16Mhz Crystal für Atmega8

Ich sehe nur die "standard" Crystal, deshalb die Frage obs ein Unterschied zu diesen gibt?!

Ist es wirklich nur die Form oder gibts da noch Unterschiede?

Hallo, dünnes Eis: Quarze werden nach Klassen definiert, kann man an einem Buchstaben in der Bezeichnung ausmachen. Gruß und Spaß Andreas

Und auf welche Buchstaben in der Bezeichnung sollte man acht geben?

Hallo, irgend was mit 3H, 4H oder so- mußt mal nach suchen. wie gesagt, dünnes Eis. Gruß und Spaß Andreas

Alle die ich bisher gesehen hab, haben keine Angaben. Auf den Quarzen steht auch nur 16Mhz drauf. Macht es ein Unterschied wenn man krumme Zahlen nimmt, also zB 16,236654Mhz? Muss man da an den Fuses was verändern oder so?

Hallo, normaler Weise findet man die Deklaration in den Datenblättern. Es gibt aber auch sicher welche ohne diese. Diese krummen Schwingungen spielen wohl bei µC keine Rolle. Nur wenn Du hochgenaue Schwingungen erzeugen willst, dann brauchst Du diese krummen Werte. Wenn Du mit Trimmer und Kondensator arbeitest, dann kannst Du so z.B. genau 16MHz einstellen- und nicht 15,998 oder 16,013MHz. Z.B. wenn Du eine genaue Zeitbasis brauchst. Breitling hat es sogar fertiggebracht, eine Quarz Armbanduhr zu fertigen- deren Abweichung im Jahr weniger als 1Sek. ist. Wenn Du also etwas zeitlich, hochgenaues (z.B. eine Zeitwaage/Chronokomparator) mit dem Arduino bastel willst, dann würde ich schon auf den richtigen QuarzTyp achten. Wenn mich nicht alles täuscht, dann generieren diese "FuseBits" nur Teiler. Ich weiß nicht ob es eine Rolle spielt, wenn es 8,11 MHz oder genau 8,00MHz sind. Gruß und Spaß Andreas

An den Fuses musst Du nichts ändern, Du müesstest aber für die Frequenzen entsprechend die Boardeinstellungen ändern. Ansonsten sind alle Schnittstellenfrequenzen entsprechend daneben.

Daß man mit Trimmern und Kondensatoren einen Quarz dauerhaft auf die richtige Frequenz bringen kann ist allerdings falsch. Einer der größten Faktoren für Frequenzabweichungen ist die Temperatur. Ohne massiven Aufwand kriegt man das nicht sauber hin. Und ich befasse mich damit schon etwas länger (siehe etwa hier: http://blog.blinkenlight.net/experiments/dcf77/crystal-frequency-compensation/)

Für den Arduino nimmst Du einfach irgendeinen 16 Mhz Quarz. Allerdings keinen in den kleinen Röhrschen sondern einer der von der Bauform aussieht wie das was immer verbaut wird. Dann schaust Du im Datenblatt nach der "load capacity" und berechnest diese entsprechend. Oder Du nimmst einfach 2*12 pf. Besonders genau wird die Konstruktion eh nicht (~30 ppm). Wenn Du genaue Zeit brauchst, dann nimm einen DS 3232 RTC. Der hat einen TCXO drin, das kannst Du mit vertretbarem Aufwand so gut wie gar nicht toppen. Das ist vermutlich auch die Art von Konstruktion die in der genannten Breitling drin ist.

-Udo

Was ist denn an den Röhrschen Quarz nicht gut, warum ausgerechnet diese kleinen nicht?

Die Belastbarkeit ist geringer. Zum Ausgleich ist die Empfindlichkeit auf äußere Einflüße größer. Wenn Du also nicht unbdedingt Platz sparen mußt nimmst Du die Dinger nicht.