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Topic: Netzteil von Aliexpress beim Zoll (Read 1 time) previous topic - next topic

chefin

Vorsicht!

Was hier gerade passiert, ist Unterstützung bei einer Straftat, Steuerhinterziehung.
Die Freibeträge gelten übrigens nicht nur pro Sendung, sondern auch für Zeiträume.

Der Zoll bringt es durchaus fertig Listen zu führen und wenn das "Maß voll" ist, das als gewerblich einzustufen und wenn man nicht alles lückenlos belegen kann, auch rückwirkend für 10 Jahre zu schätzen.
Das aufsplitten von Rechnungen/Sendungen wird dann auch gerne mal als Vorsatz eingestuft.
Naja...bei Straftaten ist es immer noch so, das der Staat MIR meine Schuld beweisen muss und nicht ich meine Unschuld. Da muss man schon ziemlich oft immer wieder das selbe bestellen und dann keine Erklärung dafür haben. Falls wir da von Hochleistungshobbysportler reden, die monatlich für 250 Euro Teile kaufen zum Basteln und bauen, könnte es vieleicht anfangen das der Zoll mal in diese Richtung nachdenkt. Bis die da einen Anfangsverdacht draus basteln muss man schon ziemlich hoch hinaus.


Ich tue mir schon schwer, mir vorzustellen, wieviel man regelmässig an Geld ausgeben muss bis man als Gewerblich angesehen wird, das ganze aber nur als Hochleistungshobbisten darzustellen.

Allerdings, sollte man für Kumpels und Freunde oder Vereinsmitglieder immer wieder bestimmte Komponenten zusammen bauen, ohne das man was davon hat, just für die Geselligkeit, muss man das trotzdem deklarieren. Fand ich befremdlich aber ist leider so. Mich hat es überrascht, das ich als Vermieter die Nebenkosten, die ich 1:1 wieder abführe trotzdem in der Einkommensteuer als Einnahmen angeben muss. Nicht nur die Miete, sondern die ganze Summe die reinkommt. Und dann darf ich die Nebenkosten die ich zahle abziehen, der rest ist die Miete die ich versteuern muss. Kommt das selbe bei raus, als würde ich NUR die Miete eintragen als Einnahmen. Aber ist nicht erlaubt. Der Betrag auf dem Konto muss mit dem Betrag der Einnahmen korrelieren. Die wollen die 12 x 350 = 4200 als Einnahmen sehen. Weil genau das eben auf dem Kontoauszug steht. WARUM konnte mir keiner wirklich sagen, das wird halt so gemacht, so funktioniert Buchhaltung eben.

Das kann dann zum Anfangsverdacht führen und da muss man sich einfach im klaren sein, das man hier für Dritte arbeitet, auch wenn keine Gewinne fliesen. Das Finanzamt hat leider auch viele Fälle in denen dann diese Gefälligkeiten durch Gegenleistungen unbar kompensiert wurden. Und am Ende war das eben keine Nachbarschaftshilfe mehr sondern echte Arbeit.

Das ist nicht einfach für die Behörden, einerseits keine Schlupflöcher offen zu lassen und andererseits hilfsbereite Enthusiasten nicht vor den Kopf zu stossen. Aber ich lass mich da lieber mal vor den Kopf stossen, als das zuviel Steuerschlupflöcher offen bleiben.

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