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Topic: Transistor steuern, damit dieser ein Relais auf Masse schaltet (f. Alarmanlage) (Read 3587 times) previous topic - next topic


postmaster-ino

Hi
Da kann die Spannung weit einbrechen und den Arduino resetten,
Darauf bezog ich mich - wenn der Arduino aber nicht den Saft abgeklemmt bekommt, macht Der auch kein Reset.

MfG
anscheinend ist Es nicht erwünscht, einen Foren-internen Link als 'Homepage' einzubinden, damit JEDER nur einen Klick von combie's Liste zum Thema State-Maschine entfernt ist.
... dann eben nicht ...

Faddi

Hallo allerseits,

vielen Dank für die rege Beteiligung!
Der Motor lief noch nicht? Nur alles im Stand an die Batterie angeklemmt? Diese hat nominell 6V?
Welche Spannung lag an der Transistor Basis an?
Genau, Motor war aus. Batterie hat nominell 6V, die gemessene Spannung an der Batterie betrug 6,2V. Nur in diesem Zustand soll die Alarmanlage auch betrieben werden.
Auf dem Steckbrett, mit Labornetzteil als Spannungsquelle, habe ich von 5,5V bis 7,4V (und auch höher) getestet. Da lief die Schaltung, ohne die Last am Relais.
An der Mopedbatterie habe ich alles genauso, bis auf das Labornetzteil, angeschlossen. Habe das Steckbrett so, wie es war an die Batterie angeschlossen. Ohne Last am Relais funktionierte es, mit Last dann das "Maschinengewehr" am Relais.
[/quote]
Kannst du die gesamte Schaltung aufmalen?
Wie wo genau was angeschlossen ist bzw. war.

Edit:
meine erste Vermutung war, dass irgendwo ein Kurschluss ist. Irgendwas falsch angeklemmt auch wenn man sich 100% sicher ist. Die Batteriespannung bricht zusammen, Relais fällt ab, Spannung erholt sich, Relais zieht wieder an, wieder Kurzschluss, Relais fällt wieder ab usw. im Kreis. Ob das der Fall sein kann weiß ich nicht.
Wenn ich zu Hause bin, setze ich mich an die Schaltungsskizze. Kurzschluss kann ich aber wohl ausschließen, die Hupe funktioniert ja nach wievor über den Hupenknopf. Oder liegt der Fehler darin, dass ich den Kollektor des Transistors parallel zum Hupenknopf geschaltet habe? Aber die Hupe soll ja sowohl durch den Knopf betätigt werden können, als auch durch die Alarmanlage. Die Hupe läuft übrigens generell komplett über die Batterie, egal ob der Motor an oder aus ist.
30A bei einer Mopedbatterie ist schon grenzwertig. Da kann die Spannung weit einbrechen und den Arduino resetten, Versorg den doch mal von einer anderen Quelle
Au man, das bringt mich auf eine Idee!!  :o
Als Bestätigung, dass die Alarmanlage scharf ist, wird ein kurzer Impuls zum Relais geschickt. Das steckt beim Programmcode im Setup, vor dem Loop. Dieses wird also bei jedem Start aufgerufen. Vllt. bricht wirklich die Spannung andauernd zusammen, fängt sich wieder, bricht zusammen ... und jedesmal wird das Setup von neuem gestartet und daher das "Maschinengewehr"?!!
Oder kann es sein, dass mein Impuls einfach zu kurz ist und das Relais, bzw. eher der Kompressor, zu langsam dafür sind? 300ms sind da evtl. doch etwas kurz, ich setze den Impuls einfach mal auf 2000ms hoch.
Eine Diode in der Versorgungsleitung und einen Kondensator zum Puffern sollte den Arduino wenige Sekunden 'über den Berg' helfen.
Ok, also ich nutze erstmal eine andere Versorgungsquelle f. den Arduino und wenn das dann klappt, probiere ich es damit! - Aber bei meinem Spannungsregler (6V auf 5V) sind ja schon 2 Kondensatoren mit dabei, sollten die (oder einer davon) nicht diese Aufgabe übernehmen? Ansonsten habe ich noch 5,5V(?) GoldCaps zu Hause, damit müsste ja auch noch was gehen...

