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Author Topic: Photobeschichtete Platinen mit Laser belichten.  (Read 4901 times)
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Das was Uwe sagt ist genau der Punkt. Wer nicht schon weiß wie man X baut, der hat in der Regel auch keine Ahnung wie man X sicher aufbaut. Und wenn X ein "Spielzeug" zu sein scheint was man mit "einfacher" Anleitung leicht selber zusammendengeln kann, dann ist so eine Anmerkung schon OK. Sicherheit kann nur dann zuerst kommen wenn man die Gefahren überhaupt erst erkennt.
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Und wie hat A gelernt X zusammenzubauen ohne sich die Genitalien zu versengen, während B X zusammenbauen möchte, vom C zurechtgewiesen wird, dass es nichts für B ist, da sich A fast die Genitalien versengt hätte - weil zumindest die Möglichkeit bestand?

Versteht mich nicht falsch - Ich bin Bastler, ich bastle gerne. Basteln impliziert allerdings nicht Pfuschen - da ich zeitgleich Perfektionist bin. Geht einfach davon aus, dass man gefährliche Dinge tun kann, ohne dass der worst-case eintritt, da man alle Sicherheitsbestimmungen einhällt. Ich bin, glaube ich, alt und vernünftig genug um - nach auf einem Hinweis der Risiken und der vermeidung selbiger - mir mein fehlendes Wissen anzueignen, ohne dass Dauerhafte Schäden entstehen.

Meiner Meinung nach ist probieren wesentlich gefährlicher, als sich mit einem konkreten Problem an Leute zu wenden, die sich dazu äußern können, da sie erfahrung damit haben. Ein Beispiel, dass ich gerne meinen Lehrlingen erzähle ist die Erfindung des Dynamits:

Erfunden von Alfred Nobel (Ja, der Nobelpreis Nobel) in der Intention, Nitroglycerin sicherer lagern zu können. Da er allerdings selbst keine Ahnung hatte, was Nitroglycerin anrichtet, hatte die Erfindung Dynamit folgende Konsequenzen: Mehrmals flog sein Labor in die Luft - einmal starb dabei einer seiner Angestellten, das nächste mal sein eigener Bruder plus 4 weitere Personen. Die eigentliche Erfindung war, trotz jahrelanger Forschung, mehr dem Zufall, als seinem Wissen verschuldet: Eines Tages kam es bei einem der zahlreichen Transporte von Nitroglycerin zu einem Zwischenfall, bei dem eines der Transportgefäße undicht wurde und reines Nitroglycerin auf die mit Kieselgur ausgepolsterte Ladefläche des Transportwagens tropfte. Die entstandene breiige Masse erregte die Aufmerksamkeit der Arbeiter, so dass sie diesen Vorfall später an Nobel meldeten. Ihm gelang hierdurch endlich die ersehnte Herstellung eines handhabungssichereren Detonationssprengstoffes. Der langjährige Umgang mit Nitroglycerin hatte allerdings zur Folge, dass Nobel an Herzrythmusstörungen durch zu niedrigem Bluttdruck litt - was schlussendlich auch sein Todesurteil war. Und die Moral von der Geschichte? Hätte er jemanden gehabt, den er Fragen hätte können; jemanden der bereits diese Erfahrungen gemacht hatte und sich über die Risiken bewusst war, hätte Nobel weder sein eigenes Leben, noch das Leben anderer gefährden müssen um ans Ziel zu kommen. Also lieber mal nachfragen, wenn man etwas nicht weiß - als mit try-and-error sich und andere zu gefährden.

P.S: Und ein "Mach das nicht!" hilft hier genauso wenig wie damals Afred Nobel: Als nach der verhehrenden Explosion bei der u.A. sein Bruder starb, Stockholm Nobel verbat weiter zu forschen - zog er einfach um.

Gruß
Marcus
« Last Edit: April 10, 2012, 01:54:53 pm by Marcus W » Logged


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War mal ein schöner Thread hier.  smiley-evil

Ist alles Offtopic... hier gibts doch auch einen Mod oder?  smiley-sleep

Ich denke Der der nicht in der Lage ist herauszufinden was er nun für eine Diode braucht ist Perfektionist genug um festgestellt zu haben,
daß Laser teuer und gefährlich sind, und das er das auch hätte selbst rausfinden können.

Wo er Module bekommt weiß er auch, und auch was die kosten... 25€ aus Blueraybrennerschlitten wenn man sich den Treiber selbst bastelt... - 100 Euro mit "ordentlichem" Treiber
bei 100mW UV Laser... und wenns mehr Watt werden sollen dann wirds ihm eh zu teuer....

Wenn hier noch niemand mit Lack und einem 100mW Laser gearbeitet hat (100mW UV zwackt auf der Haut.... so daß man automatisch die Hand wieder wegnimmt...Netzhaut ist im Arsch wenns schief geht) werden wir wohl nicht erfahren ob es mit 100mW Lackschmurgeln funktioniert.

Also anstatt hier ein Buch zu schreiben oder rumzuposen können wir langsam ja wieder zujm Thema zurückkehren und den Rest in der Brabbelecke fortführen.
Schlimm sowas... fast Null gehalt... und nun auchnoch ein Buch über Nobel,.... ausgerechnet...

