12 Volt DCauf 9 Volt DC

Hi zusammen,

ist zwar kein richtiges Arduino-Forum aber ich stell die Frage trotzdem mal hier, weil ich das Forum einfach gut finde und ich weiß, dass ihr mir helfen könnte :wink:

Ich habe 3 Geräte mit den folgenden Anforderungen:

Gesangseffekt: 12 Volt, 0.6 A
Gitarreneffekt: 9 Volt, 0.5 A
Arduino: 9V? 0.5A?

Da ich nicht 3 Netzteile verwenden will, möchte ich gerne eine kleine Schaltung zusammenbasteln, an die ich EIN Netzteil anschließe und die dann alle 3 Geräte mit der entsprechenden Spannung versorgt.

Daher habe ich mir ein 12V 3A Netzteil gekauft und diese Schaltung hier zusammengelötet (siehe Anhang 1). Der Plan: ich greif mir vorne vor dem ersten C die 12 Volt für den Gesangseffekt ab und hinten nach dem C die 9 V für den Arduino und den Gitarreneffekt.
Sollte doch grundsätzlich so funktionieren, oder?

Leider habe ich, wenn ich hinten am Ausgang messe 0V (vorne messe ich 12.55V)…
Die Lötstellen hab ich alle nochmal überprüft, scheint alles zu passen.
Kann es daher entweder sein, dass der Spannungsregler defekt ist oder aber die Schaltung nicht passt?
Nach kurzem googeln habe ich nämlich noch mehrere Varianten gefunden (siehe Anhang 2 und 3).

Wär super, wenn ihr mir hier helfen könntet, danke…ich hab mit Spannungsreglern noch nie was gemacht…

Anhang3.gif

Anhang2.gif

Anhang1.jpg

Grundsätzlich sollte die Schaltung funktionieren, aber nur, wenn du auch den Regler richtig angeschlossen hast.
Nur warum verwendest du nicht einen fertigen StepDown-Regler ?

Hi

Etwas aussagekräftigere Bild-Titel hätten wohl nicht geschadet - wobei alle drei Bilder den 08/15 Standard-Aufbau der Schaltung eines Linear-Regler zeigen.

Das muß 'so tun' - wenn Du IN und OUT verwechselt hast, ist der Regler nun in den ewigen Halbleiter-Jagdgründen, da Er Es nicht ab kann, wenn am Ausgang eine höhere Spannung anliegt, als am Eingang.

Viel wichtiger:
Warum willst Du für die 9V Leistung verheizen?
(Ok, Gitarre klingt nach Musik, Da könnten Schwingungen eines Schalt-Regler ggf. stören).
Dann kannst Du natürlich die 9V für den Arduino hernehmen - oder die 12V - von der Menge der Verluste 'für den Arduino' ist's egal, da sowohl der 78xx, wie der Spannungsregler auf dem Arduino Längsregler sind - also Alles 'was zu viel ist, wird verheizt' - wobei hier durchaus Vorteile gegeben sind, wenn Du die Haupt-Hitze am TO220-Gehäuse lässt, als auf dem SMD-Käfer auf dem Arduino.

Kurz und knapp: Die Schaltung MUSS funktionieren.
Die Kondensatoren unterbinden Schwingungen (die Keramischen) bzw. puffern die Spannung (die Elkos) - beide Typen sind auf beiden Seiten kein Fehler - Näheres im DaBla des 78xx.

MfG

Hi,

was meinst du mit "Verheizen"? Ich nutze die 12 Volt ja für den Gesangseffekt und will eben dann auf 9 Volt runterregeln, da der Gitarreneffekt 9 Volt braucht (und der Arduino ja auch mit 9 Volt gut funktionieren sollte).

Ich denke auch dass die Schaltung funktionieren sollte, aber ich messe am Ausgang komischerweise 0 Volt;-(

Kann ich irgendwie überprüfen, ob der Spannungsregler defekt ist?

@HotSystems: Ich hatte die Bauteile halt noch zuhause, daher hab ich kein StepDown-Board gekauft.

Viele Grüße

Dann zeig doch mal ein Foto des Regleraufbaus.
Und mit den 7809-Regler verheizt du die Leistung, die der Regler deine Spannung reduziert, mal dem Strom.

Hi

Der 78xx wandelt Alles, was 'zu viel' ist, in Wärme um - er baut quasi eine Art Vorwiderstand, an Dem genau Das an Spannung abfällt, was gerade 'weg muß' - bei 1A Strom muß Der von 12V->9V 3V 'weg bekommen', wären 3W Verlustleistung - also wirklich heizen!

Mir ist nicht bekannt, wie sich ein 78xx 'falsch herum' zeigt - richtig herum sind's aber am Ausgang >0V - somit ist das Steinchen entweder gerade falsch herum dran (und damit frisch getötet), oder richtig und bereits vorher tot gewesen.
Beide Male wirst Du Diesen auslöten dürfen.

