Go Down

Topic: Platinen selber herstellen (Read 10232 times) previous topic - next topic

Megaionstorm

Danke für den Hinweis Gurkengraeber, steht jetzt auf der Kaufliste !
Mein Arduino Projekte Blog:
http://ardu-megatank.blogspot.de/

Gurkengraeber

Quote
Danke für den Hinweis Gurkengraeber, steht jetzt auf der Kaufliste !


Vorher das ansehen: http://www.amazon.de/Rebuilt-Toner-Samsung-ML-1660-SCX-3201/dp/B005125BL0/ref=cm_lmf_tit_2_rdssss0

Eine Toner-Kartusche ( nicht mal Original ) kostet 39,- Mäuse. Die eingebaute Kartusche ist ( vermute ich ) wieder nur halbvoll.
Der Optimist sagt: Die Kartusche ist halbvoll
Der Pessimist sagt: Die Kartusche ist halbleer
Der Ingenieur sagt: Die Kartusche ist doppelt so groß, wie sie sein müsste.

MfG

Megaionstorm

Der Vorrausschauende sagt:
Es gibt Refill-Kits, mit dehnen kann auch der notwendige Kartuschenchip geresetet werden.
Mein Arduino Projekte Blog:
http://ardu-megatank.blogspot.de/

Gurkengraeber

Einen Chip-Reset braucht der gar nicht, soweit ich das übersehe.
Aber Toner per Hand einfüllen ( In Germanien gibt es keinen losen Toner mehr. )  ?
http://www.youtube.com/watch?v=Oa5wzLN4Jgw
Non Problemo mit "Chipico" habe ich rausgehört.

Die Original-Kartuschen von Samsung sind ab 49,- Euro zu haben.

MfG

Orang


Funktioniert das aufbügeln des Layouts auf die Kupferschicht der Platine, Direkt-Toner-Methode, auch mit dem Ausdruck den ein Fotokopierer im Copyshop erstellt ?


Ich selbst habe eine sehr zufriedenstellende Platine mittels einer im Copyshop bedruckten Folie erstellt. Spart das Rumgewerkel mit Wasser und Spülmittel, da der Toner direkt und ohne Papierumweg von der Folie auf die Platine gebracht wird. Braucht aber ein bisschen Übung, habe einige Anläufe mit der Folie hinter mir und bei sehr feinen Strukturen schätze ich Papier noch als überlegen ein. Da nicht immer der komplette Toner mit auf die Platine kommt, gibt es bei diesem Verfahren meist noch die ein oder andere Lücke in der Tonerschicht. Ein simpler Edding 500 bzw. ein Edding zum CDs beschriften haben sich bei mir aber als beständig gegenüber Natriumpersulfat erwiesen. Damit lassen sich evtl. Fehler sowohl bei Folien- als auch bei Papiertransfer noch ausbessern. Alles aufbauend auf der Beschreibung von Thomas Pfeifer und dieser hier, was das Verfahren mittels Folie betrifft.

Gurkengraeber

Quote
und bei sehr feinen Strukturen schätze ich Papier noch als überlegen ein


Kopierer-Papier meinst du ?

Quote
Ein simpler Edding 500 bzw. ein Edding zum CDs beschriften haben sich bei mir aber als beständig gegenüber Natriumpersulfat erwiesen.


Ja den nehme ich auch. Geht auch mit Eisen-III-Chlorid als Ätzmittel. Nur eben feine Sachen lassen sich mit dem Edding ( dünnste Strichbreite 0,5 mm ) nicht machen.
Bei einer Rasterweite von < 2,54 mm ( 1/10 Zoll - Inch ) muss ich mit Leitsilber nachhelfen. Die Edding-Leitbahnen werden unterätzt.

MfG

Orang


Quote
und bei sehr feinen Strukturen schätze ich Papier noch als überlegen ein


Kopierer-Papier meinst du ?



Nein, das vorgeschlagene Katalogpapier. Habe ich selber noch nicht probiert, aber meine Erfahrungen mit der Folie sprechen eben dafür, dass so feine Strukturen wie sie schon mit Katalogpapier als Träger erzielt wurden, auf diesem Weg nicht gelingen.

