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Topic: Grundsätzliches Problem... (Read 6579 times) previous topic - next topic

buddhafragt

Guten Abend!
Ich würde gern mal fragen, welche Meinung die Gemeinde hier über die grundsätzliche Qualität der Programmierumgebung Arduino hat.
Vorneweg: Ich habe bislang 8 Jahre PICs programmiert, was immer recht problemlos geklappt hat. Seit einigen Wochen beschäftige ich mich mit dem AVR und dachte Arduino wäre ein guter Einstieg, weil Plattformunabhängig, einfaches C++ Konzept und so.
Irgendwie geht aber garichts so einfach:
Mal läuft ein Progamm nur auf dem PC und nicht auf dem MAC (OSX), dann nicht mal mehr auf dem PC, durchwühle ich Google: 1000x das selbe Problem, aber keine Lösung.....  :-/
Lange Rede, kurzer Sinn: Arduino schent mir seeeehr "buggy" zu sein.
Spaß macht das nicht....
Wie sind denn eure Erfahrungen?


uwefed

Hallo buddhafragt

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Mal läuft ein Progamm nur auf dem PC und nicht auf dem MAC (OSX), dann nicht mal mehr auf dem PC,

Was meinst Du mit "Programm" ?

grüße Uwe

apogee

#2
Jan 20, 2011, 08:22 am Last Edit: Jan 20, 2011, 08:38 am by saw0 Reason: 1
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Mal läuft ein Progamm nur auf dem PC und nicht auf dem MAC (OSX), dann nicht mal mehr auf dem PC, durchwühle ich Google: 1000x das selbe Problem, aber keine Lösung.....


Vielleicht haben die auch so kryptisch gefragt wie du.

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Lange Rede, kurzer Sinn: Arduino schent mir seeeehr "buggy" zu sein.


Kann ich nicht bestätigen.

Webmeister

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Mal läuft ein Progamm nur auf dem PC und nicht auf dem MAC (OSX), dann nicht mal mehr auf dem PC,

Ich arbeite mit beiden Systemen und hatte bisher nie Probleme.
Als erfahrener Programmiere solltest du den Fehler aber genauer beschreiben können. "Programm" ist etwas zu allgemein.  [smiley=thumbdown.gif]

Falls du damit die Entwicklungsumgebung IDE meinst, sind mir diese angeblichen Probleme nicht bekannt.

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Lange Rede, kurzer Sinn: Arduino schent mir seeeehr "buggy" zu sein.

Nein, kann ich so nicht bestätigen.

jkw

Also ich kann mich meinen Vorrednern nur Anschließen,
im wesentlichen wird ja auch "Arduinoseitig" nicht viel gemacht,
die IDE nimmt dein Sourcecode, packt da ein paar Bibliotheken rein, macht ein paar Ersetzungen und speichert es als C file.
Danach wird mit dem compiler dein code behandelt, als wäre es jeder andere c code.
Klar, manchmal denkt man sich "hallo?" wenn die IDE dinge nicht abfängt ( beispiel: byte test[2]; sprintf(test,"haha viel mehr als du denkst"); ) aber davon abgesehen erleichtert es viele dinge ( int einfach=digitalread(1); ) ... buggy in dem Sinne ist der AtMega im Arduino mit sicherheit nicht mehr oder weniger als jeder andere in C programmierte AtMega.

Wie sieht dein Problem aus?

Realizer

#5
Jan 21, 2011, 10:34 pm Last Edit: Jan 21, 2011, 10:36 pm by Realizer Reason: 1
Ich habe zwar nur Windowspc's, aber bei mit funktioniert alles immer einwandfrei. Uploaden der Sketches, das Auslesen der Ports, serielle Übertragungen, Displays, Sensoren und und und.

