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Author Topic: Gibt es 0-20 W Netzteile? (Led Beleuchtung)  (Read 735 times)
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Hey Leute,

ich plane mir eine Zimmerbeleuchtung mit LEDs zu bauen. Die möchte ich abends stark Dimmen können, also brächte ich z.T. sehr wenig Leistung.

1)Von normalen Netzteilen (Spulen Trafo) habe ich gelesen, dass sie bei wenig Leistung nicht anspringen. Ist das wahr?
Ich habe zwei 12V, 0.8A und 4A Netzteile rumliegen, die würde ich verwenden.

Es sei gesagt, dass ich sowieso mit Relais arbeite und die Netzteil zuschalten könnte.
2)Interferieren zwei unterschiedliche 12V Netzteile böse miteinander und fliegen in die Luft? Ich nehme an, dass an den Gleichrichterbrücken jegliche noch so kleine Spannungsdifferenz "hängen" bleibt.

Das ganze wird mal eine Lichtsteuerung mit (Licht-)Wecker, daher hat der Arduino sowieso die ganze Zeit Strom.

3) Die Konstantstromquellen, die man so erwerben kann sind alle für 30 oder 84V ausgelegt, aus meiner Steckdose kommen aber ~230V. Wofür sind die?
4) Und kann mir jemand vielleicht ein Netzteil empfehlen? LEDs sind noch nicht entschieden, aber so die Größenordnung 20W.

liebe Grüße
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1) Ein Netzteil mit Trafo funktioniert bis 0A Ausgangstrom (leerlauf). Problematisch kann es mit Schaltnetzteilen werden sofern sie nicht für Leerlauf ausgelegt sind. Es kann zu Regelproblemen kommen und der Überspannungsschutz ansprechen und so das Netzteil sich ausschalten oder pulsen.
2) Netzteile am Ausgang zusammenschalten ist fast nie gut. Ausnahme sind Schaltnetzteile die dafür konzipieret sind und dann meist nur bei 2 oder 3 gleichen Modellen zulässig.
3) Du brauchst ein Netzteil das von der Netzspannung zu Eingangspannung des KSQ herunterwandelt. Dei Eingangsspannung muß einige Volt höher als die LEDspannung sein.
4) mal nicht. 
anderer Ratschlag: Falls Du nicht einfarbige LEDS verwenden willst sondern RGB-LED: Kauf Dir LEDs die Du in Reihe schalten kannst also die alle Anoden und Katoden herausgeführt haben (also keine mit gemeinsamen Anoden oder Katoden). Nur die kannst Du in Reihe schalten. Jede Reihe und Farbe braucht eine eingene KSQ.

Schreib uns mal an welche LED Du so gedacht hast.

Grüße Uwe
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Ich wollte 1 oder eher 2 von den CREE XM L T6 nehmen. (http://www.led-tech.de/de/High-Power-LEDs-Cree/CREE-Module/3-x-CREE-XM-L-T6-auf-Rundplatine-LT-1749_120_117.html) Der Raum hat ca 15m², ich denke mit 2 bin ich auf der sicheren Seite. Zur Zeit habe ich 2 9W Energiesparlampen (sollten ca 90W Glühbirne also ca 1000lm sein) , die gehen gerade so - etwas mehr hätte ich schon gerne.

Die LED ist mit 840 - 2985 Lumen, 700-3000mA angegeben. Ähh, dann reicht doch eine? Stopp, die werden nicht ohne Grund 700mA "empfehlen"... ich will ja nicht im Sommer Siliziumsuppe haben;)

Die Spannung ist mit 8,7 - 12 V angegeben. Kann ich da mein 12V Netzteil überhaupt gebrauchen?

zu 1) pulsen sagst du? Ich habe an das 12V, 0.8A Netzteil eines Ladegeräts ein LED Stripe (120mA) drangehängt und das Flackert wie blöd. Aber das ist wohl einfach nur eine fehlende Stabilisierung.

RGB wäre ganz witzig, ist aber um Welten teurer und etwas aufwendiger: Eins nach dem anderen.

Danke für die schnelle Antwort und liebe Grüße
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Überleg Dir das mit den LED nochmal; diese LED senden zum Unterschied von Energiesparlampen oder Glühlampen einen Lichtkegel und nicht fast in alle Richtungen. Das ergibt sehr viel weniger diffuse Beleuchtung. Du leuchtest nur Teile des Zimmers aus.
Du brauchst einen Kühlkörper für die LED. Du brauchst eine Konstantstromquelle bis 3A.

