Go Down

Topic: Steuerung von Ventilen und Kamera für TaT-Aufnahmen (Read 67574 times) previous topic - next topic

agmue

@mgcss: Guter Hinweis, hatte die 22Ω als 220 gelesen, brauche wohl doch eine Brille :o

SFH610A-1 sollte einen Vorwärtsstrom von 10 mA benötigen, da sind Deine 330 Ohm genau richtig :)
Wahnsinn und Verstand trennt nur eine dünne Wand. (Daniel Düsentrieb)

mgcss

@agmue: ich habe eine Brille und übersehe trotzdem genug :-)

agmue

@agmue: ich habe eine Brille und übersehe trotzdem genug :-)
Wo Du es sagst, ich habe sogar mehrere, eine zum Lesen, eine zum Löten ... dann hatte ich wohl die falsche auf, oder bin einfach zu blöd, oder der leckere Duft des Mittagessens hat mich abgelenkt. Es gibt so viele Fehlerquellen :)

Danke für die moralische Unterstützung :)
Wahnsinn und Verstand trennt nur eine dünne Wand. (Daniel Düsentrieb)

mgcss

hehe ... ich hab mir neulich erst ne Leucht-Lupe zum Löten besorgt ... die geb ich nie mehr her :D Und für die Kontrolle von kleinen Lötungen sogar noch ein USB-Mikroskop

Hans Clarin hat mal gesagt während er nach seiner Brille suchte: "Wenn der Geist nachläßt, muss die Optik her!"

photojo

Vielen lieben Dank!

Das ist der Stand der Dinge:

- die 22 Ohm waren definitiv falsch: der Zeichner des Planes und der Stückliste hat sich offensichtlich verschrieben
- mit den 220 Ohm geht es
- offensichtlich habe ich mir aber einen OK geschrottet
- das Arduino liefert immer noch die 4,96 V auf diesem PIN (denke nicht, dass es kaputt ist, oder?!)

Könnte ihr bitte noch sagen, ob der 1kOhm Widerstand auf der Seite des Magnetventils passt, um weitere "Zerstörungen" zu vermeiden?! DANKE!
Gruß
Jo

mgcss

Liest Du eigentlich die Antworten hier? Ich glaube nicht, dass Du schon einen Blick in den mikrcocontroller Beitrag geworfen hast. Denn dann wüßtest Du, dass die Schaltung rechts vom OK immer noch Murx ist.

a) LIES DEN BEITRAG
b) entscheide Dich für eine der 3 Grundschaltungen, die dort beschrieben sind
c) baue sie ohne Ventil mit den im Beitrag verwendeten Widerständen nach
d) informiere Dich über MOSFET's und Freilaufdioden
e) schalte Dein Ventil mit einem MOFET, der vom OK gemäß der von Dir aus dem Beitrag ausgewählten Grundschaltung angesteuert wird.

Da wir keine Ahnung haben, welche Ventil Du verwendest (und insbesondere wie viel Strom die darin verbaute Spule zieht), kann es statt mit dem MOSFET auch mit einem "normalen" Bipolar-Transistor gehen. Mit dem MOSFET bist Du aber auf der sicheren Seite.

Und auch das nochmal: ein OK ist für Dein Projekt eigentlich nicht erforderlich und ich sehe darin in Deinem Fall keinen echten Mehrwert. Einfacher wird das ganze, wenn Du einen MOSFET wie den IRLZ34 nimmst und ihn direkt ansteuerst ... aber auch das habe ich schon gesagt. Oder erklär uns doch mal, warum Du es unbedingt mit einem OK machen willst!

HotSystems

Oder erklär uns doch mal, warum Du es unbedingt mit einem OK machen willst!
Vermutlich weil der TO es mit einer nicht funktionierenden Schaltung aufbauen wollte und diese wegen fehlender Erfahrung nicht selbst anpassen kann.

Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

photojo

Hallo,

ich habe das Forum genau gelesen, auch das mit dem MOFSET. Da ich diesen aber am Sonntag nicht auftreiben kann und eben nur den von mir gepostet Schaltplan inkl. der entsprechenden Bauteile zuhause habe, wollte ich eben "meinen Plan" weiterverfolgen.
Selbstverständlich baue ich alles erstmal ohne Ventil, es geht übrigens um diese http://www.eventile.de/Magnetventile/6mm-Anschluss/12V-DC--o--STECKER--SCHW--180.html

Gruß
Jo
Gruß
Jo

photojo

Ich besorge mir morgen, Mo, den mosfet-infineon-technologies-irfz34npbf-1-n-kanal-68-w-to-220, den hat mein Händler vorrätig. Ich hoffe, das harmoniert dann mit meinem Ventil, s.o.
Passt das dann so?

Wärst du unter Umständen so nett und sagst/zeichnest mir Laien, wie ich die Schaltung nun korrekt fertig stelle?

