Allerhöchste zumutbare Betriebsspannung

Hallo Arduinogemeinde,

zu meinem Problem finde ich weder im Forum hier noch bei Google eine Antwort.

Ich will einen Nano aus Gewichts- und Platzgründen mit 4 Eneloops betreiben (AA oder AAA).

Nun bringen 4 frisch geladene Eneloops knapp 6V (Ich messe immer zwischen 5,8V und 5,9V), nach kurzer Betriebsdauer ist man dann im idealen Bereich von <5,5V.

Hat ein mutiger unter euch schon mal ausprobiert, ob ein Arduino diese 5,9 V übersteht? Die Alternative wäre, immer teilentladene Akkus zu verwenden, aber elegant ist das nicht.

Bernhard

hi,

ich denke schon, daß er die 5,9V übersteht, aber:

wenn Du dann die batterien ein weilchen dranhängen hast, kommst Du bald in den bereich, wo der arduino nimmer läuft. schau bei ebay nach "step up down 5V". der bringt alles zwischen etwa drei und vielen volt auf 5V. kleines, leichtes ding um etwa 3, 4 euro.

gruß stefan

Mit der Laufzeit werde ich kein Problem bekommen, aber danke für den Hinweis.

5,9 V ist außerhalb der Spezifikation; außerdem geht die Spannung beim entladen der Akkus leicht unter 4V. Ich rate Dir einen stepup/stepdown-Wandler zu verwenden wie zB den anyvolt micro https://www.dimensionengineering.com/products/anyvolt-micro

Grüße Uwe

Wenn es Gewichts und Platzgründe gibt, warum nimmst du einen Nano und keinen Pro Mini? Die Sepzifikationen sind nicht dafür da, diese zu überlisten. Nimm einen 9V Block oder besser die hier aufgelisteten Vorschläge mir StepUp/StepDown Wandler

@ Schultewolter: So wenig Platz, dass ich einen pro mini nehmen muss, habe ich nicht.

Ich will im Freien einen kleinen Stepper direkt an einer Kamera betreiben. Der läuft noch einwandfrei bei 4,8 V, und mit 4 AA-Eneloops mindestens zwei Stunden. Mit einem 9V-Block zuckt der Motor noch nicht mal.

@Uwe: dass 5,9V ausserhalb der Spec sind, weiss ich. Das ist aber keine Antwort auf meine Frage.

Bernhard

Sinnvoller wäre es, mit Schaltplänen rauszurücken, was du genau vorhast. Wenn du auf den Pro Mini zurückgreifst, hast du genügend Platz für eine ordentliche Spannungsversorgung.

Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf deine Frage. Es kann sein, dass ein Arduino noch läuft mit 6V. Aber vielleicht nicht alle. Es kann sein, dass ein Arduino noch läuft mit 6V, aber wenn er dann warm wird, z.B. durch Sonneneinstrahlung, dann stirbt er plötzlich.

Du betreibst den Arduino damit ausserhalb der Spezifikation, und niemand kann sagen, was genau dann passiert. Es kann aber auch gut gehen. Probiers aus!

Hallo,

hmm, mir persönlich würde hier so ein 3.3V 8MHz Mini Pro gut gefalen. Der hat den passenden Regler gleich mit an Board und läßt sich so wie er ist vorzüglich aus 4 NiMh Akkus speisen.

Ansonsten würde ich eher über eine höhere Batteriespannung nachdenken, z.B. 2- oder 3-zelliger LiPo Akku aus dem Modellbaubereich und einen Step Down Wandler. So was z.B. http://de.aliexpress.com/item/DC-DC-5V-12V-24V-3A-Buck-Converter-Step-Down-Module-LM2596-Power-Supply-Output/32265542625.html

Unabhängig davon ist es stets eine gute Idee bei Projekten mit Motor einen eigenen Regler für den Controller vorzusehen um Spannungsspitzen (Induktivität...) vom Prozessor möglichst fernzuhalten.

Christian

bastler3: @Uwe: dass 5,9V ausserhalb der Spec sind, weiss ich. Das ist aber keine Antwort auf meine Frage.

Bernhard

Was war Deine Frage doch gleich? Ob jemand einen Arduino mit 5,9V Versorgungspannung kaputgemacht hat??

Wenn Dein Ardzt der Meinung ist, dß Du eine Brille zum führen eines KFZ brauchst dann kann ich Dir nicht sagen was passiert wenn Du sie nicht zum Autofahren benutzt.

Grüße Uwe

Das Datenblatt für den Atmega 328 sagt unter Absolute Maximum Ratings: "Maximum Operating Voltage ............................................ 6.0V". Andererseits wird ansonsten überall 5.5V bei 25°C angegeben.

Aus Versehen hatte ich auch schon mal eine Atmel CPU kurz an 9V angeschlossen. Allerdings lief die nicht bei vollem Takt sondern war die meisste Zeit im sleep mode --> ging 5 Minunten gut, danach habe ich es gemerkt und abgeklemmt.

Die tatsächliche Grenze für die Spannung ist aber sehr viel höher (siehe http://www.atmel.com/images/doc1619.pdf).

Das Problem ist aber, daß bei höherer Spannung auch der Strom und damit die Wärmeentwicklung zunimmt. Oder mit anderen Worten: so lange das Teil ausreichend gekühlt ist bekommt es auch bei 6V noch keine Probleme. Da die maximale Frequenz bei 20 MHz ist und Arduino nur bei 16 Mhz läuft sollte auch ein bischen Reserve da sein.

Ich denke es funktioniert wahrscheinlich gerade so noch. Ein gutes Design ist aber anders. Ein Schaltregler wie von elektron_ vorgeschlagen ist definitiv eine bessere Lösung. Die Gründe hat er schon genannt.

Hallo,

Auch sollte man bedenken daß es noch andere Fehler gibt als die endgültige Zerstörung der Hardware. Ich denke an die ganze Palette von instabil werden / anstürzen bis hin zu umfallenden Bits im Flash. In einem vernünftigen Design sollten man auch darauf Rücksicht nehmen.

Die 6V sind wirklich das absolute Maximum daß unter keinen Umständen überschritten werden darf. Dazu zählen auch kurzfristige Spannungsspitzen. Zu dieser Spannung ist stets ein angenessener Sicherheitsabstand einzuplanen.

Wenn Du die Spannung an den Akkus gemessen hast war das, nehme ich mal an, bei Raumtemperatur. Nur wie ist die Spannung bei tiefen (Winter) oder hohen (Sommer, Sonne) Temperaturen? Was genau passiert bei der Alterung der Akkus? 100mV wäre mir persönlich ohne weitere Maßnahmen einfach viel zu knapp am Absoluten Limit. Eigentlich strebe ich stets die alte TTL Regel an, 5% Toleranz von der Nennspannung das sind dann 4.75V bis 5.25V. (Oder eben ~3.15V bis 3.45V bei 3.3V Logik.)

Christian

PS.: ja, ich habe schon einen ATMEL mit leichter Überspannung gekillt. Ging schnell und schmerzlos :smiling_imp:

Christian

Du kannst deinen Arduino auch in flüssigen Stickstoff schmeißen: http://3.14.by/en/read/arduino-liquid-nitrogen-overclocking

Dein läuft er bei 8V mit ca. 65 MHz :p

Ds ist aber gleich außerhalb der Spezfikation wie zu hohe Versorgungspannung. ;) ;)

Dan noch flüssigen Stickstoff in unverschlossenen Abenteuertransportbehältern zu transportieren ... Einfach gesagt: weitab aller verantwortungsvoller Verhaltensweisen.

Grüße Uwe