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Topic: Digitales Potentiometer gesucht (Read 5649 times) previous topic - next topic

Gelegenheitsbastler

Jul 08, 2013, 09:48 am Last Edit: Jul 08, 2013, 10:05 am by Gelegenheitsbastler Reason: 1
Guten Morgen!

Ich möchte ein 10K Ohm 10-Gang-Poti gegen ein digitales Poti mit Drehimpulsgeber tauschen. Das Problem ist, dass die Spannung, die das Poti regelt, 12 Volt beträgt. Die Potis die ich bisher gefunden habe, arbeiten nur mit 5 Volt. Die Auflösung des Potis sollte möglichst hoch sein. 100 Schritte sind auf jeden Fall zu wenig.

Kennt jemand ein passendes Poti für den Arduino oder vielleicht sogar ein Projekt, in dem so etwas umgesetzt wurde?

Frank
Anfänger, der sich am Mega versucht. (Wegen Pin-Mangel bin ich vom Uno auf den Mega umgestiegen) Aktuelles Projekt: http://mfc-wittgenstein.

R1der

Ich kann dir leider nicht weiterhelfen, suche aber eine Bezugsquelle für den, den ich brauche (entschuldigt den Missbrauch des Threads):



Das sind die ienzigen Infos, die ich habe

pylon

Vielleicht ist der DS1808 (http://datasheets.maximintegrated.com/en/ds/DS1808.pdf) was für Dich, allerdings solltest Du schon etwas mehr Informationen zur Verfügung stellen, ich glaube, Du solltest eher mit einem Standard-Digipoti und einem nachgeschalteten Transistor arbeiten.

uwefed

Ich kenne keines, das beide Bedingung erfüllt. Es gibt digitale Potentiometer mit 1024 Schritten aber diese halten auch nur max 5V aus. oder solche für ca 15V abe die haben dan nur 128 Schritte.

Ein 10-Gang Potentimeter ist viel genauer als ein 1024 Schritt digitales Potentiometer.

Das einzige was Du machen könntest ist das 10-Gang Potentiometer zu motorisieren. Mit einem 400-Schritt-Schrittmotor hättest Du 4000 Schritte Auflösung.

Grüße Uwe

Gelegenheitsbastler

Es geht dabei immer noch um mein "Großprojekt" http://forum.arduino.cc/index.php?topic=175107.0 Einen Plan habe ich mal beigefügt. Die Schaltung ansich läuft bereits. Jetzt geht es um eine Erweiterung/Modifizierung.

Auf Dauer möchte ich über den Arduino aus verschiedenen gespeicherten Abläufen (Last aus, 10 A Belastung für x Sekunden, 40 A für y Sekunden, etc.) einen auswählen und diesen dann auf den angeschlossenen Akku loslassen. Ich hoffe, dass ich recht in der Annahme gehe, dass man den Drehimpulsgeber und den Arduino parallel am digitalen Poti betreiben kann? Oder müsste ich statt des Drehimpulsgebers Taster nehmen und alles direkt über den Arduino steuern?

Dazu muss ich die Funktionalität des Potis aber digitalisieren. 1024 Schritte wären schon ziemlich gut. Bei einer Auslegung auf maximal 1000 Watt wären das rund 1 Watt pro Schritt. Das sollte reichen. Die Stromsenke wird sowieso kein hochpräzises Gerät sein, sondern eher etwas zum groben vernichten von Akkuinhalt ;)

Frank


Anfänger, der sich am Mega versucht. (Wegen Pin-Mangel bin ich vom Uno auf den Mega umgestiegen) Aktuelles Projekt: http://mfc-wittgenstein.

uwefed

Wieso nimmst Du keinen DAC um die Referenzspannung zu erzeugen?
Grüße Uwe


marau

Hallo Gelegenheitsbastler,

Du könntest die vom Poti kommende Spannung für IC2B über einen externen DAC (z.B. MCP4921) erzeugen.
Dieser hat eine theoretische Auflösung von 12bit = 4095 Schritte.

Dazu musst Du dann allerdings die Verstärkung von IC2A anpassen oder das Signal des DAC mit einem weiteren Operationsverstärker nachverstärken.
Dieser DAC benötigt dann allerdings noch eine 5V-Versorgung sowie eine Referenzspannung.


