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Author Topic: Und nochmal FTDI, diesmal mit ATMega328P-PU  (Read 1041 times)
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Ich habe mir einen Arduino auf einem Breadboard selbst zusammen gestöpselt. Wie auf folgendem Bild, nur mit Wiederstand (220Ohm) zwischen PIN 19 und LED.

Auf dem ATMega befindet sich der Blinkscetch, so dass man etwas sehen kann. Der Bootloader ist auch drauf. Der ATMega in einem Arduino kann mit einem Programm bespielt werden, und man kann auch von einem Arduino ohne Chip das ganze bespielen, wen man RX und TX vom Board an die Pins 2 und 3 anschliest, sowie den Reset mit einem Kondensator an Pin 1. Stromversorgung kam vom Arduino. Beide Varianten haben funktioniert, so wurde der Blinkscetch aufgespielt.
Wenn ich jetzt das ganze mit dem FTDI Breakout Board versuche kommt immer "Programmer is not responding". 5V und Ground werden vom FTDI Versorgt, der Blinkscetch funktioniert in der richtigen Geschwindigkeit, ich sehe, dass der Chip den Reset mitbekommt (Hektisches Blinken der LED auf Pin 19) Aber dann tut sich nichts. Als Board sowohl Arduino Uno als auch Nano mit Atmega328 ausgewählt. Hat jemand eine Idee was ich falsch mache?
Ach so, zur Verkabelung.
Reset vom FTDI mit Kondensator (100 µF) an Pin1. RX an Pin3, TX an Pin2, 5V und Gnd von FTDI versorgen das Steckbrett. Danke für Ratschläge und Hinweise.
« Last Edit: September 11, 2013, 05:35:36 pm by uwefed » Logged

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Da müssen noch Kondensatoren in die Stromversorgung rein, sonst bleibt die Spannung während des Flashens zu wenig stabil und der Brenn-Versuch wird scheitern. Versuch's mal mit einem 100nF möglichst nahe am ATmega (zwischen Vcc und GND) und einem 47µF zwischen + und - in der Stromleiste. Der kleine ist schnell genug, während der grosse Kondensator genug Kapazität hat, die Peaks auch abzudecken.
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Danke Pylon. Werde ich heute Abend so versuchen. Nur des Verständnis wegens, warum muss ein Kondensator bei einer Gleichstromversorgung schnell sein? Oder muss der kleine Abpuffern, bis der große anspringt? (Bildlich gesprochen)
Sehe ich das also richtig, dass es höchstwahrscheinlich mit dem Arduino zu programmieren ging, weil ich auch die Stromversorgung vom Arduino verwendet habe, und diese schon die Kondensatoren hat, während dies der FTDI nicht hat? Kann ich mir so vorstellen, weil die LED direkt am PIN ohne Widerstand habe ich auch mal versucht. Nachdem mich jemand auf das Fehlen des Widerstands im Schaltplan hinwies habe ich es bewusst mal ohne versucht, weil es an der Knopfzelle ja auch ohne geht. Allerdings habe ich da jetzt gelernt, warum es an der Knopfzelle geht. Zumindest geht dann gar nichts mehr mit runterladen, weil die Spannung zusammen bricht, auch mit Arduinostromversorgung. Ich versuche Dinge die man nicht tun soll gerne mal aus, um zu wissen warum das so ist. Außerdem wird die LED unglaublich heis. Gemacht habe ich das mit einem Arduino der schon defekt war, einen Guten wollte ich dafür nicht opfern, falls dabei was kaputt geht.
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Ich versuche Dinge die man nicht tun soll gerne mal aus, um zu wissen warum das so ist.  Außerdem wird die LED unglaublich heis
Wenn du noch schätzen kannst wie heiss sie ist, ist sie nicht heiss  smiley-wink

Nach meiner Erfahrung macht eine LED nur leise "pfft" und wird nicht mal sehr hell dabei.
Beim Elkos misshandeln solltest du eine Brille aufsetzen, hast aber auch deutlich mehr davon.


