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Topic: Schiebeschalter mit drei Polen an 5V und GND (Read 641 times) previous topic - next topic

stef308

Hallo

Ich frage mich gerade, wenn ich einen Schiebeschalter mit drei Pins an den Arduino anschliessen möchte, kann ich dann den einen an 5V, den zweiten an einen digitalen Eingang und den dritten an Ground ansschliessen und das ganze mit pinMode(INPUT) am digitalen Input angeben? In diesem Fall wäre ein PULLUP oder PULLDOWN überflüssig? Oder müsste/könnte ich trotzdem den internen PULLUP aktivieren?

Grüsse

Stef

agmue

Mechanisch bedingt hat der Schiebeschalter einen elektrisch undefinierten Zustand, der mit einem aktivierten PullUp-Widerstand nicht auffällt.
Wahnsinn und Verstand trennt nur eine dünne Wand. (Daniel Düsentrieb)

HotSystems

wenn du den Schalter mit einem Ohm-Meter durchmisst, wirst du sicher feststellen, der hat je nach Richtung immer den mittleren Pin mit einem äußeren Pin verbunden.

Den schaltest du mit einem äußeren Pin an einen Eingang mit internem Pullup und den mittleren Pin an GND.
Der Rest ergibt sich dann von selbst.

Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

stef308

Danke für die schnellen Antworten!

Das heisst, entweder ich schliesse GND und 5V an die äusseren Pins an, den digitalen Input an den mittleren und aktiviere den internen PULLUP aber dennoch.

Oder Variante zwei ich nehme nur wie bei den Tastern GND an einen äusseren Pin und den digitalen Input in die Mitte und aktiviere den internen PULLUP wie gewohnt.

Grüsse

Stef

HotSystems

Danke für die schnellen Antworten!

Das heisst, entweder ich schliesse GND und 5V an die äusseren Pins an, den digitalen Input an den mittleren und aktiviere den internen PULLUP aber dennoch.

Oder Variante zwei ich nehme nur wie bei den Tastern GND an einen äusseren Pin und den digitalen Input in die Mitte und aktiviere den internen PULLUP wie gewohnt.

Grüsse

Stef
Du brauchst nur Variante 2 verwenden. 5V benötigst du nicht am Schalter.
Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

stef308


HotSystems

Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

uwefed

Es ist dennoch ein kleiner Unterschied ob Du einen Schließer mit Pullup/Pulldown oder einene Wechsler nimmst.
Bei Tastern/Schaltern mit Pullup/Pulldown Widerstand fließt bei Betätigung ein kleiner Strom über den Widerstand. Wenn Du einen Wechsler nimmst und den Eingang auf GND und +5V schaltest hast Du keinen zusätzlichen Strom (nur den Leckstrom des Eingangs). Das kann bei extremen Stromsparschaltungen sinnvoll sein.

Ein Controller in Sleep mit einem geschlossenen Schalter der dann 0,5mA über den Pullup/Pulldown verbraucht ist wenig sinnvoll.

Gleich wie ein Taster hat man beim Schalter einen Bereich der "prellt" bzw der Eingang in der Luft hängt und Störungen einfängt, die für einen undefinierten Zustand sorgen. Das mußt durch eine "Entprellung" und einen schnell komutierenden Schalter der nicht in Leerstellung verharren kann, aufgefangen werden.

Grüße Uwe

stef308

Es geht um so einen Schiebeschalter wie hier zum Beispiel.
Da gibt es doch kein Prellen? Ist entweder ein oder aus. Hab ihn jetzt mit GND und digitalem Pin mit PULLUP verbunden ohne zusätzlichem +5V am dritten Pin des Schalters.

HotSystems

Es geht um so einen Schiebeschalter wie hier zum Beispiel.
Da gibt es doch kein Prellen? Ist entweder ein oder aus. Hab ihn jetzt mit GND und digitalem Pin mit PULLUP verbunden ohne zusätzlichem +5V am dritten Pin des Schalters.
Prima, so wird es jetzt auch mit richtiger Software funktionieren.
Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

uwefed

Es geht um so einen Schiebeschalter wie hier zum Beispiel.
Da gibt es doch kein Prellen? Ist entweder ein oder aus. Hab ihn jetzt mit GND und digitalem Pin mit PULLUP verbunden ohne zusätzlichem +5V am dritten Pin des Schalters.
Hatte ich doch geschrieben.
Auch ein Schalter kann prellen. Außerdem hat er zwischen den beiden Endstellungen einen Bereich an dem weder der eine noch der andere Kontakt mit dem gemeinsamen Kontakt Verbindung hat. Wenn man die beiden Endstellungen mit GND und +5V verbindet dann hat man beim Umschanten Momente an denen am Arduinoeingang keine Spannung anliegt. Ein unbeschalteter Digitaleingang am Arduino hat einen nicht definierten Zustand. Je nach vorhandenen Stöhrungen liest er L oder H. Das sind dann die gleichen Symptome wie Prellen.

Wenn Du den Schalter als einfachen Schließer mit einem Pullupwiderstand nimmst dann hast Du keine Probleme mit einem unbeschalteten Arduinoeingang, aber das mechanische Prellen würde ich nicht 100% ausschließen.
 
Grüße Uwe   

Rintin

Neben dem offenen Zustand gibt es noch die Möglichkeit, das der Schalter kurzzeitig alle Anschlüsse miteinander verbindet.

Wenn man dann zwischen 5V und GND umschaltet hätte man eine 1A Kurzschlus.


combie

Es geht um so einen Schiebeschalter wie hier zum Beispiel.
Da gibt es doch kein Prellen?
Ein mechanischer Schalter ohne Prellen?
Ich behaupte: Ein solcher wurde noch nicht gefertigt.
Nobody is perfect!
(und selbst der nicht zu 100%)

michael_x

Neben dem offenen Zustand gibt es noch die Möglichkeit, das der Schalter kurzzeitig alle Anschlüsse miteinander verbindet.
Wenn man dann zwischen 5V und GND umschaltet hätte man eine 1A Kurzschlus.
Bei guten Schaltern ist dies in der Regel explizit ausgeschlossen ( Break Before Make ), weil dies auch in anderen Anwendungsfällen nur Ärger macht.
Bleibt aber, neben dem Prellen, der offene Zustand des mittleren Pins, wenn der Schieber in Mittelstellung ist oder langsam bewegt wird.

HotSystems

Bei guten Schaltern ist dies in der Regel explizit ausgeschlossen ( Break Before Make ), weil dies auch in anderen Anwendungsfällen nur Ärger macht.
Bleibt aber, neben dem Prellen, der offene Zustand des mittleren Pins, wenn der Schieber in Mittelstellung ist oder langsam bewegt wird.
Dazu gibt es ja den Pullup-Widerstand am Pin, den der TO nach seiner Aussage auch aktiviert hat.
Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

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