Gruß

Martin

Gelegenheitsbastler

@marau: Das hört sich interessant an. 5 Volt Spannungsversorgung und eine Refernzspannung (LT1021) bekomme ich hin. Aber bei der Veränderung der Verstärkung von IC2A bräuchte ich Hilfe. Genau so bei der genannten Alternative mit einem weiteren OP. Der verwendete LMC6484N hätte ja noch zwei OPs frei. Aber so weit reicht mein Wissen um die Elektronik dann doch nicht. Bin ja auch nur ein Gelegenheitsbastler ;) Könntest du mir dabei helfen?

Frank

Anfänger, der sich am Mega versucht. (Wegen Pin-Mangel bin ich vom Uno auf den Mega umgestiegen) Aktuelles Projekt: http://mfc-wittgenstein.

Serenifly

Ein einfacher Verstärker ist nicht so schwierig:

http://de.wikipedia.org/wiki/Operationsverst%C3%A4rker#Nichtinvertierender_Verst.C3.A4rker_.28Elektrometerverst.C3.A4rker.29

Braucht nur zwei Widerstände (i.d.R. im ein- bis zwei-stelligen kOhm Bereich) um den Verstärkungsfaktor einzustellen.

Gelegenheitsbastler

Nachdem ich nun noch ein wenig darüber gegrübelt habe, bin ich zu folgendem Entschluss gekommen: Ich werde es so versuchen, wie Martin es vorgeschlagen hat. Die Verstärkung von IC2A möchte ich ungern verändern, da ich dort bereits einen Spannungsteiler angeschlossen habe, um den Strom auf dem Display darzustellen.

Der Ausgang des MCP4921 wird durch einen freien OP des vorhandenen LMC6484 verstärkt. Den 12 V Festspannungsregler werde ich durch einen 5 V Festspannungsregler ergänzen. Damit hätte ich dann die Versorgungsspannung des MCP4921. Als Referenzspannung könnte ich doch die 1,1 oder die (bei meinem Board) 5,013 V des Arduino nehmen, oder nicht? Dann könnte ich mir den Aufbau mit dem LT1021 sparen.

Oder könnte man einfach den 5 V Ausgang des Arduino sowohl als Referenz als auch zur Spannungsversorgung nehmen? Dann wäre die Schaltung so wie hier: http://www.sinneb.net/?p=85

So wie ich es verstehe, wird der Ausgang des MCP4921 eine Spannung von 0 - 5 Volt ausgeben. Da ich aber 0 - 12 Volt als Eingang für IC2B benötige, müsste der Ausgang um den Faktor 2,4 verstärkt werden. Das wäre dann nach dem verlinkten Wikibeitrag zum Beispiel R1=33KOhm und R2=47KOhm. Das passt zwar nicht 100%ig, aber im Zweifelsfall könnte man noch einen kleineren Widerstand in Serie schalten, um den Wert exakt zu bekommen.

Ihr seht, ich habe wenig Ahnung von Elektronik. Daher hoffe ich auf eure Unterstützung.

Frank
Anfänger, der sich am Mega versucht. (Wegen Pin-Mangel bin ich vom Uno auf den Mega umgestiegen) Aktuelles Projekt: http://mfc-wittgenstein.

Serenifly

#11
Jul 10, 2013, 11:13 am Last Edit: Jul 10, 2013, 06:21 pm by Serenifly Reason: 1
Wenn du es mit dem OP ganz genau haben willst dann baue einen Spindeltrimmer in Reihe. Dann kann man die Spannung genau einstellen und damit auch die Toleranz der Widerstände ausgleichen.

uwefed


Vieleicht hilft dir dieser weiter.http://www.reichelt.de/ICs-AD-BUF-/AD-8400-AR-10/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=2909&ARTICLE=107957&SHOW=1&START=0&OFFSET=16&

Der vorgeschlagene Digitale Widerstand hat weder die gewünschte Auflösung (nur 256 steps) noch die notewendige Spannungsfestigkeit ( max 5,5V bei 5,5V Spannungsversorgung und nicht die erforderlichen 12V)
Grüße Uwe

marau

Hallo Gelegenheitsbastler,

ersetze beim Nachverstärker den 47 Kiloohm-Widerstand durch einen Spindeltrimmer mit 50 Kiloohm.
Dann kannst Du die erforderliche Verstärkung einstellen.
Es wird in der Praxis ohnehin etwas weniger als 2,4-fach sein, da der Operationsverstärker bei 12V Versorgungsspannung wohl kaum auf 12V Ausgangsspannung kommt.


Gruß

Martin

Serenifly

Er macht zum Glück Rail-to-Rail:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lmc6484.pdf

12V - 20mV sollten danach gehen

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