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Topic: 9V-Batterie in Schaltung sehr schnell leer (Read 835 times) previous topic - next topic

112marv

Hallo,
ich habe für meinen Sohn letzte Woche etwas zum spielen gebaut.
Ich habe es am Donnerstag fertig bekommen, in Summe war es höchstens 20 min. eingeschaltet und die 9V-Batterie hat jetzt nur noch ~4,5V.
Eigentlich ist nicht viel drin. Ich benutze einen Arduino Nano mit 5 LEDs und einen Taster und von der gleichen Batterie nochmal über einen Drehschalter sechs LEDs, die ich einzeln "ansteuern" kann.

Anbei mal ein symbolischer Aufbau. Die Vorwiderstände habe ich in der Zeichnung der einfachheit halber weggelassen.

Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?

noiasca

#1
Oct 13, 2019, 12:04 pm Last Edit: Oct 13, 2019, 12:06 pm by noiasca
Was ist das für ein schwarzes Ding in der Plusleitung?
Wie viele mAh hat deine Batterie?
Wie viel mA verbraucht dein Nano?

oder kurz zusammengefasst:
Dauerbetrieb mit einem 9V Block ist nicht.
how to react on postings:
- post helped: provide your final sketch, say thank you & give karma.
- post not understood: Ask as long as you understand the post
- post is off topic (or you think it is): Stay to your topic. Ask again.
- else: Ask again.

Serenifly

#2
Oct 13, 2019, 12:28 pm Last Edit: Oct 13, 2019, 12:38 pm by Serenifly
Das ist generell so. Die meisten 9V Batterien haben nur eine sehr geringe Kapazität. Ein paar hundert mAh sind nicht unüblich. Wenn du über die LEDs dann 20mA schickst ist die schnell leer. Die sind für Anwendungen bei denen man nicht viel Strom braucht und/oder die nur ab und zu für sehr kurze Zeit laufen. z.B. für Fernbedienungen früher als so noch Klötze waren.

LEDs leuchten aber auch schon mit weit weniger Strom. Und es gibt auch spezielle low-current LEDs.

HotSystems

Am Besten du misst mal den Stromverbrauch deines "Spielzeugs", dann siehst du schnell, dass ein 9Volt-Block dafür wohl ungeeignet ist.
Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

Deltaflyer

Hallo noiasca,

Das schwarze Ding in der Plusleitung ist ein kleiner Schiebeschalter mit 2 Positionen on - on wobei nur eine position angeschlossen/aktiv ist. damit wird der Schalter zum on - off Schalter.

Ja , lange hält so ein 9V Block nicht, wenn der auch noch LED's versorgen muss. Und dan gibt es da auch noch erhebliche Qualitäts, oder genauer Kapazitätsunterschiede.

LG Stefan

112marv

Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ohne mir groß Gedanken zu machen, habe ich nur auf die Spannung, nicht auf die Kapazität geachtet.
Wir könnte man das Problem lösen ohne vom Netz abhängig zu sein?
Einfach ein Akku mit höherer Kapazität?
Ich messe nachher mal, was die Schaltung verbraucht.

gregorss

Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?
Der Schalter braucht zu viel Strom.

Nee, Blödsinn :-) So irre viel willst Du wirklich nicht antreiben. Der Grund wird sein, dass Batterien eben nicht für Dauerbetrieb  taugen. Da ist eh nicht so irre viel drin und die im Zehnerpack aus China sind für die Tonne gedacht.

Gruß

Gregor
Nicht lange fackeln, lass' Backen wackeln! (Seeed)

HotSystems

Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ohne mir groß Gedanken zu machen, habe ich nur auf die Spannung, nicht auf die Kapazität geachtet.
Wir könnte man das Problem lösen ohne vom Netz abhängig zu sein?
Einfach ein Akku mit höherer Kapazität?
Ich messe nachher mal, was die Schaltung verbraucht.
Z.B. eine Powerbank, die haben meist sehr viel mehr Kapazität.
Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

michael_x

Quote
Wie viele mAh hat deine Batterie?
Das ist nicht so leicht zu beantworten und hängt stark von der Belastung ab.

Es gibt Hersteller die Datenblätter veröffentlichen, aus denen du entnehmen kannst, dass eine Batterie die bei 2mA 300 Stunden hält, bei 250 mA in einer halben Stunde leer ist.

Quote
Dauerbetrieb mit einem 9V Block ist nicht.
Das ist zwar richtig, aber marv's Verwunderung kann ich schon verstehen.

Serenifly

#9
Oct 13, 2019, 12:44 pm Last Edit: Oct 13, 2019, 12:47 pm by Serenifly
Ein Arduino läuft auch mit etwas weniger als 5V. 3 * 1,5V geht auch mit Batterien. Oder 4 * 1,2V mit Akkus

Und optimiere wie gesagt den Verbrauch der LEDs. Mache die Vorwiderstände (die auf deinem Bild irgendwie fehlen!) gerade groß genug dass sie vernünftig leuchten ohne zu viel Strom zu verschwenden

gregorss

Mache die Vorwiderstände (die auf deinem Bild irgendwie fehlen!) ...
Schreibt er doch.

Auch mir fällt zur Sache ein, den Verbrauch der LEDs zu drosseln. Evtl. ist PWM möglich ...?

Gruß

Gregor
Nicht lange fackeln, lass' Backen wackeln! (Seeed)

112marv

Schreibt er doch.

Auch mir fällt zur Sache ein, den Verbrauch der LEDs zu drosseln. Evtl. ist PWM möglich ...?

Gruß

Gregor
Wenn das wirklich Strom spart, dann könnte ich das machen. Das wusste ich nicht, aber macht ja tatsächlich Sinn.

uwefed

#12
Oct 13, 2019, 01:59 pm Last Edit: Oct 13, 2019, 01:59 pm by uwefed
Schreibt er doch.

Auch mir fällt zur Sache ein, den Verbrauch der LEDs zu drosseln. Evtl. ist PWM möglich ...?

Gruß

Gregor
PWM mit größeren Strom oder mittels größeren Widerstand weniger Strom kommt (fast) auf gleiche. Fast wegen der Verluste an dem Innenwiderstand der Batterie der nicht konstant sondern stromabhängig ist.

Also ist es einfacher und besser kleinere Vorwiderstände zu nehmen.

Grüße Uwe

senseman

Man könnte auch nen Nackten Atmel 328 nutzen spart auch nen bisschen ein und dann würde ich Knopfzellen nutzen z.b. CR 2430/2450.
Das ganze dann in einer gemischeten Paralel / Reihenschaltung.
Würde dann ca. 6V und doppelte Kapazität ergeben. 5,5V kann der MC ab haben.

uwefed

Man könnte auch nen Nackten Atmel 328 nutzen spart auch nen bisschen ein und dann würde ich Knopfzellen nutzen z.b. CR 2430/2450.
Das ganze dann in einer gemischeten Paralel / Reihenschaltung.
Würde dann ca. 6V und doppelte Kapazität ergeben. 5,5V kann der MC ab haben.
Ich rate für Anfänger von einem Nackten ATmega328 ab. Es gibt zuviele Fallstricke. Wieso nicht einen Arduino mini nehmen. Da ist auch nichts unnötiges drauf und er kann mittels eines USB-Serial-Adapter programmiert werden weil er einen Bootloader drauf hat.

Grüße Uwe

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