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Topic: Galvanometer Laser Engraver? (Read 792 times) previous topic - next topic

Scherheinz

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Klaus_ww

Video auf Gesichtsbuch - hab ich keinen Zugriff drauf.

@Scherheinz
Quote
War das zufällig die Harfe die mal bei Hackaday vorgestellt wurde?
Nee, die kommt von hier: MAKE
Freizeit-Programmierer mit moderatem Ehrgeiz besseren Code zu schreiben.

Helmuth

Um nochmal zum eigentlichen Thema Laser zurückzukommen: Wenn man mit der Z Achse die Laserfokussierung steuern könnte, wäre das natürlich Luxus.

Hat jemand Erfahrungen mit so einer Optik?

Helmuth

Hat hier echt noch keiner was mit Laser gemacht, was über Laserpointer und umgebauten DVD Brenner hinausgeht?

Scherheinz

Anscheinend nicht. Ich hab nur mal beim Stöbern ein Lasermodul gesehen an dem vorne an der Linse ein Ritzel war um einen Zahnriemen drum zu legen, finde es aber leider nicht mehr. :smiley-confuse:
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postmaster-ino

Hi

Ganz SO kannst Du Das nicht sagen - aber bis auf 500mW in Blau (Wellenlänge müsste ich recherchieren, Schutzbrille ist rot), um damit auf HPL Skalen oder so Zeug einzubringen, war's Das aber auch schon.
Papier kann geschnitten werden, selbst Styropor (egal welche Farbe ich probierte) war völlig unbeeindruckt!!
Klebe-Folie/-Papier 'anzuschneiden', damit man den geschnittenen AUfkleber von der Träger-Folie ablösen kann, scheiterte ebenfalls - entweder war das ganze Gelump durchgebrannt, oder gerade Mal sichtbar angetoasted.
Mein Verwendungszweck ist bisher das Aufbrennen von Gravuren, was anschließen mit der Frässpindel 'ausgekratzt' wird.
Deshalb auch entsprechend lahm, da X/Y/Z-Tisch, Trapez-Spindeln.
Auf einem anderen PC kam ich auf knapp über 3m/min, der Herr seie Ihm gnädig, aktuell bin ich auf nur knapp über 1m/min - netter Nebeneffekt: Ich kann so schnell bearbeiten, wie ich verfahren kann ... immerhin etwas :o
Fräser unter 2mm halten bei mir aber nicht lange :(, wobei der Fehler IMMER vor dem Monitor zu suchen war (falsche Richtung, falsche GEschwindigkeit und schwupps war der Fräser im Opferbrett eingestannzt - kam aber nicht mehr raus)


MfG

Helmuth

Faszinierend, ich könnte mir das ewig anschauen...

Soweit ich mich eingelesen habe, ist bei Galvo-Lasern eine Nachfokussierung in Echtzeit Pflicht.

Wie das technisch gehen soll, ist mir noch nicht klar. Habe Probleme mir vorzustellen, wie man mit dieser Geschwindigkeit eine Linse präzise vor- und zurückbewegen könnte, auch wenn es vermutlich nur µm sind.

Jemand eine Idee?

Beste Grüße, Helmuth


Scherheinz

Also in den meisten Videos scheint der Laser relativ weit weg zu sein, also ist der Stellwinkel des Spiegels schonmal sehr klein. Ist gut für die Geschwindigkeit aber schwierig für die Präzision. Der Fokus muss auch noch mithalten können. Denke Geschwindigkeit ist was an das man sich ganz langsam ran tasten muss. Interessant wäre mal ein Video in Zeitlupe mit Blick auf den Laser und den Spiegel.

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Helmuth

#23
Nov 15, 2018, 09:49 am Last Edit: Nov 15, 2018, 10:07 am by Helmuth
Die Galvanometer haben üblicherwiese ziemlich kleine Stellwinkel, 20 Grad sind gebräuchlich. Ich setze (spekulativerweise) mal voraus, dass man die mit mindestens 12 Bit Auflösung ansteuern kann. Wären bei 2 Achsen 4096x4096 = 16 Megapixel auf die Projektionsfläche. Für Dekozwecke völlig ausreichend.

Zum "an die Geschwindigkeit rantasten": Mir ist momentan noch nicht klar, in welchem Umfang man einen CO2 Laser leistungsregeln kann - konkret, ob der auf z.B. 5% seiner Nennleistung noch vernünftig funktioniert. Wenn das nicht geht, wird es nichts mit rantasten, weil dann vorher ein Loch im Fußboden ist.  ;)

Wäre vielleicht sinnvoll, erstmal einen Versuchsaufbau mit einem kleineren Laser und langsamer Ablenkung zu machen und zu schauen welche Probleme auftauchen, an die man momentan noch gar nicht denkt.

Zum Fokussieren ist mir noch eingefallen, dass ich mir mal anschauen sollte, wie eine mechanische Bildstabilisierung in einem Teleobjektiv funktioniert - das wird ja auch relativ flott und um mehrere Achsen gleichzeitig eine Linse bewegt. Manche Kameras haben auch einen beweglich Sensor und stabilisieren durch Verschiebung. Momentan keine Ahnung, was für Aktuatoren da drin sind.

Video: Da sieht man nicht viel, aber schau mal hier bei Minute 1:35, da ist eine Ablenkeinheit in Aktion zu sehen.