Also muss ich sagen, ich kann keine Fehler erkennen. Funktioniert super.
Eine Kuh macht muuhh.
Viele Kuehe machen Muehe

Udo Klein

#6
Jan 22, 2011, 10:53 am Last Edit: Jan 22, 2011, 10:54 am by udoklein Reason: 1
Also die Libraries sind ganz OK, wenn auch an manchen Stellen etwas schwach. Um schnell was hin zu pinseln aber eigentlich immer ausreichend. Die IDE hingegen ist unterdurchschnittlich, man muß sie ja aber nicht verwenden ;)

Gruß, Udo
Check out my experiments http://blog.blinkenlight.net

MaFu

Da muss ich Udo beipflichten. Wenn man die anderen gängigen IDEs gewohnt ist, bietet die Arduino Umgebung sehr wenig. Aber einen Fehler irgendeiner Art hat sie mir bisher noch nie produziert.
_______
Manfred

uwefed

Man muß aber bedenken an welche Zielgruppe sich der IDE wendet: an Leute die nicht an der Programmierung eines Controllers interessiert sind, sondern ihn als Mittel zum Zweck nehmen um ihre Ideen zu verwirklichen.
Da ist der Funktionsumfang ausreichend und die Einfachheit gewollt.

Viele Grüße Uwe

MaFu

Da hast Du natürlich recht. Aber gerade für Programmier-"Amateure" wären vielleicht ein paar optische Hilfen nicht schlecht.
Wenn ich meine Anfangszeit (ist inzwischen über 25 Jahre her) mit den aktuellen IDEs vergleiche: so einige der aktuellen Hilfsmittel hätten mir mit Sicherheit den Einstieg erleichtert.
_______
Manfred

Udo Klein

#10
Jan 22, 2011, 03:25 pm Last Edit: Jan 22, 2011, 03:29 pm by udoklein Reason: 1
Gerade Leute die sowas als Mittel zum Zweck benutzen hätten gerne Komfort. Mein Punkt ist nur: wenn einem die IDE nicht gefällt, na und? Man muß sie ja nicht nehmen. Ich für meinen Teil nehme sie nicht. Wem sie gut genug ist, der kann sie auch nehmen. Immerhin funktioniert sie "out of the box". Auch was wert.

Z.B. wäre eine integrierte Versionsverwaltung für Einsteiger sicher auch nicht schlecht.

Gleiches gilt für die Libraries. Wenn sie gut genug sind, dann nimmt man sie, wenn nicht ersetzt man sie. Auch hier gilt: man muß sie ja nicht nehmen.

Und genauso beim Board ;)

Gruß, Udo

P.S. Mich nervt so ziemlich alles an der IDE, am meissten die Tatsache, daß sie versucht C++ zu verstecken.
Check out my experiments http://blog.blinkenlight.net

ManfredH

#11
Jan 22, 2011, 04:27 pm Last Edit: Jan 22, 2011, 04:40 pm by Zuse Reason: 1
Hallo Udo,

kannst Du mal in zwei, drei Sätzen erläutern, was Du anstelle der IDE verwendest?
Ich schätze an der jetzigen Lösung, dass es funktioniert, ohne dass ich das Zusammenspiel beim Übertragen auf den Mikrokontroller nicht unbedingt kennen muß.
Aber das Bessere ist eben auch der Tod des Guten... :)

Gruß
Manfred

Udo Klein

#12
Jan 22, 2011, 04:32 pm Last Edit: Jan 22, 2011, 04:35 pm by udoklein Reason: 1
Ich nehme normalerweise Linux, Kate, AVRDude, ein Make oder Sconstrcut File  (früher eher make, jetzt eher scons), git sowie ein kleines Python Program für die serielle Schnittstelle. Geflasht wird je nach Laune mit dem Bootloader oder einem AVR ISP MK II. Genauer: kleine Projekte eher Bootloader, große eher MKII weil das schneller hochlädt.

Achso: und Backups mache ich per kleinem Shell Skript bzw. seit Terrabyte Platten so schnell und billig sind mit dd.

Das ist nicht ganz so einfach aufzusetzen, wie die IDE für mich aber deutlich effizienter.

Aber: die Toolchain optimieren kostet nur einmal Zeit. Wenn ich mir anschaue wieviele "compile deploy run" roundtrips ich habe und wieviel Zeit ich jedesmal spare, dann ist das für mich auf jeden Fall sinnvoll.

Eclipse könnte man auch nehmen, finde ich für meine Projekte eher übergewichtig.

Udo
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Udo Klein

Nachtrag: bei sehr kleinen Projekten verzichte ich auch mal auf git. Bei sehr sehr großen Projekten würde ich noch doxygen dazunehmen.

Außerdem habe ich irgendwo ein paar udev Dateien die dafür sorgen, daß die Schnittstellen so hochkommen (insbesondere mit den richtigen Rechten) wie ich es will.

Gruß, Udo
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