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Author Topic: Kaufempfehlung Wetterstation mit 433MHz?  (Read 1409 times)
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Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einer Wetterstation, die ich mit meinem Arduino auslesen kann. Hab schon eine Weile gegoogelt, hier im Forum gibt es auch ein paar Threads dazu. Die meisten beschäftigen sich jedoch damit, die Daten zu decodieren und auszuwerten, wie z.B. von einer (nicht mehr lieferbaren) Tchibo-Wetterstation oder von irgendeinem China-Schrott smiley-grin

Bevor ich mir nun eine Wetterstation zulege und dann feststelle, dass sie nicht funktioniert oder ich erst noch anfangen muss selbst die Daten zu decodieren, wollte ich mal fragen, ob mir jemand eine geeignete/kompatible Station empfehlen kann? Die Auswahl an Wetterstationen ist ja riesig, woher weiß ich denn ob die Daten sich auslesen lassen oder möglicherweise verschlüsselt sind? Evtl. kennt auch jemand gute Webseiten, die sich mit diesem Thema beschäftigen?

Ich würde mir gerne eine Rolladensteuerung basteln, idealerweise wäre hierfür eine vernünftige Wetterstation mit Lichtsensor. Hat hier jemand Erfahrung damit?

Hab mir den RF-Sender&Empfänger über Watterott bestellt, habe dann erst im Nachhinein gesehen, dass es den auch bei Conrad gibt. Gibt's irgendwelche Vor-/Nachteile?

Danke und Gruß
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Germany S-H
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Die Auswahl an Wetterstationen ist ja riesig, woher weiß ich denn ob die Daten sich auslesen lassen oder möglicherweise verschlüsselt sind?

Von den billigen Consumer-Wetterstationen hat KEINE EINZIGE ein vom Hersteller offengelegtes Protokoll. Da bist Du immer auf Reverse Engeneering angewiesen, um irgendeinen Code zu knacken und an die Daten zu kommen. Entweder haben das schon andere Hacker vor Dir gemacht und die Schnittstelle offengelegt, oder Du bist auf Deine eigenen Hacker-Fähigkeiten angewiesen. Teils gibt es Projekte, in denen Funkprotokolle abgegriffen aus ausgelesen werden, teils gibt es Projekte für PC-Wetterstationen, dass am Empfänger des Herstellers die PC-Schnittstelle ausgelesen wird, so daß man eigene selbstgeschriebene Software statt der vom Hersteller mitgelieferten Software verwenden kann.

Die "billigste" semiprofessionelle Wetterstation mit herstellerseitig offengelegtem Datenprotokoll an der seriellen Schnittstelle (aber NICHT des  Funkprotokolls) ist die Davis Vantage Pro. Da findest Du beim Hersteller eine offizielle Dokumentation, wie Du am Empfänger mit der seriellen Konsole die ganzen Daten abgreifen kannst: http://www.davisnet.com/support/weather/download/VantageSerialProtocolDocs_v230.pdf

Ansonsten gibt es das nur bei den richtig professionellen Wetterstationen (Systempreis 10000+EUR), dass Sensoren oder Empfangseinheiten mit Standardschnittstellen oder offiziell vom Hersteller dokumentierten Schnittstellen von Fremdsoftware ausgelesen werden können.
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Wien
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hi,

ich versteh' nicht, warum Du dazu eine wetterstation mit lichtsensor verwenden willst. einer oder mehrere lichtsensoren alleine genügen dazu doch. die kannst Du ja über funk an Deinen arduino anbinden...

gruß stefan
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Naja ich hatte eben gehofft, ich kann mir das Reverse Engineering ersparen, weiß ja nicht wie erfolgreich ich damit bin  smiley

Ich hatte zufällig gesehen, dass es auch Wetterstationen mit Lichtsensoren gibt, und das hätte sich dann vielleicht angeboten. Wie meinst du einen Lichtsensor alleine über Funk anbinden, auch über 433MHz? Auf die schnelle hätte ich folgenden Lichtsensor gefunden: ELV HE863 http://www.elv.de/elro-home-easy-funk-lichtsensor-fuer-den-aussenbereich-he863.html
Da hab ich aber wieder das gleiche Problem und müsste das Signal erstmal entschlüsseln, oder nicht?
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Wien
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hi,

naja, kommt immer drauf an, wieviel man selbst basteln will. ich würde zuerst zwei arduinos über funk miteinander reden lassen, dann an einen davon einen lichtempfindlichen sensor um ein paar cent anschließen und zu guter letzt den arduino mit dem sensor durch einen abgespeckten, selbst gebauten "arduino" ersetzen. einfach einen atmega328 mit mindestbeschaltung und funkmodul. in ein passendes gehäuse und fertig...