Viele Grüße und vielen Dank! Ich melde mich, wenn ich was Neues weiß.
Faddi

Doc_Arduino

Hallo,

irgendwie sowas in der Richtung wird es wohl sein. Habe z.Z. nur eine vage Vorstellung der Schaltung.
Beim Hupenknopf kommt es drauf an ob er standardmäßig die Plus oder Minusleitung schaltet.
Der NPN schaltet die Minusleitung.

Nimm dir Zeit für den Schaltplan, umso genauer umso weniger Nachfragen von uns usw.



Tschau
Doc Arduino '\0'

Messschieber auslesen: http://forum.arduino.cc/index.php?topic=273445
EA-DOGM Display - Demos: http://forum.arduino.cc/index.php?topic=378279

Faddi

Hallo,
also mit externer Spannungsversorgung des Arduino funktionierts: Habe vorhin direkt nach der Arbeit (also es war noch hell draußen) mein Labornetzteil mit in die Garage genommen und dann ging das los  ;)
Einer der Nachbarn beschwerte sich schon nach zweimal Tröten ... :smiley-evil:

Also scheint tatsächlich bei der Stromversorgung des Arduino was im argen zu liegen. An der Überarbeitung der fritzing-Grafik bin ich noch dran. Wäre klasse, wenn dazu dann evtl. noch ein Tipp käme, wie ich die Versorgung stabil hinbekomme. Am Idealsten wäre es natürlich, wenn ich keine extra Stromversorgung brauche und den Arduino tatsächlich über die Mopedbatterie laufen lassen kann.

Viele Grüße,
Faddi

ElEspanol

Die Mopedbatterie ist jetzt nicht ideal, um 30A dauerhaft zu liefern. Da bricht sofort die Spannung zusammen. Für die Hupe oder den Anlasser gehen auch 5V oder weniger. Kannst ja mal die Spannung messen, während die Hupe trötet.
Für den Arduno reicht das nicht, da du ja eh noch die Spannung verringerst. Und Kondensatoren nützen in diesem Fall gar nichts, da der Spannungseinbruch „dauerhaft" ist.
Nimm einen step-up auf 12V und danach einen step down auf 5V, dann wird es funktionieren.

Bedenke auch, dass das ganze auch einen Stromverbrauch hat und deine Batterie in kurzer Zeit leersaugt. Wenn das also im Dauerbetrieb als Laternenparker laufen soll, musst du dir darüber weitere Gedanken machen.

Doc_Arduino

Hallo,

der Spannungsregler (welcher eigentlich?) kann die 5V nicht stabil halten.  Wenn die 6V unter Last etwas nachgeben, verschärft sich das Problem. Soweit die allgemeine Erkenntnis bis jetzt.
Ideen ...
vielleicht mit 3,3V arbeiten und der µC dann mit 8MHz. Oder ganz verrückt, erst die Spannung erhöhen und dann auf 5V stabilisieren. Wirkungsgradmäßig nicht sinnvoll.  Oder einen kombinierten Step-Up/Down Schaltregler. Quasi mit "Weitbereichseingang" der auf 5V regelt. Wäre die sinnvollste Option.

Wenn sich der Nachbar beschwert nochmal hupen, solange bis er sich nicht mehr beschwert.  :smiley-twist: Manche haben sich aber auch affig.   :)


upps, fast ähnliche Ideen   :)   ein Versuch ist alles wert.
Tschau
Doc Arduino '\0'

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Doc_Arduino

Hallo,

was man auch noch machen könnte, den µC auf 1MHz takten lassen, dann kann die Spannung sehr weit einbrechen ohne das es diesen juckt. Nur die Maximalspannung darf 5V nie überschreiten. Oder Step Up/Down und 1MHz kombinieren. Falls irgendwas zuckt. So als Idee.
Tschau
Doc Arduino '\0'

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postmaster-ino

Hi

Da die Hupe wohl nicht stundenlang im Dauerton verharren soll, dürfte ein Kondensator plus Diode dem Arduino schon weiter helfen.
Ströme im oberen A-Bereich sollte die Batterie auch dem Kondensator geben können, damit Dieser sich Seinen nominalen 5V wieder annähert.
Würde auf die Spannungswandler ggf. ganz verzichten - zwei Dioden, um auf 'sichere' 5V (bzw. knapp drunter) zu kommen.
Dioden mit 'Ampere ohne Ende' sind besser zu bekommen als Spannungswandler mit mehr als zwei Ampere.

