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Author Topic: Shield für Aus- und Fortbildung / Jugendarbeit - Umfang/Funktionen?  (Read 980 times)
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Alternativ wäre ja auch ein Prototypen-Shield mit Steckbrett möglich. Wir wollen aber eine Lösung wo die zusätzlichen Bauteile schon fest verlötet sind. Einfach auf einen Arduino aufstecken und loslegen.

Solange keine fertigen "Shields" wie etwa das Ethernet-Shield verwendet werden sollen, würde ich es für Lehr- und Ausbildungszwecke vermutlich eher als Baukastensystem aus einzelnen Bausteinen aufbauen und handhaben:

Als "Haupt-Platine" zum Beispiel einen Arduino Nano:
http://arduino.cc/de/Main/ArduinoBoardNano
Diesen rechts und links mit einer Pfostensteckerleiste versehen und auf ein Breadboard gesteckt. Das zusammen ist dann die Controller-Experimentierplatine. Ggf. mit irgendwie fester Verdrahtung der 5V und GND Anschlüsse zwischen Arduino und Breadboard, damit die nicht ständig neu gesteckt werden müssen.

Und zum Experimentieren gibt es dann verschiedene - gerne auch fertig gelötete - kleine Platinen mit den jeweiligen Komponenten und Anschlussbuchsen drauf, ggf. auf einem kleinen Brettchen befestigt:
- ein Brettchen mit einigen Tasten drauf
- ein Brettchen mit LED-Reihe
- ein Brettchen mit "Ampel" ( 3 LED, rot, gelb, grün)
- ein Brettchen mit Buzzer
- ein Brettchen mit Poti für Analogeingabe
- ein Brettchen mit externem Display
- ein Brettchen mit DS18S20
Ggf. auch mehrere Komponenten auf einem Brettchen zusammengefaßt, etwa ein Poti, ein Buzzer, ein DS17S20, eine LED zusammen auf einem Brettchen.

Mit einem Satz Experimentierkabel kann dann leicht und nach Bedarf beliebige Komponenten mit dem Arduino auf dem Breadboard verbinden.

Und man muß sich auch nicht vorher festlegen: Sobald einem eine neue Idee für einen Sensor oder ein angesteuertes Bauteil kommt, macht man ein neues Brettchen mit Sensor/Bauteil drauf.

Und bekommt doch keine Probleme mit belegten Pins in bestimmten Situationen: Man schließt ja immer nur das an, was gerade für ein bestimmtes Experiment benötigt wird.

Und die Lernenden bekommen gleich ein Gefühl für die Schaltungen und lernen nicht nur "das Teil ist da draufgesteckt und so isses".
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hallo,

Solange keine fertigen "Shields" wie etwa das Ethernet-Shield verwendet werden sollen, würde ich es für Lehr- und Ausbildungszwecke vermutlich eher als Baukastensystem aus einzelnen Bausteinen aufbauen und handhaben:
Dieses Konzept kenn ich. Da gibt es ja auch schon viele fertige Module.

Z.B. so was: http://tinyurl.com/ojfjrbp

Wir wollen aber bei der Arbeit in der Jugendgruppe das Löten vor dem Programmieren voranstellen. Wir haben Leiterplatten für einen Arduino der noch konventionell bestückt und gelötet werden kann. Entspricht dem "Ur-Ardudino".

Ein weitere Vorteil ist das eine Lösung mit so einem "Education-Shield" unterm Strich günstiger ist als wenn wir die Grundfunktionen auf verschiedene Module verteilen.

Das geplante Shield soll da in das Konzept reinpassen. Damit sollen die wichtigsten Grundlagen vermittelt werden. Dafür sollen möglichst alle benötigten Bauteile auf das Schield draufkommen. Die Idee dies dann durch weitere externe Module wie z.B. ein Ultraschall-Sensor-Modul zu erweitern können wir mit einigen Stiftleisten auch später noch ermöglichen.

