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Topic: Quarz "schlecht" ?? (Read 2515 times) previous topic - next topic

elektron_

Hallo,

ich ärgere mich gerade mit einem ATMEGA328 auf einer Rasterplatine weil der Quarzoszillator oft nicht startet. Also die übliche Verdrahtung 16MHz Quarz mit 2 Keramikkondensatoren 22pf mit sehr kurzen Leitungen auf Masse (Pin8) . Auch ein 100nF Abblockkondensator ist dicht an Pin7 und 8.  Jedenfalls funktionieren auch fragwürdigere Aufbauten normalerweise einwandfrei. In diesem Fall hilft es wenn man eine Pin am Quarz mit dem Finger berührt, dann startet er sofort weg...
Man kann das auch mit dem Oszilloskop beobachten, aber auch die Berührung mit dem 10:1 Tastkopf reicht manchmal schon aus das er anschwingt.

Bevor ich jetzt lange herumprobiere (habe im Moment nur den einen passenden Quarz zur Hand) , kennt hier jemand solche Probleme? Ist da vielleicht ein schlechter Quarz oder gar ein problematischer ATMEL?

Danke,
Christian
Elektronik funktioniert intern mit Rauch.
Beweis: Wenn der Rauch herauskommt ist es kaputt...

sschultewolter

Kann es sein dass es sich um ein BreadboardAufbau handeln? Wenn ja, kann hier der Fehler bestehen.
Orginal Atmel AVRISP mkII zu verkaufen. Anfrage per PN ;)

elektron_

Hallo,

nein, Lochrasterplatine, ordentlich gelötet, alle betreffenden Drahtlängen nur einige mm kurz.  :(
Elektronik funktioniert intern mit Rauch.
Beweis: Wenn der Rauch herauskommt ist es kaputt...

jurs


nein, Lochrasterplatine, ordentlich gelötet, alle betreffenden Drahtlängen nur einige mm kurz.  :(


Wie hast Du denn die Fuses eingestellt?
Bzw. welches Arduino-Board hattest Du ausgewählt als Du die Funktion "Bootloader installieren" hast laufen lassen?

elektron_

Hallo,

Also Bootloader mit einem USBASP direkt aus der IDE geflasht: "Duemilanove w/ ATmega328". Und dann den Sketch mit so einem kleinen FTDI Adapter nachgeladen. Habe ich schon öfter genau so gemacht.

(Werden eigentlich die Fuses richtig gesetzt wenn man in einen neuen Atmel ohne Bootloader sofort über die Funktion "Upload mit Programmer" programmiert???)

Elektronik funktioniert intern mit Rauch.
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jurs


Also Bootloader mit einem USBASP direkt aus der IDE geflasht: "Duemilanove w/ ATmega328". Und dann den Sketch mit so einem kleinen FTDI Adapter nachgeladen. Habe ich schon öfter genau so gemacht.


Sollte eigentlich funktionieren.
Du könntest aber auch mal die Einstellung "UNO" ausprobieren, wenn Du die Funktion "Bootloader installieren" laufen läßt.


(Werden eigentlich die Fuses richtig gesetzt wenn man in einen neuen Atmel ohne Bootloader sofort über die Funktion "Upload mit Programmer" programmiert???)


Nein, beim Hochladen eines Sketches über die IDE bleiben die Fuses-Einstellungen immer erhalten. Auch beim Upload per ISP. Die Fuses werden nur beim Ausführen der Funktion "Bootloader installieren" gesetzt. Daher muss man bei einem neuen Chip auch immer einmalig "Bootloader installieren" ausführen, selbst wenn direkt danach der eigentliche Bootloader wieder plattgemacht wird, weil man nur mit ISP programmieren möchte. Eigentlich müßte die Funktion heißen "Fuses setzen und Bootloader installieren". Aber das war wohl zu lang.


rudirabbit

Ich meine es sind ungünstige Toleranzen von Quarz Kerkos Atmel die zusammenkommen, da bei kleinsten Änderungen der   Quarzoszillator anschwingt.
Eine pragmatische Lösung gibt es hier wohl nicht, also Testweise austauschen. 
Arduino UNO,MEGA,DUE 
Dunkel die andere Seite ist. - Klappe, Yoda, und iss deinen Toast :-)

uwefed

Du könntest noch versuchen das Gehäuse des Quarzes mit Masse zu verbinden. Das ist eher eine Entstöhrmaßnahme als eine Anschwinghilfe aber vieleicht hilft es.
Grüße Uwe

udoklein

Vieleicht falsche Lastkapazität. Am einfachsten ist es einen fertigen Quarzoszillator zu nehmen. Der schwingt immer an. Dem Atmel ist das egal ob er den Quarz wirklich selber treibt oder ob das Signal vom Himmer fällt. Bei entsprechenden Fuse Einstellungen hast Du dann sogar einen IO Pin mehr als normal zur Verfügung.
Check out my experiments http://blog.blinkenlight.net

elektron_

Hallo,

"Erden" hat nichts gebracht

ich habe jetzt den Quarz umgedreht, also die beiden Pins vertauscht und siehe da: jetzt läuft es. Ist aber trotzdem eigenartig und entgegen jeder Theorie. Bei nächster Gelegenheit wird der Quarz und die Cs jedenfalls komplett erneuert.

Danke für die Hinweise...
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uwefed

Eigentlich sind Quarze symmetrisch aufgebaut und haben keine Polung oder Vorzugseinbau.
Gratuliere zu Deine Fehlerdiagnose.
Grüße Uwe

jurs


ich habe jetzt den Quarz umgedreht, also die beiden Pins vertauscht und siehe da: jetzt läuft es. Ist aber trotzdem eigenartig und entgegen jeder Theorie. Bei nächster Gelegenheit wird der Quarz und die Cs jedenfalls komplett erneuert.


Das würde ich auch machen, der Quarz scheint mir schadhaft zu sein.

Schwingquarze gehören unter den diversen Elektronikkomponenten mit zu den empfindlichsten Bauteilen:
- einmal runterfallen und dabei hart aufprallen ==> kann zur Beschädigung führen
- mit zu langen Drähten anlöten, so dass der Quarz an andere Bauteile schwingend anstoßen kann ==> kann zur Beschädigung führen
- Beinchen am Gehäuse einmal zu stark gebogen ==> kann zum "Luftzieher" des Gehäuses und damit zur Beschädigung führen

erni-berni

Vielleicht gab's einfach eine kalte Lötstelle und damit eine zusätzliche Kapazität.
Dreh doch den Quarz spaßeshalber noch mal rum. Wenn er dann geht, hatte ich recht.

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