Hallo,
Vielleicht kann uns neubi noch etwas mehr zum Projekt erzählen, damit hier im Forum eine optimale Lösung erarbeitet werden kann.
das ist erst mal nur eine Überlegung. Ob das realisierbar ist, weiß ich nicht:
Ich möchte versuchen, mit dem Arduino einen Astro-Spektrographen zu betreiben. Der Aufbau besteht im Wesentlichen aus 2 Photo-Objektiven, einem drehbaren Reflexionsgitter mit 1.200 Linien/mm und einem LWL, der das Licht vom Teleskop in den Aufbau einkoppeln soll. Das erste der beiden Objektive dient als Kollimator, der das eingekoppelte, fächerförmige Lichtbündel in parallel verlaufende Strahlen verwandelt und diese auf das Reflexionsgitter leitet. Das Gitter zerlegt das Licht in seine spektralen Bestandteile und reflektiert es in Richtung zweites Objektiv. An diesem zweiten Objektiv angeschlossen ist ein lichtempfindlicher Detektor (Digitalkamera, hochempfindliche Videokamera, etc) der die Aufzeichnung übernimmt. Der Aufbau sieht schematisch so aus:

Je nach Leistungsfähigkeit des Spektrographen erhält man mehr oder weniger hoch aufgelöste Spektralaufnahmen (z.B. von Sternen), die senkrechte Emmissions- und/oder Absorptionslinien enthalten. Mit einer geeigneten Software kann man die Spektralaufnahme in einen Graphen verwandeln, in dem die Intensität des Lichtes über der korrespondierenden Wellenlänge aufgetragen ist. Diese Graphen enthalten sehr interessante Informationen die Eigenschaften von (z.B.) Sternen.
Hier ein Beispiel aus Wikimedia:

Mit einem leistungsfähigen Gitter ist die Auflösung so hoch, dass man nur einen Ausschnitt aus dem gesamten Spektrum auf den CCD-Chip bringt. Den gewünschten Spektralbereich stellt man durch Drehen des Gitters um die vertikale Achse ein.
Ich möchte versuchen, alles möglichst zu automatisieren, ohne viel Geld auzugeben. Dazu benötige ich ein Teleskop, dass die LWL-Faser automatisch längere Zeit genau auf dem Stern hält (Dafür brauche ich den Maussensor-Guider). Mein Spektrographen-Testaufbau wird derzeit mit einer Conrad-Schrittmotorenkarte via Visual Basic gesteuert. Aufnahmen erstelle ich mit einer sehr lichtempfindlichen Astro-Videokamera WATEC-120N, die an einer PC-TV-Karte hängt.
Anstelle der Video-Kamera möchte ich gerne einen Photo-Transistor oder einen anderen hochempfindlichen Sensor am Foto-Objektiv anbringen und die Aufnahme des Spektrums automatisieren.
Konkret sollte die Steuerung so funktionieren:
1. Gitter auf Startposition drehen (Motorschritte = Wellenlänge des
Lichtes)
2. Sensor mehrfach misst die Intensität des Lichtes, anschließend
Mittelwert bilden, Korrekturen durchführen (Dunkelstrom abziehen,
Fehlerrechnung anhand Toleranzen lt. Sensordatenblatt,
spektrale Empfindlichkeit des Sensors berücksichtigen, etc.)
3. Arduino sendet Wellenlänge=Motorschritte zusammen mit dem
bereinigten Sensorwert an den PC.
4. PC stellt Messergebnis in Form einer Kuve grafisch dar (z.B. mit
Visual Basic oder Processing)
5. inkrementiere um einen Motorschritt
6. gehe solange zu 2. , bis die definierte Endposition erreicht ist.
Damit könnte ich mir die Konvertierung der Spektralaufnahme in eine
Grafik sparen und hätte den ganzen Prozess weitgehend
automatisiert.
Um ein lichtschwaches Objekt spektroskopieren zu können, muss man
die Aufnahmen teilweise lange belichten (S/N-Verhältnis).
Meine Frage ist: Gibt es einen (preiswerten) Sensor, der so
empfindlich ist, dass man so etwas realisieren kann?
Gruß Jürgen