Hier eine "Zeitlupe"...  :D


Beste Grüße, Helmuth

uxomm

Video: Da sieht man nicht viel, aber schau mal hier bei Minute 1:35, da ist eine Ablenkeinheit in Aktion zu sehen.
Ich finde das Video sehr interessant, vor allem, dass er zum Ansteuern Keyboards verwendet. Danke für den Link!
Always decouple electronic circuitry.

Helmuth

#25
Nov 16, 2018, 07:44 am Last Edit: Nov 16, 2018, 07:46 am by Helmuth
Freut mich, wenn es jemanden inspiriert, @uxomm!

Ich habe jetzt mal mit jemandem gesprochen, der beruflich mit größeren Lasercuttern zu tun hat.

Er sagt, die schnellen Laser in den Videos arbeiten mit 1kW oder mehr. Desweiteren sagt er, dass üblicherweise bei Distanzen von einem halben Meter und mehr (bei kleiner Werkstückfläche) mit Fixfocus gearbeitet wird.

Er empfiehlt, da mit Linsen und Spiegeln nicht selbst rumzubasteln, sondern eine fertige Galvanometereinheit mit Optik zu verwenden, welche auf die benutzte Wellenlänge und Leistung ausgelegt ist. Positionierungsgeschwindigkeit 12 m/s bzw. 720000 mm/min...





Scherheinz

Fixfocus bis zu einem halben Meter klingt ja schonmal sehr gut! Aber der Preis der Einheit ist schon heftig für einen Bastler...

Gruß
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postmaster-ino

Hi

Auch, weil die wenigsten Bastler einen CO2-Laser daheim rumstehen haben.
Wobei man auch auf eBay durchaus CO2-Laser-Röhren für recht kleines Geld bekommen kann - nur wird Das dann ein raumfüllendes (zumindest besetzendes) Konstrukt, wo man den Zutritt zwingend kontrollieren und verhindern muss.
Im heimischen Umfeld werden wohl eher Dioden-Laser vorhanden sein - und auch Da bekommt man schon ordentlich Leistung, Die Einen förmlich (vor Neid?) erblinden lassen können - also wirklich kein Spielzeug mehr sind.
(Wobei Letzteres (!=Spielzeug) auch für die Laser-Pointer vom Floh-Markt gilt ...)

MfG

Helmuth

#28
Nov 18, 2018, 03:20 pm Last Edit: Nov 18, 2018, 03:20 pm by Helmuth
Dank für die Anmerkung - ich hatte das bisher noch nicht wirklich auf dem Schirm, dass ein (preiswerter) Gaslaser recht groß ist.

Faser- bzw. Festkörperlaser sind soweit ich sehen kann sehr teuer.

Sind Diodenlaser mit hohen Leistungen existent?

Gibt es noch eine andere Laserquelle, die in Frage kommen könnte?

MfG Helmuth

postmaster-ino

Hi

Hier ist dann die Frage, was Du als hohe Leistung ansiehst.
Meine 500mW dürften schon ganz ordentlich in den Augen brennen (nein, ich werde Das nicht versuchen), das Streulicht sollte aber für die Haut eher kein Problem darstellen - also noch weit von kurzärmlig Schweißen entfernt.
Diodenlaser gibt's z.B. auf eBay in Hülle und Fülle, von Oben an sortiert fiel mir die erste Leistungsangabe bei einem vergleichsweise günstigem Haarentfernungs-Gerät (1500€ ... ganz oben stehen akut 26k€) mit 300W ins Auge.
Die 'normalen Hobby-Laser' (aka 4W, eBay) gibt's hier knapp unter 100€.
Etwas in der Richtung würde ich wohl 'am anderen Raumende' befestigen und über Spiegel auf dem Werkstück 'kratzen' lassen.
Durch die weite Entfernung spielen die paar cm Entfernungsdifferenz beim Fokus wohl nur eine untergeordnete Rolle.
Das Fokussieren dürfte aber wohl ein Spaß werden, da man weit entfernt vom Arbeits-Punkt Diesen einstellen muß und die ganze Zeit ein nicht gerade ungefährlicher Laserstrahl 'durch die Gegend flitzt'.

Wie weit man dann, von der Leistung, mit dem 4W-Gerät kommt, also wie lange der Strahl dann doch auf dem Punkt stehen bleiben muß, bevor das Balsa-Holz durch ist oder das Styropor nachgegeben hat - kA.
Mit 500mW lässt sich Holz verkohlen und Papier schneiden, sämtliche von mir versuchten Styropor-Materialien machte der Laser aber rein gar Nichts.

Mehr Leistung wäre bestimmt interessant, eben dünnes Holz ausschneiden, aber mir aktuell noch zu teuer - auch, weil ich nicht wirklich wüsste, was ich nun mit dem Laser wirklich großartiges Neues anstellen sollte.
Und beim Schriften Gravieren (Metall geht bei mir ebenfalls überhaupt nicht, wenn's lackiert ist, kann man den Lack wegbrennen) müsste man sehen, daß man das Zuviel an Leistung weg bekommt - und Da weiß ich nicht, wie z.B. der an meinem Modul angebrachte Lüfter (40er PC-Lüfterchen) darauf reagiert, wenn ich dem Teil nur noch 10% Leistung gebe.

Alles in Allem ein interessantes Gebiet, nicht ganz ungefährlich und man kann prima Geld drin versenken.

MfG

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