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Topic: Wegmessung über Wochen sowie Schreiben der Messdaten auf SD Karte (Read 639 times) previous topic - next topic

themanfrommoon


123abc123

Dass der Messaufnehmer 9 Eingänge hat, habe ich gesehen. So ein Gerät kostet aber etwa 3000 Euro + 300 Euro für jeden einzelnen Wegaufnehmer - das entspricht dann etwa den 600,- Euro.

Die Wegaufnehmer von Aliexpress helfen mir glaube ich nicht weiter. Ich benötige wirklich die Funktion der Messuhr oder eines Linear Potentiometers. Ich benötige einen gewissen Druck auf die sich bewegende Platte. Im Prinzip messen wir die Verlängerung einer Probe. Diese ist an einer Seite fest gelagert und auf der anderen Seite hängt ein Gewicht. Auf der Seite mit dem Gewicht liegt die Messuhr auf und wird zum Experimentstart genullt. Anschließend verlängert sich aufgrund des Gewichts die Probe. Diese Verlängerung möchte ich abhängig von der Zeit messen.

Wie bereits gesagt - der Experimentaufbau ist so schon fertig gestellt - daran wird sich auch zwangsläufig nichts mehr ändern. Ich suche jetzt ausschließlich nach einer Möglichkeit, die analoge Messuhr durch eine digitale zu ersetzen (gerne auch ein Wegaufnehmer) und die Daten automatisch mitzuschreiben. Diese Lösung sollte bestenfalls unter 200 Euro kosten um signifikant günstiger als vergleichbare und gut funktionierende kommerziell erhältliche Lösungen zu sein

Edith sagt noch: Messschieber und andere Messmöglichkeiten bieten ohne das Experiment signifikant zu ändern, leider nicht die Möglichkeit, dass diese sich selbst nachstellen. Daher bin ich so auf die Messuhren oder Linearpotentiometer fixiert.

zwieblum

Wenn du nichts am Experimentaufbau ändern möchtest bleibt wirklich nur die Kamera, kommt auf ~ 100.- Hardware pro Messuhr (incl. ein paar 3d-gedruckte Teile für die Montage, Beleuchtung etc.). Bleiben noch 5000.- für's Programm, das ist machbar.

Die Digitalem Messuhren - aehm, jene mit Digitalanzeige - haben einen Datenport, aber das Format, das da rauskommt, ist nicht gerade gut dokumentiert (soll heißen, ich hab' erst ein Projekt mit reverse engeneering von dem Protokoll gefunden, und das war~ 10 Jahre alt)

123abc123

Die Kameralösung halte ich nicht für zielführend. Wenn die allgemeine Meinung ist, dass das nicht umsetzbar ist, werde ich wohl auf die Ahlbornlösung zurückgreifen müssen. Wobei ich noch nicht verstehe, wie ein derart hochwertiges Labormessgerät mit so großer Funktionalität (die ich nicht benötige) günstiger ist als ein Mikrocontroller mit Messuhr. Soweit ich die Datenblätter verstehe, liest das Ahlbornmessgerät doch nichts anderes als das verlinkte 100 Euro Linearpotentiometer aus? Gibt es da echt keine einfache Lösung eine Wegänderung über 2 Monate zu messen?

themanfrommoon

Wir haben mit folgenden Sensoren mal was im Hundertstel-Millimeter Bereich vermessen https://www.hbm.com/de/3060/wi-induktiver-wegaufnehmer-miniatur-taster/
Allerdings musst du dafür die Kennlinie kalibrieren und in deine Messtechnik implementieren, um die absolute Genauigkeit hinzukriegen.
Wir haben den originalen ~8000,-€ Mehrkanalmessverstärker benutzt.
Aber vielleicht nützt dir der Sensor ja was?!
Ansonsten digitale Messuhr mit Datenport. Da muss man dann "nur" noch das Datenprotokoll hacken und implementieren.

Lieben Gruß,
Chris

postmaster-ino

Hi

Naja - Versuch macht Kluch - was spricht dagegen, so einen Sensor zu kaufen und beim Chinesen des geringsten Misstrauens einen ADC mit möglichst vielen Bit, Den man am Arduino anflanschen kann?
(oder vom deutschen Händler - Die liefern schneller (allerdings nur teilweise!) )
Dann sind wir für die ersten Versuche noch weit von den 600€ weg, können das Zeug zusammen bäppen, dem Arduino einen kleinen Sketch aufspielen und Der zeigt Dir (im Terminal/auf LCD/per SMS auf dem Handy *teilweise Zusatzhardware nötig*) den Messwert an - parallel zu Deiner jetzigen Messung, wodurch Du das neue System zumindest etwas beurteilen kannst.