Siehe Dir das DaBla an - Bottom-View ist 'von Unten' - vll. ist Da schon der ganze Fehler versteckt.

MfG

Ich prüf die Schaltung morgen nochmal...gähn ;-(
Evtl. probier ich auch nochmal einen neuen 7809...falls ich noch einen hab.

Guts nächtle allerseits

postmaster-ino:
bei 1A Strom muß Der von 12V->9V 3V 'weg bekommen', wären 3W Verlustleistung - also wirklich heizen

Dafür braucht man einen Kühlkörper. Ein TO220 Gehäuse kann ohne Kühlkörper etwa 1W

Hallo,

hattest Du die 9Volt Verbraucher schon angeschlossen ?
Wenn da etwa 0,7A geflossen sind macht das bei dem TO220 Gehäuse und 20 Grad Umgebung ohne Kühlkörper

3Volt * 0,7A= 2,1Watt * 50K/W +20K = 125 Grad ich denke damit sollte das Ding nicht gestorben sein. ich gehe mal davon aus das Du bei der Messung nichts angeschlossen hattest.

Vermutlich ist doch was vertauscht.

Hi,

stimmt...ich hatte nichts angeschlossen sondern nur mit dem Multimeter am Ausgang des Spannungsreglers gegen Masse gemessen... dann probier ich das heute Abend nach der Arbeit direkt nochmal mit Verbraucher. Danke für den Tipp.

Aber was anderes noch: Warum gibt es denn von der Schaltung 3 Varianten (siehe meine Anhänge)?
Gibt es da Unterschiede? Welche ist besser?

Grüßle
Daniel

basementmedia:
Hi,

stimmt...ich hatte nichts angeschlossen sondern nur mit dem Multimeter am Ausgang des Spannungsreglers gegen Masse gemessen... dann probier ich das heute Abend nach der Arbeit direkt nochmal mit Verbraucher. Danke für den Tipp.

Aber was anderes noch: Warum gibt es denn von der Schaltung 3 Varianten (siehe meine Anhänge)?
Gibt es da Unterschiede? Welche ist besser?

Grüßle
Daniel

Da hast du mich falsch verstanden , ich wollte nur wissen ob er eventuell bereits überlastet gewesen ist. Da müssen auch 9 v rauskommen wenn nichts angeschlossen ist. Man misst eigendlich immer erst ohne was anzuschließen .

Heinz

basementmedia:
Aber was anderes noch: Warum gibt es denn von der Schaltung 3 Varianten (siehe meine Anhänge)?
Gibt es da Unterschiede? Welche ist besser?

Die Schaltungen sind im Prinzip die gleichen, jedoch würde ich Nr. 2 bevorzugen.
Grund: auf der 9V Seite sind sowohl ein großer Kondensator als Puffer und ein kleiner Kondensator zur Unterdrückung der hochfrequenten Anteile.

... und noch ein Tip:
78xx Spannungsregler sind beleidigt, wenn am Ausgang höhere Spannungen anliegen als am Eingang. Die sterben dann recht lautlos und man sucht sich einen Wolf...
Tip: Diode in Sperrichtung über Ein- und Ausgang schalten.

Hallo,

weil die so schnell sterben wenn Ua > Ue sollte man den Kondensator auf der Ausgangsseite nicht grössser machen als den auf der Eingangsseite. Wenn die Spannung am Eingang weggeht (Stromausfall) und die Last klein ist könnte es passieren das Ua langsamer abfällt als Ue. Ist dann quasi ein unverschuldeter Selbstmord des 78xx :cry: :wink:

Heinz

Hast Recht, Heinz, jedoch kannst Du nicht immer sicherstellen, dass die angeschlossene Elektronik nicht auch noch Glättungs- und Pufferkondensatoren eingebaut hat. Bin mit meinen "Sicherungsdioden" immer gut gefahren. Kosten auch nicht die Welt...

Hi

Ich kenne diese Diode als Doofheits-Diode.
Hatte eigentlich in Erinnerung, daß ich Das mit Ausgang>Eingang oben schon geschrieben hatte - wohl doch nicht.

Einzig, wenn der Längs-Regler wegen einer Audio-Geschichte benötigt wird, lasse ich gelten, daß Du Den haben willst.
Sonst bist Du mit einem Schaltregler (DC-DC Regler, StepDN … Step Down (gibt’s auch als StepUp)) besser bedient, da Dieser die Differenz nicht verheizt, sondern durch AN/AUS so steuert, daß die Wunsch-Spannung am Ende raus kommt.
Beim StepUp kommt hinten mehr raus, als vorne rein geht (also Spannung).

Etwas Verlust hast Du damit auch, aber um Welten weniger als mit einem 78xx.

MfG