Grüße Uwe
« Last Edit: March 04, 2012, 06:28:55 pm by uwefed » Logged

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zu 1) pulsen sagst du? Ich habe an das 12V, 0.8A Netzteil eines Ladegeräts ein LED Stripe (120mA) drangehängt und das Flackert wie blöd. Aber das ist wohl einfach nur eine fehlende Stabilisierung.
Dann war es vermutlich ein Netzteil mit Wechselspannung sekundärseitig (im schlimmsten Fall) oder aber eines mit Brückengleichrichter, aber ohne Glättung.
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100Hz pulsen wegen fehlenem Kondensator sieht man nicht.
Ich denke eher daß der LED Streifen das Netzteil überlastet.
Grüße Uwe
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Naja, was heißt schon flimmerfrei. Angeblich sind LED-Rücklichter von Autos auch flimmerfrei...
Zudem kommt ja auch immer auf das Puls-Pause-Verhältnis an - die PWM des Arduino hat ja typischerweise 490 Hz (hab neulich mit dem Oszi nachmessen können) wenn man da in die unteren Bereich <20 kommt nehme ich auch ein Flimmern der LEDs wahr.

Zur möglichen Überlastung des Netzteils: 12V, 0,8A mit einem LED-Streifen mit 120 mA klingt noch nicht nach Überlastung. Sind auf diesen Streifen eigentlich Vorwiderstände zum Betrieb an 12V verbaut?
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Hey,
ich wollte mit den Lampen von einem Regal aus an die Decke leuchten, da ist der Winkel nicht so schlimm. Wenn ich die Lampen an die Decke hänge und reinschaue werd ich ja blind! Nicht, dass das meine Absicht wäre, aber ich wollte eh difuses Licht.

Zum Pulsen:
Ja, der Streifen hat Vorwiderstände. Das mit dem Flackern glaubt erst mal keiner, aber man kann das wirklich sehen. So wie beim Röhrenmonitor, einigen Neonröhren und bei viel zu vielen LEDs, da sie mit kleiner Frequenz gedimmt sind. Spätestens wenn es dunkel ist und sich die Lichtquelle bewegt hinterlassen viele Lampen gepunktete Linien auf der Netzhaut. Das kann man auch wunderbar mit einer Kamera nachweisen.
Und es reicht natürlich auch wenn sich die Netzhaut bewegt, wenn man woanders hinschaut: Beamer+Videoabend. Man schaut auf die andere Seite der Szene und sieht dann rote grüne oder blaue Spuren neben dem Bild, jenachdem, was der Beamer zuletzt angezeigt hat... naja, vielleicht sind meine Augen auch etwas hypersensibel.

Zurück zu den LEDs:
Ich könnte einen Vorwiderstand  von 12V (vom 4A Netzteil) auf 10V runter nehmen und per Transistor dimmen. Oder spare ich da an der falschen Stelle und sollte eine KSQ nehmen? Es wäre halt ne sehr simple und günstige Variante! Wie gesagt, die LED gibt sich mit ca 8-12V zufrieden.

Ich werde mal nachmessen, was aus dem unbelasteten Netzteil (ausgedienter TFT) an Spannung raus kommt. Vielleicht ist das ja sogar schon eine Konstantspannungsquelle.

liebe Grüße
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die PWM des Arduino hat ja typischerweise 490 Hz (hab neulich mit dem Oszi nachmessen können) wenn man da in die unteren Bereich <20 kommt nehme ich auch ein Flimmern der LEDs wahr.

Man kann zum Einen einfach mit delayMicroSeconds selbst pulsen und zwar deutlich schneller, und zum Anderen hat man einfluss auf die Timer des Atmega über den prescaler factor. Es gibt drei Timer und jeder bedient zwei Pins, die Timer haben unterschiedliche Modi

Hier ein Cheat-Sheet mit Timern, Pins und deren Prescale-Faktoren und resultierenden Frequenzen:
http://arduino.cc/playground/Main/TimerPWMCheatsheet

Die stimmen nicht ganz, die korrekte Formel lautet 16000000/(510*faktor) für Timer 1 und 2 aber 16000000/(256*faktor) für Timer 0 wobei 16000000 die Taktfrequenz des Atmega ist. Das würde auch die gemessenen 490 Hz erklären. 16000000/(510*64) sind grob 490.2 und 64 ist für alle Timer der Standarddivisor.

Über den prescaler kann man bei Timer 0 (Pins 5 und 6) also beispielsweise bis zu 62500 Hz erreichen, bei den anderen immerhin noch bis etwa 31372 Hz ... mehr als genug um das Pulsen nicht mehr sehen zu können smiley-wink

Achtung: Timer 0 kontrolliert delay() und millis(). Deshalb läuft Timer 0 auch grundsätzlich fast doppelt so schnell, weil er mit dem Standarddivisor so auf einer Frequenz läuft, die gut genug ist um Millisekunden zu berechnen ... also vielleicht besser mit Timer 1 und 2 spielen
« Last Edit: March 05, 2012, 07:07:52 pm by lastfuture » Logged

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