Freakazoid

#22
Jul 13, 2011, 03:20 pm Last Edit: Jul 13, 2011, 03:22 pm by Freakazoid Reason: 1
Ich habe vor einiger Zeit auch das Tonerätzen verwendet.
Ich finde es aber viel zu Zeitaufwändig und habe auch nie wirklich saubere Ergebnisse bekommen.

Seit einiger Zeit benutze ich Fotoplatinen, die ich mit einem alten Gesichtsbräuner belichte und bin wirklich sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Hier gibts ne sehr gute Anleitung (mit anderen Materialien):
http://www.youtube.com/watch?v=tWnfnt2rNO0

Die Platinen, den Entwickler und das Ätzmittel beziehe ich von Reichelt.

Platinen: http://www.reichelt.de/einseitig-beschichtet/BEL-160X100-1-8/index.html?ACTION=3&GROUPID=3368&ARTICLE=32773
Entwickler: http://www.reichelt.de/Aetzmittel-Entwickler/ENTWICKLER-250G/index.html?ACTION=3&GROUPID=3375&ARTICLE=7401
Ätzmittel: http://www.reichelt.de/Aetzmittel-Entwickler/AeTZMITTEL-600G/index.html?ACTION=3&GROUPID=3375&ARTICLE=23424

Falls jemand günstigere Quellen für die Materialen hat immer her mit den Infos :)


Megaionstorm

Vielen Dank für den netten Hinweis.

Preise sehen doch eigentlich fair aus !
Mein Arduino Projekte Blog:
http://ardu-megatank.blogspot.de/

Freakazoid

Ja da hast du Recht.  :)

Jedoch hab ich relativ viel Material verbraten um herauszufinden, wie ich am Besten mit dem Gesichtsbräuner belichte ;)

Megaionstorm

Was für einen Gesichtsbräuner benutzt du den ?

Gibt ja verschiedene !
Mein Arduino Projekte Blog:
http://ardu-megatank.blogspot.de/

sui

Möchte nicht mal jemand einen "Platinen herstellen"-Workshop in Hamburg anbieten?

Die ganzen Anleitungen aus dem Netz sind ja ganz nett, aber ohne Garage/Hobbykeller/Schuppen und Kleinkindern im Haus ist die Hemmschwelle zum Rumpanschen für einen absoluten Laien doch ganz schön hoch :)

piaggi0

Für Berliner könnte ich einen "Workshop" anbieten :D

Gurkengraeber

#28
Jul 15, 2011, 02:12 pm Last Edit: Jul 15, 2011, 02:22 pm by Gurkengraeber Reason: 1
Hallo !

Quote
Was für einen Gesichtsbräuner benutzt du den ?
Gibt ja verschiedene !

Ja, aber alle nutzen die Phillips-Röhren ( oder weiss jemand was anderes ? )
Beim Entwickeln wird bei mir alles ungleichmäßig schwarz.

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Mein Laser-Printer ist gestern angekommen ( der für 44,- Mäuse ). Gestern gleich 5 Drucke probiert. ( Jetzt fehlen mir Handbücher,  Ich sehe mir schon meine Amiga 1200 - Handbücher an, und die haben ab sofort Angst vor mir ! )

2 Platinen sind nach dem Ätzen gut geworden. Mit 65° warmen Wasser geht Ammonium-Persulfat am besten. Nach einer Stunde sahen die Platinen perfekt aus, mit Scheuerpulver abgerieben, mit Lötspray eingesprüht, und jetzt habe ich 2 Giess-Melder gelötet, die mir sagen wann meine Pflanzen Durst haben. Mein Eisen-III-Chlorid war schon etwas länger benutzt ( ist länger benutzbar ), aber da gab es Weg-Ätzungen von ganzen Leiter-Bahnen.

Zum Ätzen nutze ich übrigens einen alten 16-Ohm-Lautsprecher aus einem Röhren-Radio ( Durchmesser ca. 20 cm ), auf den ich die Ätz-Schale stelle. Den Lautsprecher schließe ich an 3-6 Volt ~ ( Wechselspannung ) an. Das Brummt ! Man kann auch Rammstein verwenden, aber dann schwappst über !

MfG


Freakazoid


Was für einen Gesichtsbräuner benutzt du den ?

Gibt ja verschiedene !


Das ist son altes DDR-Teil.
Es ist eine Höhensonne. Die heißt UV-Kleinbestrahlungsgerät :).

Go Up