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Topic: Spannungswandlung (Read 6415 times) previous topic - next topic

foorschtbar

Quote
Man kann den Arduino mit 5V am 5V-Pin mit Spannung versorgen.


Nein, er hat sich vertan. Der Arduino läuft mit 5V (siehe USB), diese kommen aber nicht an den VIN (um den Jack zu um gehen) da dort den Spannungswandler sitzt (welcher ja wohl mehr benötigt), sondern werden nach dem Spannungswandler eingespeist.

RIght?

apogee

Richtig, das ist wie wenn du den Atmega direkt auf nem Breadboard mit 5V ausm Netzteil versorgst.

uwefed

#17
Jan 14, 2011, 05:07 pm Last Edit: Jan 14, 2011, 06:16 pm by uwefed Reason: 1
Richtig,

nur sind die "Spannungswandler" keine Spannungswandler sondern Spannungsstabilisatoren oder Längsregler. Sie ändern den Innenwiderstand so, daß am Lastwiderstand die richtige Spannung ist; praktisch sind sie ein geregelter Vorwiderstand.

Spannungswandler laden eine Spule mit Strom und entladen sie dann auf einen Kondensator. (einfach gesagt). Die Spule kann auch ein Trafo mit Primär und Sekundärspule sein. So können sie Spannung erhöhen oder erniedrigen und haben typischerweise einen Wirkungsgrad von 80 bis 90%.

Am Spannungstabilisator fällt die Diferenz von Eingangsspannung zu Ausgangsspannung ab. Beim auf dem Arduino eingebauten Spannungsstabilisator müssen mindestens 1,6V abfallen sonst funktioniert er nicht und maximal laut Datenblatt 15V bei 5V Ausgangsspannung. Wirkunsgrad: 75 bis 25%!!!

Grüße Uwe

Udo Klein

Für Schaltkästen gibt es doch schon fertige Netzteile. Sowas würde ich eher kaufen als selber bauen. Und ich müsste nicht fragen wie man sowas aufbaut. Schaltnetzteil kaufen und fertig.

Udo
Check out my experiments http://blog.blinkenlight.net

foorschtbar

Super liebe Community, ich werde mir so ein Netzteil kaufen. Alles andere ist zu aufwenig und Fehler anfällig. Sind auch nicht so teuer (18?) die dinger.

Kann man den Topic iwie schließen?

apogee

Topics schliesst hier zwar keiner, meist postet aber auch keiner mehr rein wenns erledigt ist.

foorschtbar

Hoffe Ihr könnte mir noch eine frage beantworten, sonst mach ich ein neues Case dafür auf.

Und zwar habe ich zufällig heute zwei Netzteile (Delta Elekt.) 5V 6A & 5V 8A gefunden. Diese waren in alten Netzwerk-Switches von Dell eingebaut. Was mich aber wundert, ist das die Verbindung vom Netzteil zur Hauptplatine mit mehrern, teilweise recht dicken (1mm innen Querschnitt) Kabel realisiert ist. 5V bei 8A sind doch maximal 40W die da übe das Kabel gehen müssten, das ist doch nicht so viel, das man da mit 3x 1mm Zuleitung hin und wieder 3x 1mm GND arbeiten müsste oder?

GP Helli

Hi!
meines Wissen ist der Querschnitt von Leitern haupsächlich vom Strom (A) der durchfiesst abhängig

für 8A ist 1mm²  sicherlich nicht überdimensioniert!

foorschtbar

Sind ja 3x 1mm² ... aber nur 40W? Was meinen denn die anderen?

apogee

Faustformel Leitungsquerschnitt: Stromstärke /10 = Qs in mm²

Werden halt auf 3 Litzen aufgeteilt sein, wo ist denn das Problem?

foorschtbar

Ich dachte das die gesamt Watt-Zahl maßgeblich für den Leitungsquerschnitt ist.

apogee

Bei 230V Wechselstrom mag das stimmen, ja.

foorschtbar

Also halte ich mich bei der Versorgung meiner "niederspannungs" Gerätschaften an deine Faustformel und dann passt das?

z.B. AP 5V/2A -> 0,2mm² Litze?

Realizer

#28
Jan 17, 2011, 09:05 pm Last Edit: Jan 17, 2011, 09:53 pm by Realizer Reason: 1
Es sieht doch so aus:
Der Draht hat einen Widerstand. Dieser Widerstand fällt bei 5V durchaus ins Gewicht (insbesondere bei 5V 8A) I=U/R
Bei 500 V fällt dieser Widerstand nicht mehr ins Gewicht (oder kaum) -> zu vernachlässigen

Bei 500 Volt und gleichem Leistungsverbrauch (40W) lässt sich gegenrechen wie groß der Strom ist. Nicht umsonst betreibt man Überlandleitungen mit einer sehr hohen Spannung und einem verhältinismäßig niedrigem Strom. Man könnte die Spannungsversorgung von Deutschland und der Welt auch auf 5V umstellen :) - Dann bräuchten wir Leiter die mehrere 100000 mm2 hätten.
Lange Rede kurzer Sinn: Benutze nicht diese dünne 0,2 mm2 Litze ! - Nimm 1 mm2 Massiv ;) ...1 mm2 Litze wären auch schon ganz gut. (Geh vom Extremfall aus... Der Draht erwärmt sich) - Du bist Niedrigspannung und Hochstrom ;) also dicker Querschnitt um die Ohmschen Verluste zu minimieren.
Eine Kuh macht muuhh.
Viele Kuehe machen Muehe

uwefed

#29
Jan 17, 2011, 11:26 pm Last Edit: Jan 17, 2011, 11:27 pm by uwefed Reason: 1
Hallo alle zusammen
Die Wahl des Querschnitts des Leiters ist von 2 Faktoren abhängig: Spannungsabfall und Erwärmung durch den Spannungsabfall. (Vom Material des Kabels und von der Frequenz mal abgesehen; nehme an Kupferkabel und Niederfrequenz; ansonsten bei einigen 10 kHz -> Skineffekt)

Beide Größen, Spannungsabfall und Erwärmung, sind abhängig vom Strom (Spannungsabfall linear, Erwärmung quadratisch).

Quote
wischmopp90: Ich dachte das die gesamt Watt-Zahl maßgeblich für den Leitungsquerschnitt ist.
apogee: Bei 230V Wechselstrom mag das stimmen, ja.

Es ist einzig der Strom maßgebend. Bei Wechselstrom ist die Wirkleistung (Watt) ein wenig aussagekräftiger Wert. Ausschlaggebend ist die Scheinleistung und daraus risultierender Strom; der kann bei induktiven oder kapazitiven Lasten bedeutend größer sein.
Der zulässige Spannungsabfall ist je nach Anwendung verschieden.

Bei Switchingnetzteilen für hohe Ströme kann die Ausgangsspannungs auch auf der Verbraucherplatine gemessen werden. Dies damit Übergangswiderstände an den Steckern odr Klemmen die Spannung nicht beeinfussen. Es werden einfach 2 dünne Kabel vom Verbraucher zurück zum Netzteil geführt (ähnlich wie bei einem 4poligen Shund (Meßwiderstand)).  
3x1mm2 find ich etwas viel, aber da sind sie wohl auf Nummer sicher gegangen.

Grüße Uwe



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