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Topic: Sketch bleibt beim ansteuern des TRIAC hängen  (Read 209 times) previous topic - next topic

swoo

Hallo zusammen,

war hier bis jetzt im Hintergund unterwegs, hab allerdings ein Problem mit dem ich nicht richtig weiter komme:

Ich will mit meinem Mega einen Kühlschrank ein und ausschalten. Zuerst habe ich ein SSR verwendet, der Kühlschrank hat dies allerdings relativ bald mit einem kurzen Lichtbogen am SSR zerlegt.

Darauf hin habe ich eine TRIAC Schaltung gefunden, die anfangs funktioniert hat (ein- und ausschalten). Will ich den Kühlschrank allerdings bei geringer Innentemperatur einschalten bleibt plötzlich der Sketch hängen und der Kühlschrank läuft dauerhaft.

Ich vermute, dass es am Kühlschrank liegt. Doch wie bekomme ich das Problem gelöst Stichwort Freilaufdiode / Snubber / Varistor ???

Ich habe mit allen drei Komponenten keine Erfahrung (wie dimensionieren und verschalten :smiley-confuse: )?

Danke

old-papa

#1
Aug 01, 2020, 04:47 pm Last Edit: Aug 01, 2020, 04:49 pm by old-papa
Naja, das Vodeo dazu ist etwas sehr schräg. Zumindest von Hardware hat der Kollege nur wenig Ahnung.

Allerdings frage ich mich, was man mit einer Phasenansteuerung am Kühlschrank will.
Außerdem schaltet man induktive Verbraucher nicht im Nulldurchgang sondern im Stromminimum, was eben bei diesen Lasten nicht das Selbe ist. Zwischen Strom und Spannung ergibt sich halt eine Verschiebung.... Die gezeigte Glühlampe ist ein (fast) reiner ohmscher Verbraucher, ein Kühlschrankmotor ist stark induktiv.

Den Code kann ich nicht beurteilen, davon verstehe ich noch zu wenig.

Dennoch: Wenn was knallt und blitzt, hast Du sehr wahrscheinlich ein Hardwareproblem.

Old-Papa

swoo

Allerdings frage ich mich, was man mit einer Phasenansteuerung am Kühlschrank will.
Den Teil für die Phasenansteuerung der Schaltung habe ich für den Kühlschrank nicht in Verwendung - macht ja kein Sinn.
 
Außerdem schaltet man induktive Verbraucher nicht im Nulldurchgang sondern im Stromminimum, was eben bei diesen Lasten nicht das Selbe ist. Zwischen Strom und Spannung ergibt sich halt eine Verschiebung.... Die gezeigte Glühlampe ist ein (fast) reiner ohmscher Verbraucher, ein Kühlschrankmotor ist stark induktiv.
Habe bis jetzt nicht darauf geachtet, zu welchem Zeitpunkt der TRIAC geschaltet wird. Wüsste auch nicht, wie ich den Zeitpunkt des Stromminimums ermittle.



HotSystems

Den Teil für die Phasenansteuerung der Schaltung habe ich für den Kühlschrank nicht in Verwendung - macht ja kein Sinn.

Und warum zeigst du uns etwas, was du nicht verwendet hast ?

Zeige uns bitte die Schaltung, so wie du sie verwendet hast, dann können wir evtl. auch helfen.

Und die verwendeten SSR sind offensichtlich zu schwach dimensioniert.

Da solltest du mal auf das Typenschild des Kühlschranks schauen, was der zieht.
Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

old-papa

#4
Aug 01, 2020, 05:17 pm Last Edit: Aug 01, 2020, 05:22 pm by old-papa
Den Teil für die Phasenansteuerung der Schaltung habe ich für den Kühlschrank nicht in Verwendung - macht ja kein Sinn.
Ok, soweit also gut.

Habe bis jetzt nicht darauf geachtet, zu welchem Zeitpunkt der TRIAC geschaltet wird. Wüsste auch nicht, wie ich den Zeitpunkt des Stromminimums ermittle.
Ich habe ein paar Steuerungen für Schweißtrafos (nach)gebaut, unter anderen diese hier:

https://www.avdweb.nl/popular/spotwelder/spot-welder-controller-building-kit (die alte Version)

Der Kollege hat zur Berechnung was geschrieben. Wie gesagt, Code ist für mich noch immer stark "verhirnungsbedürftig", ich bin eher der Hardware-Mensch.

Andererseits ist ein Kühlschrank ja noch eine vergleichsweise schwache Last, da sollte das noch nicht so stark ins Gewicht fallen.
Eher schon, wenn man kurz hintereinander Ein-Aus-Ein.... schaltet, Denn nach dem Ausschalten ist der Motor noch magnetisiert. Schaltet man nun direkt mit einer Phasenlage entgegen der momentanen Magnetisierungsrichtung erneut ein, dann kann das knallen. Auch sowas berücksichtigen moderne Steuerungen. Entweder man unterbindet ein schnelles Schalten (ist ja softwaremäßig kein Problem) oder man speichert die letzte Phasenlage im Controller ab. (Das wird bie "meinen" Steuerungen für Punktschweißtrafos so gemacht)

Old-Papa




uwefed

Du willst mit 2A SSR einen Kühlschrank schalten der beim Einschalten ein vielfaches des Stroms braucht? Nimm ein 25 oder 40A SSR und kühle es (schraube es auf ein Blech).

@ stromminimum.
Beim Einschalten ist es schwierig weil bevor man einschaltet ja nicht weiß welche Phasenverschiebung der Strom haben wird.  
Beim Ausschalten passiert das automatisch weil Tyristoren und Triac ausschalten wenn der Strom null wird.

