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Author Topic: standalone arduino - MOSFET PWM für Lüfterregelung  (Read 4020 times)
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Mit dem weiter oben geposteten Programm hab ich den Lüfter auf- und abgefadet, auch auf bzw. über 0.
Da habe ich keine Probleme sehen/hören können. Was da dann allerdings effektiv beim Lüfter für ein Signal ankommt, kann ich dir leider nicht sagen, da ich kein Oszilloskop zur Verfügung habe. Das stimmt schon, ein Impuls von 157ns hört sich schon recht kurz an smiley-wink.

Gerade habe ich mal wieder das Display und die Temperatursensoren angeschlossen und an der Software etwas weiter geschrieben. Da kam schon wieder das nächste Problem smiley-lol
Sobald ich in der Software die PWM Frequenz hochgesetzt habe (auch ohne Ausgabe an einen Pin), haben die Werte der Temperatursensoren angefangen um +-5°C zu schwanken.
Für den einen Sensor habe ich softwaremäßig einen Tiefpassfilter (Mittelwertbildung über 10 Messungen) geschrieben. Das Ergebnis war soweit zufriedenstellend.
Außerdem habe ich an die Spannugnsversorgung des anderen Sensors mal noch testweise einen 100nF Kondensator an die Spannungsversorgung gehalten. Das scheint auch genügend zu filtern. Bin also gleich noch einmal löten smiley-wink
Wahrscheinlich würde sonst auch noch ein Tiefpass (RC-Glied) an dem Analog-Eingang des Atmegas helfen, oder? Nur für den Fall, dass das einer nachbauen will smiley-lol.
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Wahrscheinlich würde sonst auch noch ein Tiefpass (RC-Glied) an dem Analog-Eingang des Atmegas helfen, oder?
Richtig.
Nach Abtasttheorem muß die Grenzfrequenz des Tiefpasses kleiner der Abtastfrequenz sein, damit deine Softwarefilter überhaupt funktionieren.
fg = 1/(2*Pi*R*C) Wenn du z.B. alle 100ms den AD-Wert einliest dann hast du eine Abtastfrequenz von
fa = 1/100ms = 10Hz.
das würde einen Tiefpass von 1µF und 16k erfordern, oder größer. Praktisch würde ich hier 10k nehmen und als C 4,7µF Elko parallel 100nF Kerko.
Fußpunkt der Kondensatoren möglichst nahe an der Controllermasse.

Erklärung: Wenn du dein Signal nicht glättest, dann springt der Wert am AD wild hin und her (im takt der PWM). Je nach dem, wann du den AD-Wert abfragst, kriegst du ein zufälliges Ergebnis, oder, schlimmstenfalls, wenn du im Takt der PWM abfragst, dann kann es passieren, dass du z.B. immer im Minimum der Signalschwingung abtastest, dann kriegst du einfach falsche Werte.

Gunther
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Grüße
Gunther

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Ja, das dürfte dann ein klassischer Alias-Effekt sein...

Da ich aber mit den Kondensatoren an der Spannungsversorgung der Sensoren bereits sehr saubere Messdaten erhalte und mir auf der Platine an der entsprechenden Stelle leider der Platz ausgeht, werde ich mir wohl den Tiefpass sparen (müssen/können).

In dem Fall hätte ich aber trotzdem noch eine Frage, vielleicht brauche ich ja mal in Zukunft noch einen Tiefpass smiley-wink
Wie man auf das Produkt von R*C kommt, ist mir dank deiner Erklärung klar. Dass man dann natürlich keine Kapazität von 1F nimmt, leuchtet auch ein. Die Werte, die du dann für R=16kΩ und C=1µF angegeben hast, sind dann "Erfahrungswerte"? Man könnte ja auch, um die Gleichung zu erfüllen, beispielsweise R=8kΩ und C=2µF wählen...

Außerdem habe ich schon länger die Frage, wann man welche Bauart von Kondensator wählt. Wenn man hohe Kapazitäten braucht, bleiben natürlich nur noch Elkos.
Ist die von dir vorgeschlagene Parallelschaltung aus Elko und Kerko, da Kerkos schneller arbeiten und somit höhere Frequenzen besser glätten?

Wenn du mir das in 1-2 Sätzen erklären kannst, würde ich mich freuen. Ansonsten lässt sich dazu sicher auch was im Internet finden, du hast mir ja schon schließlich sehr viel geholfen! smiley
Wenn du mir außerdem ein Buch empfehlen kannst, in dem entsprechendes Wissen vermittelt wird, würde mich das auch interessieren. Schön wäre, wenn es eher praxisorientiert zur Planung von Schaltungen geschrieben ist.
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Ja, das dürfte dann ein klassischer Alias-Effekt sein...

Da ich aber mit den Kondensatoren an der Spannungsversorgung der Sensoren bereits sehr saubere Messdaten erhalte und mir auf der Platine an der entsprechenden Stelle leider der Platz ausgeht, werde ich mir wohl den Tiefpass sparen (müssen/können).

In dem Fall hätte ich aber trotzdem noch eine Frage, vielleicht brauche ich ja mal in Zukunft noch einen Tiefpass smiley-wink
Wie man auf das Produkt von R*C kommt, ist mir dank deiner Erklärung klar. Dass man dann natürlich keine Kapazität von 1F nimmt, leuchtet auch ein. Die Werte, die du dann für R=16kΩ und C=1µF angegeben hast, sind dann "Erfahrungswerte"? Man könnte ja auch, um die Gleichung zu erfüllen, beispielsweise R=8kΩ und C=2µF wählen...
Gunther: Richtig. 8k/2µF ginge auch. Oder 1,6k/10µF. Nimm die Werte die du hast. Man sollte nur darauf achten das die Widerstände nicht zu groß sind. Alles was über 50k geht sollte man vermeiden,sonst wirds zu empfindlich, besser unter 20k.

Außerdem habe ich schon länger die Frage, wann man welche Bauart von Kondensator wählt. Wenn man hohe Kapazitäten braucht, bleiben natürlich nur noch Elkos.
Ist die von dir vorgeschlagene Parallelschaltung aus Elko und Kerko, da Kerkos schneller arbeiten und somit höhere Frequenzen besser glätten?
Gunther: Ebenso richtig. (Du weißt ja schon alles...  smiley-wink)
 Kondensatoren arbeiten nur in einem bestimmten Frequenzbereich als Kondensatoren. Elkos werden bei höheren Frequenzen einfach zu Spulen, weil der induktive Anteil der Wicklung größer wird als der Kapazitätswert. Deshalb findet man oft eine parallelschaltung von Kondensatoren verschiedener Größenordnungen.(ich kann mich an einen EMV-Filter an einer KFZ Versorgungsleitung erinnern, der bestand aus 8(!) abgestuften parallelen Kondensatoren, von PicoFarad bis MicroFarad)


Wenn du mir das in 1-2 Sätzen erklären kannst, würde ich mich freuen. Ansonsten lässt sich dazu sicher auch was im Internet finden, du hast mir ja schon schließlich sehr viel geholfen! smiley
Wenn du mir außerdem ein Buch empfehlen kannst, in dem entsprechendes Wissen vermittelt wird, würde mich das auch interessieren. Schön wäre, wenn es eher praxisorientiert zur Planung von Schaltungen geschrieben ist.
Gunther: Sorry, Bücher kenne ich keine.
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Grüße
Gunther

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Super, danke!
Dann begebe ich mich mal wieder an die Programmierung smiley-wink

Schöne Grüße
Dominik
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