden auswählen kann


Quote
Warum man jetzt einen Prozeßdruck im Verhälniss zu einem relativen Umgebungsdruck verrechnen will erschließt sich mir nicht.

z.B. um den Füllstand einer Flüssigkeit in einem Behälter zu messen.
duemilanove / OSX & WIN
Arduino & Teensy: http://bit.ly/13rbdtQ

fckw




Quote
Warum man jetzt einen Prozeßdruck im Verhälniss zu einem relativen Umgebungsdruck verrechnen will erschließt sich mir nicht.

z.B. um den Füllstand einer Flüssigkeit in einem Behälter zu messen.
[/quote]

Ja der Satz war reichlich unüberlegt sorry. Habe ihn aus meinem Post rausgenommen  :smiley-red:

strohhirn

Kann ich auch den MPX5050DP verwenden?
Ich verwende ihn mit folgendem sketchteil:
Code: [Select]
include <LiquidCrystal.h>  

LiquidCrystal lcd(22, 23, 24, 25, 26, 27, 28);

int backLight = 29;
int   mpxPin = 5;
int   mpx;                
     
float pkPa;            

void setup() {
 lcd.begin(20, 4);
pinMode(backLight, OUTPUT);
digitalWrite(backLight, HIGH);
}

void loop() {
   mpx = (float)analogRead(mpxPin);
   pkPa = (mpx/(float)1023-0.04)/0.0018;
   
   lcd.setCursor(0, 0);
   lcd.print("mb ");
   lcd.print(pkPa);
   delay(1000);
 }

Das klappt prima( um den nullpunkt hüppft der wert ein bisschen), doch wenn sich in der nähe des sensors relais anschalten sringt der wert um min. 3mbar hoch.
Ich habe wie im datasheet gezeichnet kondensatoren angeschlossen. Doch statt des 470 pF kondensators habe ich einen 4700 pF verwendet. Ist das schlimm?
http://www.freescale.com/files/sensors/doc/data_sheet/MPX5050.pdf
Ohne die kondensatoren ist der wert noch höher gesprungen.
Deswegen wollte ich einen neuen ordentlichen sensor.
Aber kann ich denn auch meinen verwenden?
Verwende ich ihn falsch?
Gruß

strohhirn

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