Grüße Uwe

old-papa

Du willst mit 2A SSR einen Kühlschrank schalten der beim Einschalten ein vielfaches des Stroms braucht? Nimm ein 25 oder 40A SSR und kühle es (schraube es auf ein Blech).
uter Einwand! Wobei das nur wegen Einschaltstrom kein großartiger Kühlkörper sein muss.

@ stromminimum.
Beim Einschalten ist es schwierig weil bevor man einschaltet ja nicht weiß welche Phasenverschiebung der Strom haben wird. 
Beim Ausschalten passiert das automatisch weil Tyristoren und Triac ausschalten wenn der Strom null wird.
Grüße Uwe
Ja, der Strom wird Null, doch es bleibt ein beträchtlicher Restmagnetismus. Bei meinen Versuchen mit Punktschweißern (bei denen man ja zwangsläufig andauernd ein- und ausschaltet) ist mir schon oft die Sicherung geflogen. Warte ich einige Dutzend Sekunden, dann gehts. Darum merken sich gute Steuerungen die "Stromrichtung" im Abschaltmoment. Dazu wird ein µC-Port direkt (über R) an die Sekundärseite des Trafos gehäkelt. Oder gar primär, wenn die ganze Steuerung schutzisoliert ist. Ich kenne beide Versionen.

Old-Papa

uwefed

Quote
oder man speichert die letzte Phasenlage im Controller ab. (Das wird bie "meinen" Steuerungen für Punktschweißtrafos so gemacht)
Das sind schöne Worte, die aber nicht realisieren lassen.
Ein Kompressor hat oft einen Hilfskondensator der nach dem Anlauf mittels Stromrelais weggeschaltet wird.
Grüße Uwe

old-papa

Das sind schöne Worte, die aber nicht realisieren lassen.
Ein Kompressor hat oft einen Hilfskondensator der nach dem Anlauf mittels Stromrelais weggeschaltet wird.
Grüße Uwe

Ok, guter Einwand!

Old-Papa

swoo

...jetzt habt ihr mich etwas abgehängt, aber zuerst nochmal zu den offenen Punkten


Zeige uns bitte die Schaltung, so wie du sie verwendet hast, dann können wir evtl. auch helfen.
hier der Teil der Schaltung die ich verwende...


Code ist einfach nur "digitalWrite(D3, HIGH);" oder ""digitalWrite(D3, LOW);"

Und die verwendeten SSR sind offensichtlich zu schwach dimensioniert.

Da solltest du mal auf das Typenschild des Kühlschranks schauen, was der zieht.
Anbei das Typenschild ...

... dachte ursprünglich, dass für die 2A für 300W reichen sollten, aber wusste nicht das der Kühlschrank einen Induktiven Teil hat.


Du willst mit 2A SSR einen Kühlschrank schalten der beim Einschalten ein vielfaches des Stroms braucht? Nimm ein 25 oder 40A SSR und kühle es (schraube es auf ein Blech).
D.h. euer Vorschlag ist einfach ein größeres SSR zu verwenden - gibts die auch schon als Module zu kaufen?
... oder gibt es eine "einfache" Möglichkeit meine TRIAC Schaltung zu verstärken, dass sie mit dem Kühlschrank klar kommt? Dieser Snubber bringt, wenn ich das richtig verstanden habe, in meinem Fall nichts?!

Danke - Gruß



HotSystems

...jetzt habt ihr mich etwas abgehängt, aber zuerst nochmal zu den offenen Punkten


hier der Teil der Schaltung die ich verwende:

... dachte ursprünglich, dass für die 2A für 300W reichen sollten, aber wusste nicht das der Kühlschrank einen Induktiven Teil hat.


Dropbox ist großer Mist.
Poste deine Bilder direkt hier im Forum, dann bleiben deine Bilder auch später erhalten.

Und mit der Erklärung solltest du besser einen Fachmann deinen Aufbau machen.
Gruß Dieter

I2C = weniger ist mehr: weniger Kabel, mehr Probleme. 8)

uwefed

Quote
... dachte ursprünglich, dass für die 2A für 300W reichen sollten, aber wusste nicht das der Kühlschrank einen Induktiven Teil hat.
Jeder Motor und Trafo haben einen Induktiven Anteil. Außerdem haben fast alle Motore einen Anlaufstrom der größer ist als der Nennstrom. Außnahmen sind Schrittmotore; bei BLDC-Motoren weiß ich es nicht. Ok, Synchrongeneratoren können kapazitive Blindleistung produzieren und das wird von den Elektrizitätswerken auch gemacht um die induktive Blindleistung im Netz zu kompensieren.
Andererseits zeugt Deine Angaben daß Du mit der Materie nicht vertraut bist und darum es besser ist daß Du das Projekt abbrichst weil Du die nötigen Kenntnisse hast um das Projekt sicher aufzubauen.
Grüße Uwe

swoo

Danke für eure Hilfe und richtigen und wichtigen Apell an die Sicherheit, ich werde schauen, ob ich im Netz eine fertige Lösung finde, um mit dem Arduino den Kühlschrank zu steuern.

Projekt abbrechen ist leider keine Option.


my_xy_projekt

D.h. euer Vorschlag ist einfach ein größeres SSR zu verwenden
Was die anderen so vorschlagen, kann ich nicht beurteilen.
Ich empfehle Dir die Finger davon zu lassen und den guten Wein oder das gute Bier nicht mit schlechtem Material unter einem brennendem Haufen Schutt, den Dir Deine Versicherung nicht bezahlt, zu vergraben sondern auszuztrinken.

Der Kompressormotor zieht im Anlauf das 10 fache und mehr der Nennleistung.
Darauf sind LS und MLS ausgelegt. Ein SSR nicht. Und auch bei Relais ist die Frage der Kontaktstabilität eher mit Vorsicht zu beantworten.

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