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Topic: [Projekt-Idee] Arduino Drum-Computer  (Read 776 times) previous topic - next topic

Rabenauge

Man kann ohne weiteres aus nem UNO (ein ProMini tuts auch, wenn es _wirklich_ billig werden soll) ein Midi-Interface bauen.
Das ist dann quasi nur die Schreibmaschine, mit z.B Piezosensoren lassen sich da ohne weiteres Touchpads  basteln, die auch wirklich gut funktionieren.
Falls es noch bissel nach Schlagzeug aussehen soll (und man die Sensoren nich selber bauen will)- für die Playstation oder irgend so ne Konsole gibts so ein Ding fertig, das braucht man nur auf Midi umbauen.
Da gibts irgendwo auf Youtube was zu....
Dann nimmt man nen billigen USB-Midi-Adapter (gibts fertig, für nen Zehner), und macht den Rest im Laptop.
Beispielsweise mit Hydrogen, ein sehr leistungsfähiger Schlagzeug-Synthie, für den auch grosse Mengen an Samples verfügbar sind. Gratis.

Oder, du nimmst eine DAW- gratis wäre z.B. LMMS (auch für Windows verfügbar), dort kannst du Soundfonts  einbinden, mit den entsprechenden VST-Plugins auch komplette Soft-Synthesizer.

Noch ne Alternative, wenn das Ganze transportabler werden soll: ein Raspberry. Auf den Dingern laufen so _einige_ Synthesizer inzwischen (Hydrogen weiss ich noch nicht, bin noch nicht zu gekommen, das zu probieren), und Soundfonts kann der auch handlen. Dadurch reicht QSYnth schon aus....und _das_ läuft auf nem Pi3 problemlos, in Verbindung mit Jack.

Als Schreibmaschine genügt hier ebenfalls _irgendein_ Midi-Eingabegerät, zusammen mit nem Midi-USB-Kabel.
Damits auch nach was klingt, dann noch irgendeine USB-Soundkarte dran- sowas ist ab 10-15€ zu haben (je nach Ansprüchen auch fürs zwanzigfache).
Sowas kann man dann auch schon mit ner kräftigen Powerbank betreiben.

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Grüssle, Sly

RudiDL5

#16
Jan 14, 2019, 11:13 am Last Edit: Jan 14, 2019, 11:32 am by RudiDL5
Hallo zusammen,

das im Ruhrgebiet verregnete WE lieferte mir den notwendigen Freiraum viel zu lesen und zu stöbern. Im Grunde habe ich meine Gedanken "MP3" und "PWM" endgültig verworfen und bleibe bei WAV. Es ist schon ein deutlich hörbarer Unterschied.

Bei den FRAMs habe ich ein neben dem genannten Beitrag ein Datenblatt zu Rate gezogen - und es erinnert mich stark an meine bisher erfolgreichen Versuche mit EEPROMS. Wie sich die Zugriffszeiten via I2C oder SPI entwickeln muß ich durch weitere Versuche ermitteln.

Und die freundlich angebotene Unterstützung in Bezug auf MIDI kommt mir sehr gelegen. Ich gebe zu dass ich hierbei noch einiges an Defiziten habe - immerhin hatte ich in den letzten vielen Jahren keine Verwendung dafür. Daher stehe ich damit erst am Anfang und freue mich auf weitere Korrespodenz. Spontan fällt mir dazu ein, dass ich auf jeden Fall darauf zurückgreifen werde, weil ich demnächst einen "MIDI2CV-Konverter" bauen will. Den brauche ich um die zukünftige Klaviatur an den Synthi anschließen zu können.

Auf jeden Fall bleibt das Ziel bestehen, vollständig unabhängig vom PC bleiben zu können. Die Kosten spielen dabei vielleicht eine weniger erhebliche Rolle. Natürlich auch - aber das mit der Kreativität hatte Gregorss schon erstaunlich vergleichbar mit der eigenen Situation angesprochen. Als "notorischer Bastler" schwärme ich davon, so ein modulares Ding mit vielen Reglern und Patchmöglichkeiten zu bauen. Auch wenn alles im PC oder so laufen könnte - ich habe selbst schon FL-Studio im Einsatz und habe damit einiges gut hörbares produziert - aber es ist alles für mich "nichts zum anfassen und drin herumrühren"  ;)

Einstweilen also herzliches Dankeschön an alle für die motivierenden Beiträge.
Da das obige sich zu einer "Dauerbaustelle" entwickelt - wird es eine
Weile brauchen bis ich wieder von mir hören lassen.

Beste Grüße
Rudi

Doc_Arduino

Im Grunde habe ich meine Gedanken "MP3" und "PWM" endgültig verworfen und bleibe bei WAV. Es ist schon ein deutlich hörbarer Unterschied.
Hallo Rudi,

das interessiert mich jetzt näher. Mit welchen mp3 Bitraten hast du verglichen? Gewöhnlich hört man ab 128kBit und spätestens ab 192kBit keinen Unterschied mehr und spart eine Menge Speicherplatz im Vergleich zu wav. Wie es mit der Dekodierung aussieht weiß ich allerdings nicht.