Dieser Kondensator muß ja nur die Hup-Zeit überbrücken - wenn die Hupe wieder aus ist, wird die Spannung schon wieder ansteigen und den Kondensator für die nächste Hup-Orgie füllen - was die Batterie auch im mehrstelligem A-Bereich zum Puffer-Kondensator tun kann.

Was der Arduino zum laufenden Motor sagt bzw. was dort für eine Schutzbeschaltung das Leben verlängern soll, steht aber auch noch außen vor.

Das wird dann wohl auch in diese Richtung gehen:
dse-FAQ, KFZ-Bordnetz

MfG
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... dann eben nicht ...

Faddi

Hallo,

anbei schonmal die Grafik, ich hoffe das geht damit auch...

Bei Euren Antworten sind wieder viele interessante Ideen und Tipps dabei. Ich werde mir die morgen nochmal im ausgeschlafenen Zustand zu Gemüte führen, jetzt bin ich schon zu platt. Aber den Microcontroller runtertakten finde ich klingt gut. Bin mir noch nicht im klaren darüber, was das dann mit sich bringt und wie das vor allem umzusetzen ist. Jetzt bin ich erstmal gefordert mit ein wenig Recherche ... ich muss ja auch mal was tun  ;)
Als Spannungsregler hab ich den LM7805 (so heißt der glaube ich?) drin mit zwei Kondensatoren.

Das Moped (S51, 34 Jahre altes DDR Mokick) ist im Prinzip autark von der Batterie. Ich brauche die Batterie nur zum Blinken und Hupen. Das Starten geht mir Kickstarter. Die Alarmanlage wird über das Zündschloss scharf geschaltet, indem die "Parklichtzündstellung" eingestellt wird. Da kann man dann den Schlüssel auch abziehen. Und nur dann wird der Microcontroller auch bestromt. Von der höheren Ladespannung der Batterie bekommt er also nichts mit.

So, jetzt aber ab ins Bett ... gute N8,
Faddi

Doc_Arduino

Hallo,

schau dir die Beschaltung vom Relais nochmal an.
Der 7805 benötigt mindestens 2V Dropout Spannung. Das heißt wenn er 5V am Ausgang stabil halten soll, muss er am Eingang mindestens 7V haben. Ist bei dir leider nie gegeben. Deswegen bekommt der µC keine stabile 5V. Auch im Ruhemodus nicht. Da die 6V aber eh "zusammenbrechen", kann er sowieso nichts ausrichten. Um einen Schaltregler kommste nicht herum.
Tschau
Doc Arduino '\0'

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Faddi

Hallo allerseits,

schau dir die Beschaltung vom Relais nochmal an.
Oh, ich glaube, ich hab den Fehler entdeckt - kehrtvherum ;)

Der 7805 benötigt mindestens 2V Dropout Spannung. Das heißt wenn er 5V am Ausgang stabil halten soll, muss er am Eingang mindestens 7V haben. Ist bei dir leider nie gegeben. Deswegen bekommt der µC keine stabile 5V. Auch im Ruhemodus nicht. Da die 6V aber eh "zusammenbrechen", kann er sowieso nichts ausrichten.
Au man, stimmt (natürlich)! Da hätte ich auch (mal wieder) selbst drauf kommen können, dass das mit diesem Regler ausweglos ist :o
Bevor ich mir jetzt neue Teile bestelle, versuche ich erstmal Lösungen mit den vorhandenen Teilen umzusetzen, was mich zu postmaster-inos Vorschlag bringt - er hat das ja mittlerweile schon dreimal oder so angemerkt mit Diode und Stützkondensator:
Da die Hupe wohl nicht stundenlang im Dauerton verharren soll, dürfte ein Kondensator plus Diode dem Arduino schon weiter helfen.
Ströme im oberen A-Bereich sollte die Batterie auch dem Kondensator geben können, damit Dieser sich Seinen nominalen 5V wieder annähert.
Würde auf die Spannungswandler ggf. ganz verzichten - zwei Dioden, um auf 'sichere' 5V (bzw. knapp drunter) zu kommen.
Dioden mit 'Ampere ohne Ende' sind besser zu bekommen als Spannungswandler mit mehr als zwei Ampere.