Ist ja alles schön und gut, würde vorschlagen hol Dir ein Modul und forsche... wie dein Vorgänger Nobel... wir helfen Dir gern.... aber bitte guck nicht in den Strahl, nutze eine Schutzbrille und denk dran das starke Laser eine rechtliche "dunkelgrau" Zone sind... also nur innerhalb der Wohnung und wenn du eine kleine Schwester hast, dann vorher die Tür abschließen oder besser noch einen Kasten drüber (schon allein wegen Streulicht und unvorhersehbare Reflektionen)....
 
An Deiner Stelle würde ich mir den 100mW UV Laser für 100,- holen.... da bist du auf der sicheren Seite... Lack dürfte er schaffen... und wenns nicht so klappt wie du denkst, dann schaffft er auf alle fälle die Photoschicht oder eben zu belichten...

Viel Glück und Spaß...
und denk an die Vorschriften und die Sicherheit...
und berichte wenn Du erste Erfolge hast....

Lieber Gruß
ChrisS



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hallo ChrisS, hallo an alle.

Ich tue mich ein bißchen schwer jetzt was zu löschen da OT (zumal ich selbst etwas dazu beigetragen habe  smiley-wink smiley-wink smiley-wink ).
Die Diskussion über Gefährlichkeit ist sicher berechtigt. Eine Anektote ...

Ich bitte mal alle zum Thema dieser Diskussion zurückzukommen und bei Bedarf an weiterer Diskussion über wie man Gefahren anderen begreiflich macht, einfach eine neue Diskussion aufzumachen.

Danke

Viel grüße Uwe
dieses mal Modertor
« Last Edit: April 10, 2012, 04:29:31 pm by uwefed » Logged

Wien
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hallo ChrisS, hallo forum,

wieso mehraufwand mit lack ? ich nehm eine unbeschichtete platine und sprüh sie ein...
lasern...
ätzen...
lack abwaschen, fertig
diese fotobeschichtung muß man ja auch noch entwickeln oder so, nicht wahr ? in erster linie nehm ich den schwarzen lack aber, weil man dann alles schön optisch sieht. das lasern und das ätzen.
zu "SMD proof of concept": sag mir wie, und ich proofs mal...
ganz ehrlich, ich hab' das ganze ja erst einmal probiert, wie Ihr an der platine seht (die lötaugen zu klein). wart' noch auf einen proxxon von amazon, dann geht's wirklich los. naja, los gehen ist übertrieben, ich brauch ja nur eine kleine platine, um mit dem arduino meine 26 led-lanpen im wohnzimmer einzeln zu schalten.
aber zu dem SMD "proof of concept": ich zeichne meinen schaltplan mit sPrint layout, exportiere auf plt und das programm der laser-anlage kann das öffnen. dort leg ich noch die linienbreite fest (sPrint exportiert das irgendwie nicht, ich hab' beim laser einfach alles auf 0,25 eingestellt), und fertig. ich kann gern mal einen definierten test machen, wenn Du mir sagst, wie.
interressant  ist das ganze natürlich, wenn man damit etwas machen kann, was sonst nur mit viel aufwand oder teuer möglich ist, aber da kenn ich mich nicht aus, wie Ihr schon erkannt habt..
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gruß bär

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Wien
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und wieso steht da plötzlich meine ip im post ?
stört mich nicht, aber seltsam...
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Clipboard?

Das von dir angeführte Argument finde ich eben gerade so interessant - man spart sich das Entwickeln.
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Könntest Du einfach mal den Footprint von FTDI FT232RL plotten und ätzen in der Lackvariante?
Ich glaube den kennt hier fast jeder, und man hätte einen optischen Anhaltspunkt was machbar ist...

Wäre cool!

Lieber Gruß
ChrisS
 
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hi,

nach langer zeit, aber immerhin...
ist ein layout für einen TLC5940, hat aber die gleichen abstände...
ich denke, wenn ich's ein minütchen länger im natriumpersulfat gelassen hätte, wären die linien noch gerader geworden.
gezeichnet mit corel draw, ich weiß nicht, ob ein layoutprogramm sowas auch macht. wenn meines für's isolationsfräsen exportiert, macht es eine linie um jede leiterbahn, ich will aber eine trennlinie zwischen zwei leiterbahnen...

gruß, stefan


* platine01.jpg (70.74 KB, 776x116 - viewed 60 times.)

* micro01.jpg (231.04 KB, 745x547 - viewed 60 times.)
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Wien
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übrigens:

das erste bild ist nach dem lasern, das zweite nach dem ätzen und abwaschen des lacks...
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Wow, ich muß mal nach Wien fahren ...

Grüße Uwe
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Wien
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würde mich freuen...

aber davon abgesehen gibt es viele firmen, die sowas machen. einfach laserbeschriftung googlen.
ich müßte mit unserem laser auch halb so dick können, aber finde nicht die richtigen einstellungen. nächstes jahr kommt ein neuer, der geht runter bis 0,05mm.

gruß stefan

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