Tschau
Doc Arduino '\0'

Messschieber auslesen: http://forum.arduino.cc/index.php?topic=273445
EA-DOGM Display - Demos: http://forum.arduino.cc/index.php?topic=378279

RudiDL5

Hi Doc_

gute Frage, nächste Frage...  ;) Da ich in meinen Programmen in der Vergangenheit nur mit "Standard"-Einstellungen gearbeitet hatte, habe ich auf die Bit/s bisher nur selten geachtet... (vielleicht beim WAV-Export aus "FL-Studio" heraus). Ich habe dennoch nachgesehen - und bin für eine längere Test-Rhythmussequenz zu folgenden Ergebnissen gekommen:

Dateigröße WAV: 1,72 MB bei 1411 kBit/s
Dateigröße MP3: 185 kByte bei 446 kBit/s
Die Umwandlung erfolgt innerhalb "Audacity" mit "Lame-Decoder"
Modus "Voreinstellung", 170-210 kBit/s
Sample Rate 44100 Hz

Vielleicht habe ich hier schon einen Fehler gemacht. Denn dass ich noch mehr Einstellmöglichkeiten in Bezug auf Qualität habe - hatte ich leider ... leider erst gerade entdeckt. Ich hatte vor zwei Jahren dem Kollegen "agmue" ein paar meiner eigenen Songs als MP3 geschickt - und da ist mir im Kopfhörer aufgefallen, dass bei "genauem Hinhören" das eine oder andere leise "Knirschen" (gegenüber der "originalen" WAV) im Hintergrund war.

Das alles ist aber zunächst nicht so wichtig, denn die einzelnen "Trommeln" lassen sich noch "gerade eben" in z.B. einen 328P bringen. Für "kleinere" WAVs (z.B. ein "Snare-Drum") konnte ich sogar einen Mega 8A einsetzen. Ein Sketch (oder eine Assembler-Routine) für das Lesen der MP3-Daten habe ich im Moment noch nicht. Ich bau die geplante "Schießbude" erst mal in der "einfachen" Version fertig. Die anderen Vorschläge kommen im Laufe der Zeit hinzu.

Ich möchte halt zunächst einen kleinen "Start" hinlegen, den man schon "hören" kann :) Gelingt es mir "akzeptabel", geht es an die nächsten Schritte und Verbesserungen.

Schöne Grüße
Rudi

Doc_Arduino

Hallo Rudi,

also das mp3 Soundfile an sich ist okay, nur beim codieren kamen aus unbekannten Gründen irgendwelche Knackser rein. Alles andere hätte mich gewundert. Hoffe ich habe das richtig interpretiert. Den Knacksern nachzugehen kostet natürlich viel Zeit. Wenn du mit der wav Größe klar kommste, dann ist ja gut.    ;)
Tschau
Doc Arduino '\0'

Messschieber auslesen: http://forum.arduino.cc/index.php?topic=273445
EA-DOGM Display - Demos: http://forum.arduino.cc/index.php?topic=378279

agmue

Gewöhnlich hört man ab 128kBit und spätestens ab 192kBit keinen Unterschied mehr und spart eine Menge Speicherplatz im Vergleich zu wav.
MP3 ist eine auf das gesunde menschliche Ohr1) optimierte verlustbehaftete Komprimierung. Spielt beispielsweise ein Orchester, so nehmen wir nur einen Teil der Töne wahr. Die Komprimierung läßt alle nicht hörbaren Töne weg. "Gewöhnlich" bemerket der Zuhörer keinen Unterschied.

Ein Redakteur der c't bemerkte auf diese Weise, daß er einen Gehörschaden hatte, da er zwischen Original und MP3 einen Unterschied hörte. Im Original hörte er teilweise jene Töne, die uns normalerweise verborgen bleiben und durch MP3 verloren gingen.

Da ich Rudi hohe Qualitätsansprüche unterstelle, wollte ich auf diesen Aspekt hingewiesen haben.


Anm.:
1) Die akustische Wahrnehmung ist eine Kombination aus Ohr und Gehirn. Wer genau wissen möchte, was wo passiert, möge sich bitte an anderer Stelle schlau machen.
Die Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)

RudiDL5

Werter Herr agmue,
na Sie unterstellen mir ja Dinge ... da müssen wir mal "life" drüber reden ...

Hihi, Scherz  :D  :D  ;) Aber du hast vollkommen Recht, diesen Effekt kenne ich auch und habe darüber schon gelesen. Denkwürdig erscheint mir, dass ich vielleicht das gleiche Problem wie der Redakteur habe - denn so hin und wieder erlebe ich selbst so seltsame Effekte. Gerade was die Differenz zwischen MP3 und WAV betrifft.

Das erinnert mich daran, dass ich auf Grund dessen letztens mal einen Hörtest machen wollte. Allein schon deshalb, weil mir vor vielen Jahren jemand mit einer Schreckschusspistole am Ohr herumgefummelt hatte - und ich in den 70ern selbst viel "Krach" mit der E-Gitarre gemacht hatte. Nix is unmöchlich ...  Danke für die Erinnerung. :)

Lieben Gruß und so
Rudi

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