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michael_x

Puristen lehnen auch ein break; oder continue; in Schleifen ab, weil man das gut durch ein if und zwei an den richtigen Stellen gesetzten geschweiften Klammern simulieren kann. (Sie nennen das natürlich ein "verkapptes goto")
Wenn man die Klammern aber nicht richtig einrückt, ist das Ergebnis auch nicht lesbarer als eine gepflegte Portion Spaghetti-Code.

Wenn man die schliessenden Klammern zusätzlich zum richtigen Einrücken noch mit Kommentaren versehen muss, um sich an die Logik zu erinnern
Code: [Select]

          ...
        } // end while
      }  // end else "Error"
    }  // end äussere Schleife 1
    // keine Ahnung ob dieser Code nicht eigentlich woanders hingehört.
  } end "if there is something to do"
}  // end function 


... kann man die Qualen eines Anonymen Goto-Programmierers nachempfinden, der weiß: es bleibt nicht beim simplen return;, Rückfall ist Rückfall.


Ausserdem, auch Funktionen mit Rückgabewert kann man so schreiben, dass sie nur am unteren Ende mit
Code: [Select]
  ...
  return retval;
}   

verlassen werden.

uwefed

Quote
der typ, der früher im thread das return abgelehnt hat (Ihr wißt schon, der, der nicht einmal wußte, was ein break macht),

Danke

Quote
inzwischen denke ich schon eher so wie dieser typ vom anfang des threads (Ihr wißt schon, der, der nicht einmal wußte, was ein break macht),

Vielen Herzlichen Dank

Stefan, ist alles ironisch und scherzhaft gemeint. "Tratzn" unter Freunden.

Einmal eine Gegenüberstellung eines Microsoft!!!!-Basic GOTO wie im C64 oder VC20 mit einem ANSI-C

Schleife:
Code: [Select]
20 IF (eingangwert <> 1) GOTO 20
in C:
Code: [Select]
While (eingabewert != 1){}

Auswahl
Code: [Select]
10 Eingangewert lesen.
20 IF (eingangwert = 1) GOTO 100
30 IF (eingangwert = 2) GOTO 200
40 IF (eingangwert = 3) GOTO 300
50 GOTO 10
...
100 Tu irgenwas
110 GOTO 10
...
200 Tu irgenwas anderes
210 GOTO 10
...
300 Tu irgenwas drittes
310 GOTO 10


in C:
Code: [Select]
switch (eingangwert)
  {
  case 1:
  Tu irgenwas;
  case 2:
  Tu irgenwas anderes;
  case 3:
  Tu irgenwas drittes;
  }


Basic
Code: [Select]
20 GOSUB 100
...
30 GOSUB 100
...
100 Tu irgendwas
110 RETURN

C-Variante:
Code: [Select]
c = meinefunktion (a,b)
...
int meinefunktion (int a, int b)
  {
  Tue irgendwas;
  return(rückgabewert);
  }


In wenigen Worten.
In C machen die geschwungenen Klammern, die einen Codeblock definieren, verschiedene Kontrollstrukturen (if-else, while, do while, switch case) und die möglichkeit Funktionen selbst zu definieren, den Einsatz von GOTO überflüssig.

Grüße Uwe

spaceball

So weit ich Eure Begründungen verstanden habe, geht es bei der Ablehnung des Goto mehr ums Thema Spaghetticode.
Also um die Übersichtlichkeit und Lesbarkeit des Codes.
In meinem speziellen Fall wäre das Goto (zwar durch Verwendung von if und zusätzlichen Variablen) umgehbar gewesen, macht (meines Erachtens) den Code aber effektiv "lesbarer".

Wie sieht es nun aber aus technischer Sicht aus.
Beeinflusst das Goto die Geschwindigkeit oder den Ram-Verbrauch bei der Ausführung negativ?

jurs


Wie sieht es nun aber aus technischer Sicht aus.
Beeinflusst das Goto die Geschwindigkeit oder den Ram-Verbrauch bei der Ausführung negativ?


Nein, natürlich nicht.

Der klassische Anwendungsfall für ein goto unter C/C++ ist üblicherweise der Abbruch aus einer verschachtelten Konstruktion von for-Schleifen.

Code: [Select]

for ...
{
  for ...
  {
    for ...
    {
      if(Abbruchbedingung)
        goto funktionsende;
    }
  }
}
funktionsende:


Aus so einer Konstruktion kommst Du nur mit goto elegant heraus.

Klar, mit einigen wenig eleganten Klimmzügen ginge es auch ohne...

Aber es gibt eben auch Fälle, in denen ein einzelnes goto die Lesbarkeit und Verständlichkeit des Codes erhöhen kann.

Eisebaer

Quote
Stefan, ist alles ironisch und scherzhaft gemeint. "Tratzn" unter Freunden.


ein gaanz liebes winken aus wien über den brenner.

gruß stefan

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