Ich würde gerne mit einem Arduino (Pro Mini oder UNO) einen PC-Lüfter (120mmx120mm) stufenlos steuern.
Da wir im Studium nicht Praxisnahe lernen habe ich allerdings Probleme trotz ausgezeichneter Note in Elektronik einen Schaltkreis zu entwerfen.
Von den vielen Bauteilen bin ich eher erschlagen und weiß nicht, ob es nicht Sinn mach auf andere auszuweichen und hoffe daher hier auf eure Hilfe.
Die für mich "merkwürdigen" Stellen oder Überlegungen die ich gerne bestätigt hätte habe ich fett gemacht.
Da es stufenlos geregelt werden soll, möchte ich gerne auf die PWM im Arduino zurückgreifen.
Der Lüfter läuft bei 12V - zum Strom habe ich nichts gefunden, konnte es aber über die Leistung auf 80mA berechnen (wobei ich das ziemlich wenig finde).
Nun zum eigentlichen Schaltkreis:
Um den Lüfter richtig antreiben zu können und das Arduino nicht zu beschädigen hatte ich mir überlegt einen Bipolartransistor zu nehmen (würde auch mit einem MOSFET gehen, aber von meiner Überlegung her ist der Bipolartransistor reaktionsschneller was bei PWM evtl. von Vorteil sein kann - stimmt das soweit?).
Weil ich noch nie einen Bipolartransistor gekauft oder verbaut habe habe ich unter den Milliarden Modellen einen BD139 für mich entdeckt (Datenblatt).
Grund für diese Wahl ist vor allem der Vergleichsweise hohe Collectorstrom, der beim Einschaltvorgang eines Lüfters mit, 1,5A groß genug sein sollte.
Die Basis des Transistors wird dann mit dem Arduino verbunden (darüber gesteuert).
Um den den Basisstrom (I_B) zu begrenzen wollte ich einen Widerstand zwischen Arduino und B verbauen.
Mit I_B = I_C / ßo (ßo steht auf meiner Formelsammlung... im Datenblatt ist das vermutlich hFE1)
= 80mA/25 = 3,2mA
ergibt sich R_B = (5V - V_BE,ON) / I_B = (5V - 1V) / 3,2mA = 1250 Ohm.
Wobei der Atmega ja nach meinem Wissen eine gewisse Toleranz der Ausgangsspitzen von bis zu 10% hat.
Demnach ergibt sich R_B = (5V - 0.5V - V_BE,ON) / I_B = 1094 Ohm ~ 1K Ohm.
Soweit alles ok?
Parallel zum Lüfter wollte ich dann noch eine (Schutz-) Diode schalten, um den Transistor vor Überspannungen bzw. vor der Induktionsspannung des Gleichstrommotors im Lüfter zu schützen.
Dazu habe ich eine 1N4007 Diode gefunden, die ziemlich großzügig dimensioniert scheint, ich weiß allerdings nicht worauf ich hierbei wirklich achten muss.
Zu guter letzt will ich noch mittels XL6009 (Datenblatt) die 5V auf 12V "zaubern".
Das hole ich mir als einstellbares Modul hier.
Dazu muss ich dann mit nem Multimeter auf max 12V stellen, wobei ich nicht wirklich verstehe, wie das Teil das macht von 5V auf 12V hoch zu regeln. Bisher kenne ich nur Trafos, die die Spannungen über eine unterschiedliche Windungszahlen fest verändern können um auf eine höhere Potentialdifferenz/Spannung zu kommen.
Den Ausgang des Step Up Spannungsreglers (12V) würde ich dann mit der Diode (die Sperrseite, nicht die Durchlassseite) und dem +Pol des Lüfters verbinden.
Wenn mein Kopf keinen Fehler gemacht hat, sollte der Strom durch den Step Up Regler zum Lüfter, dann weiter durch den Transistor zu Ground fließen, sobald ich den Transistor einschalte.
Wenn der Transistor aus ist , sollte durch den Lüfter und auch durch den Step Up Wandler kein Strom fließen.
Stimmt das so?
Für mich ist es spannend, ob ich hier totalen quatsch zusammen gedacht und gerechnet habe.
Ob meine Lüftersteuerung so überhaupt ansatzweise funktionieren kann und inwiefern meine Bauteile den Anforderungen gerecht werden, weil wir so etwas leider nicht im Ansatz im Studium lernen und ich keinerlei Erfahrung habe.
Auch weiß ich nicht ob die Bauteile - insbesondere auch dieser XL6009 - in der Lage sind pulsweiternmodulierte Signale zu schalten oder ob sie zu träge reagieren.
Sinn ist ja nicht nur das Schalten des Lüfters (ein/aus) sondern das stufenlose regeln (sonst hätte auch ein Schaltrelais gereicht).
Also bitte nicht zu hart zu mir sein ![]()
Ich danke allen die sich hieran beteiligen und mir mit ihrem Wissen weiter helfen können!
Liebe Grüße