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Author Topic: Ein freundliches Hallo, verbunden mit einer ersten Frage!  (Read 1661 times)
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Ich bin neu im Forum,
bin im "Ersten Leben" Tischlermeister aber mittlerweile gern auf "Abwegen"
(Computer/Elektronik etc. im weitesten Sinne und neuerdings oft der Arduino).

Nach ersten Spielereien Blink etc. und einem Workshop in Dresden möchte ich mich nun "sinnvolleren" Dingen widmen - also hab ich heute mal probiert, den Nunchuck der Wii zu nutzen. Stelle mir da gute Möglichkeiten für VVVV und Processing vor. Mal schauen..

Nun meine Frage: Wie kritisch ist es, dass die Versorgungsspannungen voneinander abweichen? 3,3V beim Nunchuck 5 V beim Duemilanove? Das verkürzt doch das Leben des Nunchuck? Ich hab es heut zusammengebastelt mit einer kleinen Platine a la WiiChuck über todblog.... da habe ich doch kaum eine Möglichkeit was "dazwischenzubasteln". Oder könnte ich mittels PWR eine Spannung von 3,3 V "simulieren? Grundsätzlich müsste das gehen, aber wie schaut es dann mit den Sensoren auf dem Nunchuck aus? Ist denen diese Spannung nicht zu "deckig"? Oder ist das ne blöde Idee?

Über eine kurze Hilfestellung würde ich mich sehr freuen.

Mfg woodmaster, der Holzwurm



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Kann gut gehen, muß aber nicht. Es gibt 2 Standardlösungen:

1) Nimm eine Arduino Variante die mit 3.3V läuft. Nachteil: geht nur bis 8MHz
2) Besorg Dir einen "Level Konverter", z.B. sowas: http://www.sparkfun.com/products/8745. Kann man auch leicht selber bauen. Sparkfun hat auch einen Schaltplan auf der Webseite, es gibt auch bidirektionale Level Konverter falls Du das brauchst. Einfach Googlen.

Gruß, Udo
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Check out my experiments http://blog.blinkenlight.net

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1) Nimm eine Arduino Variante die mit 3.3V läuft. Nachteil: geht nur bis 8MHz
2) Besorg Dir einen "Level Konverter", z.B. sowas: http://www.sparkfun.com/products/8745. Kann man auch leicht selber bauen.

Variante 1 wäre die "Longtime-Lösung meiner Wahl, die andere hatte ich jetzt nicht berücksichtigt, da ich hoffte, es irgendwie mit dem "WiiCuck-Stecker" direkt auf der Kontaktleiste zu lösen. So muss ich es halt verkabeln...
Da das sicher noch relativ lange eher experimentelle Schaltungen sein werden um die Möglichkeiten auszuloten und meine Fähigkeiten zu verbessern muss ich wohl mit der Extra-platine und einer "fliegende Schaltung" leben.

Danke für die schnelle Antwort
und Grüße,

Thomas
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Oldenburg
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Moin,

was ist denn mit einem Spannungsteiler?


Sebastian
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dass die Versorgungsspannungen voneinander abweichen? 3,3V beim Nunchuck 5 V beim Duemilanove?
Wo kommt den die Angabe betr. 3.3 Volt her.

Der Adapter von Todbot nutzt einen analogen Port zur Spannungsversorgung.

Eine 3.3 Spannungsversorgung kannst du auch mit einer Zenerdiode und Vorwiderstand oder einem LM317-Spannungsregler aufbauen.
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@Sebastian.... das wäre sicher auch möglich, aber: siehe unten

@Webmeister....das eben brachte mich auf den Gedanken, das softwareseitig mittels PWM zu realisieren - ich fand, das wäre elegant...
Ob es dies nur für mein laienhaftes Verständniss ist, oder tatsächlich eine gute Lösung darstellt, dies war Kern meiner Frage.

Grüße,

Thomas
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das eben brachte mich auf den Gedanken, das softwareseitig mittels PWM zu realisieren
Das wäre schon ein Ansatz aber ohne externe Komponenten kommst du dabei nicht aus. Im Minimum benötigt man ein RC-Glied (Widerstand und Kondensator) damit man eine halbwegs saubere Spannung bekommt.

Der Aufwand für eine PWM-Lösung ist somit höher als die direkte Versorgung über den Arduino-Port oder als eine Dioden/Spannungsregler-Lösung.
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Der Aufwand für eine PWM-Lösung ist somit höher als die direkte Versorgung über den Arduino-Port oder als eine Dioden/Spannungsregler-Lösung.
Ich in meiner Einfalt dachte eben, ich definiere dort, wo Tod Kurth die Zuordnung der Power-Pins definiert, kurzer Hand über PWM, dass eben nicht 5 V sondern "simuliert" 3,3 V anliegen, wohl ahnend, dass die als Versorgungsspannung zu "schmutzig" ist.
Zu Deiner noch nicht beantworteten Frage nach dem "Woher der Spannung" die 3,3 Volt hab ich irgendwo im Netz gelesen wie auch die Warnung die Sensoren nicht zu grillen.
Ich hab es dreist schon an 5V gehabt, doch möchte ich es nicht herausfordern....smiley-wink

Grüße, Thomas
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@ stundenblume
Geht nicht;
Um mit einem Spannungsteiler eine halbwegs stabile Ausgangspannung zu haben braucht Du mindestens den 5 fachen Strom durch die Widertände bezogen auf den Strom den Du rausnimmst.
( I eingangspannung = 5x I ausgangsspannung) besser noch 10x.
 