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Nur des Verständnis wegens, warum muss ein Kondensator bei einer Gleichstromversorgung schnell sein? Oder muss der kleine Abpuffern, bis der große anspringt? (Bildlich gesprochen)
Ja, kann man sich gut so vorstellen.
Die Gleichstromversorgung wird durch Störungen überlagert, die nicht unbedingt aus der Stromversorgung selbst herrühren, sondern z.B. aus anderer Elektronik, die mit versorgt wird. Auch der Arduino, der ja mit 16 MHz schwingt und auch mit anderen Frequenzen schaltet, erzeugt Störungen.
Eine unendlich schnelle Spannungsänderung ruft in einem idealen Kondensator einen unendlich großen Strom hervor.
Dass die Realität anders aussieht, ist klar, aber wie "anders" hängt auch von der Bauart des Kondensators ab.
Keramik-Kondensatoren reagieren schneller, können aber nicht so hohe Kapazitäten ( bei vernünftiger Größe/Preis )
Daher macht eine Kombi Elko/Kerko meist Sinn, auch wenn die zwei Kapazitätswerte sich (vereinfacht) eigentlich einfach addieren, der kleine Keramik-Kondensator also keinen Einfluss hat. Die Position des Kondensators und die Leitungslängen gehen ja auch eher in "allgemeine Hinweise" ein, als dass man deren Einfluss mit Berechnungen auf dem Niveau des Ohmschen Gesetzes ermitteln könnte.
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Hihi, ja Elkos mach(t)en Spaß. Schaltbare Steckdosen waren da ganz prima dafür früher. ;-)
Zurück zum Thema, ich bin mittlerweile um einen funtḱtionierenden ATMega ärmer, und verstehe immer weniger. Da ich keine vernünftige Kondensator Sammlung habe, habe ich jetzt einen 100 µF Elko, und viel hilft viel, einen 1F in der Stromversorgung. Laut Arduino Software funktionierte der Upload, seither ist der Chip aber tot. Die Blink LED tut nichts mehr. Dafür sendet er seriell ein Leerzeichen nach dem anderen. Komisch ist, dass wenn ich den großen Kondensator entferne, und gleichzeitig den Plus vom Steckbrett entferne die LED vom Blinkscetch (mit neuem funktionierendem ATMega) sehr schnell flackert. Kann es sein, dass mein FTDI kapott ist?
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Das FTDI Board scheint nicht das Problem zu sein, ein Lillypad konnte ich damit ohne Probleme bespielen.
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Da ich keine vernünftige Kondensator Sammlung habe, habe ich jetzt einen 100 µF Elko, und viel hilft viel, einen 1F in der Stromversorgung.

Du hast ja jetzt gelernt, dass man nicht alle Kondensatoren in den selben Topf werfen kann und dass viel nicht unbedingt immer gleich gut ist. Der 1F Elko (hast Du das Teil aus einer Auto-Musikanlage?) ist unnötig und könnte strommässig so viel liefern, dass der ATmega beim kleinsten Kurzschluss wahrscheinlich das Zeitliche segnet. Nach Deiner Beschreibung hast Du aber keinen Kerko am Chip, obwohl Dir erklärt wurde, weshalb der nötig ist.
Deine Experimente mögen für Dich spannend sein, beklag Dich aber nicht, wenn dabei die Hardware abraucht.
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Ich werde mich bestimmt nicht beklagen. Versprochen. Aber ich sehe, dass nach dem Widerstandssortiment, noch ein Kondensatorsortiment in die Elektrokiste gehört. Parallele Kondensatoren addieren sich ja in Ihrer Kapazität. Könnte ich zwei Keramikkondensatoren 22µF anstatt einem 47µF verwenden? Ich werde mir die passenden Kondensatoren kaufen, das ist jetzt nur eine Verständnisfrage.


Grüße,

Sven
« Last Edit: September 13, 2013, 11:07:46 am by sven222 » Logged

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Entschuldigung pylon, ich habe Deine Frage vergessen zu beantworten. Der 1F Kondensator ist nicht aus einer KFZ Stereoanlage, sondern den habe ich mir besorgt, um Versuche mit verschiedenen Setups von ATTinys und LEDs zu machen, und zu schauen, wie lange ich eine  LED Pulsen kann. Mit diesem 1F Kondensator kann ich eine 20mA LED schon über 15min Pulsen. Die nächsten Versuche werden mit Low current LEDs gemacht, die dann nur noch 2mA brauchen. Der Kondensator soll eine solargespeiste Anwendung ein paar Minuten ohne Licht am Laufen halten.
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Könnte ich zwei Keramikkondensatoren 22µF anstatt einem 47µF verwenden?

Das sollte gehen, allerdings dürften das Elkos sein und nicht Keramikkondensatoren (zumindest sind mir keine bezahlbaren bekannt in dieser Grössenordung). In meinem Sortiment gehen die Keramikkondensatoren rauf bis 100nF. Der 200-fache Werte dürfte also schwer zu bekommen sein.
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Da ich keine vernünftige Kondensator Sammlung habe, habe ich jetzt einen 100 µF Elko, und viel hilft viel, einen 1F in der Stromversorgung.

Ein 1 F Kondensator braucht einen Ewigkeit bis er voll ist. Das stört wirkungsvoll den Reset es Microkontrollers. Schließ ihn ab und es wird wieder funktionieren.

Quote from: sven222
Könnte ich zwei Keramikkondensatoren 22µF anstatt einem 47µF verwenden?
Ich glaube nicht daß der 22µF Kondensator ein Keramiktyp ist.

Grüße Uwe
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Oh man, ich Idiot. Da ich so klein normal nicht unterwegs bin habe ich µF, nF und pF durcheinander geworfen. Ich werde jetzt viel nachlesen, und mein Hirn sortieren, und mich zum Thema Kondensatoren einlesen. Das ist ein Kapitel, das ich bisher komplett ausgeblendet habe.  Habe es bisher auch noch nicht wirklich gebraucht. Ich habe pF und µF durcheinander geworfen. Sorry.
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ok, wenn Du zwei 22pF Kondensatoren zusammenschließt dann bekommst Du keinen 47µF Kondensator heraus.
   smiley-wink smiley-wink smiley-wink smiley-wink smiley-wink smiley-wink smiley-wink smiley-wink smiley-wink smiley-wink smiley-wink smiley-wink

Grüße Uwe
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Na wenn man mir das so erklärt, dann verstehe das sog ar ich  smiley

Grüße,

Sven
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