Vielen Dank!
Gruß
Jo

mgcss

ich gehe mal davon aus, dass es um diese Spule geht:http://www.eventile.de/Magnetventil-Ersatzteile/Spulen-fuer-Magnetventile/SERIE--O18--O50--O60--O92-4.html Die "verbraucht" bei 12 V 10 Watt. Damit fließt ein Strom von 0,83 Ampere. Das ist für einen "normalen" Transistor schon recht viel. Ein "Wald und Wiesen" Transistor wie der BC547 schafft lt. Datenblatt nur max.  0,1 Ampere. Von den Max.Werten des Datenblattes sollte man aber immer nur 50% ausnutzen. Mit einem einfach Bipolar-Transistor wird das schwer - mir würde zumindest keiner einfallen. Es wird wohl auf alle Fälle ein Darlington-Typ werden müssen wie zum Beispiel ein TIP120.

Mach Dir also selbst das Leben leichter und verabschiede Dich als aller erstes von dem Gedanken, dass Dir ein OK in irgendeiner Weise hilft. Dann nimm einen Logic-Level MOSFET wie den IRLZ34 und zwei Widerstände (100 Ohm zwischen Arduino und Gate des MOSFET sowie 10k zwischen Gate des MOSFET und GND). Alles andere wird nix. Ein Schaltplan-Beispiel ist in einem der beiden ebay Links, die ich weiter oben schon gepostet hatte im zweiten Artikel-Bild (auch genau mit den von mir genannten Widerstandswerten). Zusätzlich ist in dem Bild nur noch eine LED + 1k Vorwiderstand. Die beiden Bauteile kannst Du einfach weg lassen.

DrDiettrich

Ein Darlington dürfte da ordentlich warm werden :-(
Ein separator Treiber-Transistor wäre da besser, oder eben ein FET.

photojo

#296
Feb 05, 2017, 08:51 pm Last Edit: Feb 05, 2017, 08:57 pm by photojo
@ mgcss
Danke für deine Erläuterungen. Mein Posting hat sich wohl mit deinem überschnitten.
Den eBay-Link schaue ich mir nochmal an.
Ein OK behalte ich aber trotzdem zum Auskösen der Kamera, da reicht mir der Durchgang.

Danke nochmals!

EDIT

Dein erster eBay-Link ist leider tot. Dort war doch auch eine Verwendung der Widerstände erklärt. Könnest du mir nochmal den funktionierenden Link posten?
Gruß
Jo

mgcss

Hier mal auf die Schnelle zusammengezimmert:

photojo

Wow! Du bist der Hammer!

Jetzt doch noch eine Kleinigkeit, sorry. Muss ich beim Kauf der Freilaufdiode auf was achten? Gibts da eine Typenbezeichnung? Was wäre ohne diese Diode los?
Gruß
Jo

mgcss

vereinfacht: eine stromdurchflossene Spule erzeugt ein Magnetfeld. Schaltet man den Strom ab, bricht das Magnetfeld zusammen. Dabei induziert das Feld einen Strom mit umgekehrter Polarität zurück in die Spule. Die Freilaufdiode leitet diesen Strom zurück zur Spannungsquelle.

Wie gesagt: die Polarität ist gegenläufig zur normalen Spannung. Der Strom "entsteht" also "unterhalb" der Spule. Deshalb ist die Diode auch so eingebaut, dass sie im normalen Betrieb sperrt und nur den beim Abschalten induzierten Strom von "unten" nach "oben" durchlässt.

Bevor jetzt gleich wieder jemand meckert: das ist wie gesagt stark vereinfacht erklärt.

Ohne Freilaufdiode kann es zu einer Beschädigung des Mosfet kommen. Der IRLZ ist da zwar recht widerstandsfähig, allerdings ist es besser, ihn durch die Freilaufdiode zu schützen.

Wie sucht an die richtige Diode aus?
a) sie soll schnell sein. Deshalb eignen sich besonders sog. Schottky-Typen
b) der induzierte Strom ist zunächst so hoch wie der zuletzt fließende. In Deinem Fall also 0,8 A. Diesen Strom muss sie verkraften. Zumindest für einen kurzen Augenblick. Deshalb gilt hier der Wert für die sog. Impulsfestigkeit aus dem Datenblatt der Diode.
c) die Spannungsfestigkeit in Sperr-Richtung muss der Betriebsspannung entsprechen.
d) gilt jetzt nicht in Deinem Fall und soll nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein: wird die Spule per PWM angesteuert, sollte es ein sog. Fast-Recovery-Typ sein.

Welcher Typ genau ist nicht so wichtig, solange sie die Kriterien a) bis c) einhält. Einfach mal Deinen Händler fragen, was er da hat. Wenn Du ihn nach einer Freilaufdiode für 12V / 0,8A frägst, wird er Dir schon etwas passendes geben.

Go Up