@Webmeister
Der LM317 braucht je nach Strom bis zu  1,6V ( bei 200mA) ( fast 2,3V bei 1,5A) zwischen Eingang und Ausgang;  mit 5V Einspeisung wirds knapp. Da sind LOW DROPOUT 3,3V Regler die bessere Wahl.
Wenn Du mit einem externen Netzteil arbeitest ist ein LM317 am Vin sinnvoll.

@ alle
Spannungsstabilisatoren, wie auf dem Arduino oder anderen Shields zb XBee, Display, SD ecc, drauf sind besser;  Ich weiß nicht wieviel der Nunchuck Strom braucht; der Arduino 2009 gibt 50mA am 3,3 V Ausgang , der UNO gibt bis zu 150mA.

PWM Lösung: Außer den Problemen der Glättung, ein Arduino-Augang bringt nur 40mA und man kann nicht mehrere paralellschalten.

Eine Möglichkeit ist einige Dioden in Reihe schalten sodaß an ihnen 1,7V abfallen. Mit Siliziumdioden kommt man auf 1,4 oder 2,1V, mit Schottky-Dioden auf 4 Stück ca 1,6V. Bei nicht allzugroßen Strömen ist das eine Möglichkeit.

Grüße Uwe



 

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@ alle
Spannungsstabilisatoren, wie auf dem Arduino oder anderen Shields zb XBee, Display, SD ecc, drauf sind besser;  Ich weiß nicht wieviel der Nunchuck Strom braucht; der Arduino 2009 gibt 50mA am 3,3 V Ausgang , der UNO gibt bis zu 150mA.

PWM Lösung: Außer den Problemen der Glättung, ein Arduino-Augang bringt nur 40mA und man kann nicht mehrere paralellschalten

Danke für diese umfassende Erläuterung - ich finde es immer sehr hilfreich, zu wissen warum man etwas so oder so machen sollte.

Danke auch an die Anderen, fürs "laut Mit-Denken" - so etwas hilft einem immer weiter....

Grüße, Thomas
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@Uwe,

die Diodenlösung halte ich für brauchbar!
An der handelsüblichen 1N4008 habe ich über das Datenblatt ermittelt, dass die Schwellspannung, also die abfallenden Spannung, abhängig vom Strom ist:
bis ca. 9mA - 10 mA sind es 0,65 bis 0,7V (typisch),  ab 10mA bis 100mA sind es jedoch 1 V (typ.)
das heißt, mit einem Widerstand in Serie, der für mindestens 10-15mA Strom sorgt, stellt man rechenbare 1V / Diode ein.

Gruß
Manfred

Edit:
ich meine hier natürlich die 1N4148, eine Standard-Kleindiode;
eine 1N4007 gibt es auch und offenkundig bin ich bei mehr als 3 Ziffern schon überfordert ... smiley-wink
Dank an Uwe für den Hinweis!
« Last Edit: February 03, 2011, 05:11:12 am by ManfredH » Logged

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@ Manfred
Wenn ich einen (Verlust-) Strom zur Stabilisierung gebrauche, dann ziehe ich eine 3,3V Zenerdiode vor und nicht eine 2 Si-Dioden und eine Widerstand paralell zum Verbraucher.
Mit einer Diode und einem Transistor bekommt man auch schon einen brauchbaren Spannungs-Stabilistor. (schaltbild müßte ich suchen ...)
Grüße Uwe
 
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@Uwe

natürlich hast Du nicht unrecht ... smiley-wink
der (Verlust)Strom sorgt eben für einen Arbeitspunkt, an dem Du sicher mit 1V Schwellspannung pro Diode rechnen kannst.

Gruß
Manfred
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Ich weiß nicht wieviel der Nunchuck Strom braucht; der Arduino 2009 gibt 50mA am 3,3 V Ausgang , der UNO gibt bis zu 150mA.
Wieviel Strom vom Nunchuk (korrekt ohne ck) kann ich nicht sagen. Da aber in der Lösung von Todbot einen Arduino-Ausgang als Stromversorgung verwendet (A02: GND, A03: Vcc), scheint die Stromaufnahme relativ gering zu sein.

Ich werde die Stromaufnahme mal prüfen und euch mitteilen, da ich noch einen Nunchuk mit abgeschnittenem Stecker besitze.  smiley
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