Akkudauer bei nicht konstanten Strom?

Hey Programmierfreunde,

ich steh aufn Schlauch.

Habe eine Batteriebetriebende Schaltung, diese ist an ein Akku mit 9Ah angeschlossen.

Der Verbrauch? Nun ja.. Vergleichbar mit einer blinkende Led. Minimal 0,3 mA und maximal 2mA. Ändert sich im Intervall von 1 Sekunde.

Gibt es eine Formel womit man einen "Mittelwert" berechnet um somit die Lebensdauer auszurechnen? Oder gibt es da Methoden dies zu Messen? Oszilloskop ist vorhanden.

Ich danke jeden der mir helfen kann.

Mit freundlichen Grüßen Paul

Nennt man Integrieren bzw. zeitgewichtet addieren.

Wenn du z.B. in 1 sec 0,7s lang 0,5 mA und 0,3s lang 2 mA brauchst, hast du insgesamt (0,35+0,6) mAs verbraucht, also etwa das gleiche wie bei 1mA Dauerstrom.

Nun müsstest du eigentlich wissen, bei welcher Stromstärke die 9Ah gelten, aber das macht in dem Bereich wohl nicht so viel aus. In dem Beispiel ist eher die Frage, ob nach 9000 Stunden die Batterie nicht auch bei 0 mA leer wäre.

3lektronik: Habe eine Batteriebetriebende Schaltung, diese ist an ein Akku mit 9Ah angeschlossen.

Der Verbrauch? Nun ja.. Vergleichbar mit einer blinkende Led. Minimal 0,3 mA und maximal 2mA. Ändert sich im Intervall von 1 Sekunde.

Gibt es eine Formel womit man einen "Mittelwert" berechnet um somit die Lebensdauer auszurechnen?

Wenn der Akku 9000 mAh hat und Du da (0,3+2)/2= 1,15 mA im Schnitt rausziehst, ergibt sich eine rechnerische Laufzeit von 9000 mAh/1,15mA = 7826 Stunden

Allerdings müßtest Du bei so langen Laufzeiten auch die Selbstentladung des Akkus noch zusätzlich berücksichtigen, die zu einer reduzierten Laufzeit führt.

Bist Du sicher, dass Du den Strombedarf Deiner Schaltung korrekt gemessen hast? Mir kommen 2 mA für eine Mikrocontrollerschaltung im Aktivmodus sehr wenig vor. Dafür müßtest Du bei einem Atmega328 ja wahrscheinlich schon auf eine Taktfrequenz von 4 MHz runtergehen und mit der Spannung auf unter 3 Volt.

Hängt an einer Motorradbatterie, ist ein fertig gekauftes System.

Es mißt sekündlich die Spannung und gibt durch ein aufblitzen einer Led den Zustand wieder.

Hab nur das Multimeter dran gehabt das schwankte so zwischen 0,2-0,3 und 2-2,2mA.

Für mich ist nur wichtig zu wissen ob ich nach einer Woche Standzeit nicht ein Problem beim starten bekomme.:D

Aber die Rechnung klingt logisch, ich messe es nochmals genauer und Rechne es mal aus.

Mfg Paul

Da brauchst du nicht mehr viel zu rechnen, das reicht dicke!!!! :sunglasses:

"ein aufblitzen einer Led" sollte wohl relativ kurz sein, was zumindest mein Multimeter nicht vernünftig anzeigt. "Oszilloskop ist vorhanden." Ein passender Widerstand zum Strom messen auch?

3lektronik: Hängt an einer Motorradbatterie, ist ein fertig gekauftes System.

Die Selbstentladung eines Kfz-Bleiakkus kannst Du wahrscheinlich mit 1% pro Tag ansetzen.

D.h. wenn der Akku mit 9000 mAh voll geladen ist, gehen Dir pro Tag 90 mAh pro Tag bereits durch Selbstentladung flöten, und bei mit 4500 mAh halbvollem Akku auch noch 45 mAh, also deutlich mehr als Deine Schaltung verbraucht.

Mir ist auch bewusst geworden durch eure Hilfe, das es völlig unnötig ist sich da Gedanken zu machen.

So lange Standzeiten kommen nicht vor, auf Arbeit besteht die Möglichkeit es ans Ladegerät anzuschließen wenn doch mal viel Kurzstrecke vorkommt.

Mit Alarmanlage mit 1,8mA Verbrauch , die sich aber nach 5 Tagen ohne Alarm abschaltet und die Batteriekontrolle mit gerundet 1,5mA hab ich eine relativ genügend groß mögliche Standzeit.

Aber war mal wieder eine schöne Auffrischung : Danke

Dazu noch zu sagen is, daß die Kapazität eines Akkus mit einem Entladestrom von 1/20 der Kapazität gemessen wurde. Bei einem 9Ah Akku also mit 450mA. Größere Entladeströme vermindern die Kapazität; kleinere Entladeströme vergrößern die Kapazität. Als hat der Akku mit 5 mA Entladestrom mehr als 9Ah.

Genaues aus den Datenblättern des Akkus.

Grüße Uwe