gruß stefan
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Naja ich hatte eben gehofft, ich kann mir das Reverse Engineering ersparen, weiß ja nicht wie erfolgreich ich damit bin  smiley

Davis Vantage Pro 2 Plus ==> ca. 950 EUR
Datenlogger Weatherlink seriell ==> ca. 180 EUR
Dann hast Du für ca. 1130 EUR eine Wetterstation mit UV- und Sonnenintensitätssensor und kannst unter dem o.g. Link das serielle Protokoll  der Station nachlesen, um es im Arduino zu implementieren und abzugreifen.

Das wäre die eine Möglichkeit, Dir das Reverse Engineering zu ersparen. Die andere Möglichkeit ist:

Du baust Dir SELBST funkende Außensensoren, d.h. Du nimmst für eine zu messende Größe ein Standardmodul, z.B. einen Thermosensor oder einen Lichtsensor, baust den Sensor in eine Schaltung mit einem Atmega328 und einen 2-EUR-China-Funkmodul, und sendest Daten, deren Funkprotokoll Dir dann bekannt ist, wenn Du sie mit einem weiteren Arduino als Basisstation 10 bis 20 Meter entfernt empfängst.
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Wäre natürlich schön gewesen, wenn es bereits ein vorhandenes System gegeben hätte, das man ohne großen Aufwand hätte verwenden können. Bei einem Preis von über 1000,- Euro kann ich mir auch gleich eine fertige Rolladensteuerung kaufen  smiley-sad

Trotzdem danke für eure Tipps, denke wäre dann doch am sinnvollsten, einen 2. Arduino zu verwenden und beide miteinander kommunizieren zu lassen. Dafür findet man im Internet sicher auch genug Anleitungen  smiley-grin
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CH
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Ich habe eine Oregon Scientific WMR 100 Wetterstation und lese mit einem Arduino die Daten der Station aus. Die RF-Module habe ich bei Seeedstudio gekauft.

Meine Lösung basiert auf folgendem Projekt:
http://www.lostbyte.com/arduino-osv3/

Für die Oregon Scientific Wetterstation gibt es etliche zusätzliche Sensoren. Ein Lichtsensor kannst du grundsätzlich auch selber bauen und diesen mittels Arduino-Board einlesen. Wie in vorherigen Posts erwähnt, kann man sich die ganze Lösung mit verschiedenen Sensoren für relativ wenig Geld selber bauen  smiley-wink

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Wien
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hi,

sieh Dir hier mal an, wie leicht das zu bauen ist:
http://erik-bartmann.de/programmierung/downloads2.html?task=files.download&cid=19

Du programmierst das ganze am arduino, und am ende nimmst Du den chip vom UNO heraus und baust ihn in diese schaltung ein. den ganzen kram mit FDTI brauchst Du dann nicht, und der atmega, ein quarz, zwei kondensatoren und ein widerstand sollte reichen.

einen neuen chip mit bootloader für den UNO bekommst Du um 3€ zb bei guloshop.

gruß stefan
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Hey vielen Dank für diesen Tipp @Eisebaer, das wär mir gar nicht in den Sinn gekommen, eine Schaltung mit dem Mikrocontroller aufzubauen  smiley

War den ganzen Abend schon fleissig am rumspielen und hab es dann sogar geschafft, dass mir von einen Arduino über das RF-Modul an einen Zweiten die Temperatur gesendet wird smiley-cool Damit könnte ich mir für ein paar Euro einen oder mehrere Sender basteln, die dann verschiedene Werte senden.

Ich glaube somit hat sich das Thema mit dem decodieren einer bestehenden Wetterstation erstmal erledigt... Aber falls ansonsten noch jemand Erfahrung mit RF-Modulen hat, nehme ich gerne noch Tipps entgegen.
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