Dieser Kondensator muß ja nur die Hup-Zeit überbrücken - wenn die Hupe wieder aus ist, wird die Spannung schon wieder ansteigen und den Kondensator für die nächste Hup-Orgie füllen - was die Batterie auch im mehrstelligem A-Bereich zum Puffer-Kondensator tun kann.
Sehe ich das richtig? Zwei Dioden in Reihe und ein Kondensator kommen dazu statt dem 5V Spannungsregler? (s. Anhang)
Wenn ich das richtig gesehen habe, liegt die max. Spannung des Atmega 328P-PU bei 5,5V. Habe jetzt ein 5,5V 0,1F Goldcab und zwei 1N4001 Dioden davor. Am Netzgerät 6,5V eingestellt, ergibt sich bei geladenem Goldcab 5,5V. An der Mopedbatterie habe ich (meine ich) bisher nie mehr als 6,4V gemessen, außer natürlich bei laufendem Motor. Das dürfte dann ja so hinhauen...
Zumindest kann ich jetzt kurze Zeit das Netzteil abziehen und der Transistor steuert immernoch durch und bringt eine LED zum Leuchten - so sollte es ja später am Moped auch sein.

Viele Grüße,
Faddi




postmaster-ino

Hi

Jupp, so dachte ich mir Das.
Pro Diode fallen ca. 0,6V ... 0,7V ab (mal den Strom ergibt die Leistung, Die die Diode verheizen können muß).
Da Du nur die Ansteuerung des Relais vom µC nimmst, könnte der Kondensator so schon reichen - Versuch macht kluch (... Klug, wenn's sich nicht reinem soll).

5,5V am GoldCap finde ich wiederum etwas sportlich, Das ist die Maximal-Spannung, Die der Kollege ab kann.
Auch musst Du drauf achten, daß diese Schaltung keine Spannung bekommt, wenn der Motor an ist - nicht nur die Spikes, sondern alleine schon die höhere Bordspannung kann Dir dann Deine Elektronik grillen.

MfG
anscheinend ist Es nicht erwünscht, einen Foren-internen Link als 'Homepage' einzubinden, damit JEDER nur einen Klick von combie's Liste zum Thema State-Maschine entfernt ist.
... dann eben nicht ...

ElEspanol

Das ist alles etwas auf Kante genäht. Such dir einen Linearregler der weniger Spannungsdifferenz braucht und 5V ausgibt. Dann noch den 0,1F dran.
Eine Bleibatterie von nom. 6V hat nämlich eine Ladeschlussspannung von 7,4V. Dein Moped wird das nicht bringen, aber was ist, wenn du die Batterie mal manuell lädst?

Oder nimm wie bereits gesagt für 5€ einen step-up und einen step-down.

Faddi

Hallo,
vielen Dank, dass ihr noch dabei seid um mir zu helfen!  :)
5,5V am GoldCap finde ich wiederum etwas sportlich, Das ist die Maximal-Spannung, Die der Kollege ab kann.
Auch musst Du drauf achten, daß diese Schaltung keine Spannung bekommt, wenn der Motor an ist - nicht nur die Spikes, sondern alleine schon die höhere Bordspannung kann Dir dann Deine Elektronik grillen.
Da haste recht, einen anderen hab ich leider erstmal nicht hier. Aber durch das Testen damit bin ich (vermutlich) schonmal so weit, dass 0,1F reichen könnten die Spannungsabfälle abzufedern.
Die Alarmanlage möchte ich an eine bestimmte Zündschlossstellung anschließen. Daher ist sie bei laufendem Motor von der Batterie getrennt.
Das ist alles etwas auf Kante genäht. Such dir einen Linearregler der weniger Spannungsdifferenz braucht und 5V ausgibt. Dann noch den 0,1F dran.
Eine Bleibatterie von nom. 6V hat nämlich eine Ladeschlussspannung von 7,4V. Dein Moped wird das nicht bringen, aber was ist, wenn du die Batterie mal manuell lädst?

Oder nimm wie bereits gesagt für 5€ einen step-up und einen step-down.
Das Mit der manuellen Ladung stimmt allerdings!
Soweit ich weiß, sind der Step-up und step-down Regler an sich ja auch jeweils wieder fertige Platinen. Aus Platzgründen möchte ich darauf erstmal verzichten und tendiere daher zu einem anderen Regler.
Als Regler habe ich den entdeckt, der müsste ja ziemlich gut passen:
https://www.reichelt.de/ICs-TLC-TSA-/TPS-76950-DBVT/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=5480&ARTICLE=147342
Die Schaltung dafür müsste ja im Prinzip identisch mit der vom LM7805 sein, oder?

Viele Grüße,
Faddi

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