MfG
Dein Problem, Dein Sketch, Deine Bilder.
Ob ich ohne Diese an Deinem Problem arbeiten will, entscheide aber immer noch ich.
Große Buchstaben? Immer wieder, neben Punkt und Komma, gerne gesehen.

zwieblum

Die Dinger sind Messbrücken. Einfach mal so am Arduino anflanschen funktioniert, aber da kannst gleich ein Linearpoti anschließen.

themanfrommoon

Mein ungeprüfter und nicht damit beschäftigter Weg wäre das Anzapfen von digitalen Messuhren.
Da muss man sich nicht um die Messtechnik, Kalibrierung und Linearisierung kümmern, was meiner Erfahrung nach nicht trivial ist.

Ich vermute, die digitale Schnittstelle einer Messuhr wird irgendwas serielles sein. Das Datenprotokoll dürfte in der Anleitung dokumentiert sein.
Das dürfte machbar sein.

Damit muss man einfach mal anfangen.
Messuhr beschaffen, und loslegen.

Nur Mut! Wird schon!

Lieben Gruß,
Chris

123abc123

Kurzes Update nach etwas Recherche:

Ich denke, dass ich den baugleichen Wegaufnehmer des Ahlbornmessgerätes herausgefunden habe:

Datenblatt und Doku zum Wegaufnhemer

Sollte der TE-01 sein. Einziges Problem: Das Potentiometer liefert eine Spannung von 0 - 10 V. Schafft das der Arduino oder wie verarbeite ich ein derartiges Signal? Die Linearität / Messgenauigkeit des Wegaufnehmers sollte für die Anwendung passen.

Kann ich die Kabel des Potentiometers einfach an den DAC des Arduino anschließen oder gibt es da Probleme?

Zur Software:

Dieses Signal greife ich dann eigentlich nur noch im Sekundentagkt ab, rechne einen Skalierungsfaktor µm/V ein und lasse mir dann Zeit (vom RTC Modul), Temperatur (vom RTC Modul) und die skalierte Messgröße in ein .txt File auf der Karte ausgeben? Ist es tatsächlich so einfach oder übersehe ich etwas oder vergesse ich wichtige Module?

Eine Idee zu zustätzlichen Modifikationen: Gibt es die Möglichkeit über Knopfdruck Logikfunktionen zu implementieren?

- Nullen des Wegaufnehmers. D.h. Speichern von der aktuellen Spannung und jeweils teilen durch den gespseicherten Wert, der bei Knopfdruck vorlag?
- Starten der Messung / Nullen der Messzeit um den Start des Experiments zu definieren?


postmaster-ino

Hi

Eine Z-Diode mit 5,1V schadet auch nicht - sollte versehentlich von dem Schiebe-Poti etwas über 5V zum Pin kommen.

MfG
Dein Problem, Dein Sketch, Deine Bilder.
Ob ich ohne Diese an Deinem Problem arbeiten will, entscheide aber immer noch ich.
Große Buchstaben? Immer wieder, neben Punkt und Komma, gerne gesehen.

my_xy_projekt

Ich denke, dass ich den baugleichen Wegaufnehmer des Ahlbornmessgerätes herausgefunden habe:

Datenblatt und Doku zum Wegaufnhemer

Sollte der TE-01 sein. Einziges Problem: Das Potentiometer liefert eine Spannung von 0 - 10 V. Schafft das der Arduino oder wie verarbeite ich ein derartiges Signal? Die Linearität / Messgenauigkeit des Wegaufnehmers sollte für die Anwendung passen.

Kann ich die Kabel des Potentiometers einfach an den DAC des Arduino anschließen oder gibt es da Probleme?
Ich würde die 0-10V mit einem ADC MAX1177 (Datenblatt) aufarbeiten.
Der liefert 16 bit in zwei Byte.
Wurde hier gerne eingesetzt bei der Weiterverwendung von 0-10V Mischpulten.

Quote
Dieses Signal greife ich dann eigentlich nur noch im Sekundentagkt ab, rechne einen Skalierungsfaktor µm/V ein und lasse mir dann Zeit (vom RTC Modul), Temperatur (vom RTC Modul) und die skalierte Messgröße in ein .txt File auf der Karte ausgeben? Ist es tatsächlich so einfach oder übersehe ich etwas oder vergesse ich wichtige Module?

Eine Idee zu zustätzlichen Modifikationen: Gibt es die Möglichkeit über Knopfdruck Logikfunktionen zu implementieren?

- Nullen des Wegaufnehmers. D.h. Speichern von der aktuellen Spannung und jeweils teilen durch den gespseicherten Wert, der bei Knopfdruck vorlag?
- Starten der Messung / Nullen der Messzeit um den Start des Experiments zu definieren?
Ja, es ist so einfach.
Das mit den Knöpfen geht auch, hast aber keine Rückmeldung vorgesehen. Wenn der Rechner die ganze Zeit mit dran bleibt, gehts über den Seriellen Monitor, ansonsten evtl. via i2c nen 16x2 Display anbinben.

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