Gruss
Jürgen, DL8MA
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Arduino & Amateurfunk => http://www.dl8ma.de/Arduino

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Du solltest es trotzdem so auslegen, dass verschiendene-hm-Leistungsklassen drauf sind.
Glaub mir: es wird einige geben, die in Euphorie fallen, weil die LED dann _doch_ noch blinkt, und anderen wird das allenfalls ein müdes Gähnen entlocken.
Dann ists gut, wenn du die Schnellkapierer etwas mehr fordern kannst. So hast du Ruhe im Schiff und kannst dich auf die konzentrieren, die nicht so schnell nachkommen.

Da sind wir flexibel. Die Jugendarbeit in unserer Jugendgruppe ist sehr vielseitig. Wenn wir merken das einige Mitglieder sich doch weniger für den Arduino interessieren haben wir genug Alternativen.

Quote
Die Idee, kleine Aufsteck-"Module" zu basteln, find ich gar nicht übel. Das sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt und kostet nicht viel.
Da kann ich dann auf weitere gängige Shields zugreifen. Das Standard-LCD-Shield wäre da ein sinnvoller Schritt.

Gruss
Jürgen, DL8MA
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Du hast mich missverstanden.
Wenn du fünf Kids hast, die Arduino lernen _wollen_ hast du einen dabei, der es nach ner Stunde schafft, einige LED`s im Takt zu deinem Vortrag blinken zu lassen.
Ein zweiter kann das am nächsten Tag auch- der letzte aber wird schon so lange brauchen, um überhaupt ein Lichtlein anzubekommen.

Ich hatte das selber mal während einem Microcontroller-Lehrgang. Erwachsene: hatten damals von Conrad so ein "Entwicklungsteil"- man konnt es direkt über ne angebaute Tastatur programmieren, indem man Hexcode direkt reingefüttert hat.
Nen paar Leute haben auch nach Tagen da rein gar nichts ausgegeben bekommen, zwei andere hatten bereits am ersten Tag ne Uhr programmiert- die Dinger hatten immerhin mehrere 7-Segment-Anzeigen drauf.

Mit einer "vernünftigen" Ausgabemöglichkeit (wie eben ner mehrstelligen 7-Segment) hast du einfach die Möglichkeit, die, denen es wirklich leicht fällt (und dieses Leistungsgefälle hat man einfach in ner Gruppe), so zu beschäftigen, dass sie aus Langeweile die restlichen nicht stören.  Bei einer LED ist nach dem Dimmen Schluss- mehr wirds nicht.

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Grüssle, Sly

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hallo,

hier mal ein Prototyp des geplanten "Education-Shields":



Den haben wir auf einem Prototypen-Shield aufgebaut. Damit haben wir folgende Ausgabemöglichkeiten:

- 8-stellige LED-Leiste an Port D
- Lautsprecher ( mit einem Transistor als Treiber )
- LED an D13 auf das Shield hochgeführt

und hier ein Anwendungsbeispiel:

Arduino: 8-Bit-Binär-Zähler an Port D

Jetzt noch einige weitere Möglichkeiten dazu und das dann auf eine doppelseitige Leiterplatte. Fertig ist ein interessantes Lötprojekt z.B. für Jugendgruppen, Hackerspace usw.

Gruss
Jürgen, DL8MA
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Ich sehe da gar kein Problem, wenn einige Jugendliche schneller vorankommen. Denen kann man dann auch problemlos ein Steckbrett zur Verfügung stellen.
Für alle anderen hast du ja jetzt bereits einige Anregungen erhalten, um die Shields nach deinem Anforderungen zu gestalten. Auf gehts zum Prototyping! smiley-wink

[edit] Ich hätte bei dem verlinkten Shield nicht unbedingt D0 und D1 belegt, da diese ja für die serielle Kommunikation vorgesehen sind. Aber in Ermangelung eines anderen komplett frei belegbaren Ports ist das ja zu verschmerzen.
Ansonsten kann man deinen Code wohl noch ein bisschen kürzen: Wenn du deine Zählvaiable als Byte deklarierst, läuft die Variable einfach nach B11111111 auf B00000000 über, da sparst du dir die if-Anweisung.
« Last Edit: February 09, 2014, 06:48:29 am by sth77 » Logged

Mein Arduino-Blog: http://www.sth77.de/ - letzte Einträge: Teensy 3.0 - Teensyduino unter Window 7 - Teensyduino unter Windows 8

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