Allgemeine Frage Systemumstieg MEGA2560 auf ESP32

Aktuelle Situation: Ein umfangreiches Programm zur Überwachung im Heizungskeller läuft auf einem Mega2560. Es werden die An- und Ausschaltzeiten der Heizungspumpe gesteuert. Zudem wird der Füllstand des Pelletlagers überwacht und ggf. ein Vibrationsmotor eingeschaltet. Eine Belüftungsanlage des Waschraums mit einem EC Lüfter Feuchtigkeitsgeregelt etc.
Momentan muss jedoch mit Laptop und USB Kabel im Keller gepatched werden wenn Heizungspumpenzeiten und ein paar andere Variablen geändert werden sollen.
Laut meiner Recherche wäre es ein Upgrade Wert auf einen ESP32 umzusteigen.

Nun bin ich bei der Projektierung des Upgrades und frage mich was jetzt der Beste Weg ist um auf Wireless umzusteigen.
Mein bisheriger Plan wäre das Originale Arduino Cloud Angebot zu nutzen um ein eigenes Dashboard aufzubauen um dieses dann per Handy und PC steuern zu können. Letztendlich würde ich nur gerne ein paar Variablen im Fernzugriff ändern können. Also veränderliche int und bool variablen. Sowie Temperaturen und Tachosignal auslesen.

Das System läuft jedoch wie gesagt auf einem Mega2560. Ist es möglich den Code mit ein paar Zeilen mehr ESP32 Code auf den ESP zu laden und das System mehr oder weniger ohne größere Änderungen der Programmstruktur anzufahren?

  1. Würde es sogar Sinn machen das Programm auf dem Mega evtl nochmal zu verfeinern und zum Laufen zu bekommen um dann erst den Systemwechsel auf ESP zu vollziehen? Oder sollte man direkt so früh es geht auf dem ESP Programmieren?

Ich hoffe Ihr versteht auf was ich bei der Frage hinauswill. Ich habe bisher eher mit lokalen Arduino Anwendungen gearbeitet und war mit Lokaler Steuerung per Taster, Schaltern und LCD´s sehr zufrieden. Es gibt jedoch sehr viele unterschiedliche Home Automation Software und ESP32 Geräte und ich bin mir nicht ganz sicher wie der Systemwechsel am meisten Sinn macht.

Vielen Dank für Anregungen

Bei deinem Umbau solltest du dir im Klaren sein, dass dieser auch eine sehr umfangreiche Hardwareänderung nach sich ziehen kann.

Ein ESP32 arbeitet mit 3,3V und das auch auf den Pins. Somit musst du prüfen, ob deine angeschlossenen Module auch mit 3,3Volt klar kommen. Es funktioniert meist auch mit Levelshiftern, aber auch das erhöht den Aufwand.

Ich habe die meisten meiner Projekte stufenweise angepasst.
An das bestehende System einen ESP8266 oder ESP32 per serieller Schnittstelle angebunden und damit die nötigen Parameter ausgelesen bzw. angezeigt oder geändert.
Im nächsten Schritt, ca. 1-2 Jahre später das komplette System auf einen ESP geändert.

Ja das ist mir auch schon aufgefallen. Trotzdem danke für die Erinnerung. Somit wäre es deiner Meinung nach Optimal den Mega2560 in seiner Konfiguration bestehen zu lassen und den ESP zu addieren. Über die Cloud kann ich somit den ESP ansprechen und Variablen auf den Mega schreiben und lesen. Somit wäre der Hardwareaufwand nur auf den Anschluss des ESP auf der Hutschiene neben dem Mega begrenzt.

Gibt es zu empfehlende Tutorials oder andere Freds die man einsehen kann wenn man wie ich quasi noch nie Seriell kommuniziert hat?

Danke für die schnelle Antwort!

Bau Dir nen Netzwerkmodul ran und gut ist.
Solange Du nur Variablen inhaltlich ändern willst, kanns Du die im Eeprom ablegen und von dort einlesen.
Dazu geht auch ne Website oder aber Du legst Dir auf ner SDKarte bzw. irgendeinem NAS ne Textdatei an, die Du regelmässig abfragst und dann von dort die Infos einliest.

Dann kannst Du ganz langsam umsteigen.
(Ich selbst rufe aus einer MySql-DB ab.)

Willst Du Deine Heizung wirklich über eine Wolke steuern?

Die Vorgehensweise wie in #2 beschrieben und eine einfache HTML-Seite im Händi-Browser genügt auch. HTML- und CSS-Dateien kannst Du im Dateisystem des ESP32 ablegen. Grundlagen können die Seiten von Fips sein. Anleitung: Einführung zu fipsok.de

ich würde nur auf einen Microcontroller setzen.
Ein Microcontroller = Ein Problem.
Zwei Microcontroller = Zwei Probleme - und verbinden musst die zwei auch noch. --> 3 Probleme.

Wenn Kabel/Ethernet zwingend ist, würde ich den Mega mit einem Ethernet shield ausstatten.
Wenn WIFI reicht, würde ich den Umbau auf ESP32 vornehmen.
Für die paar Parameter machst dir eine HTML Seite zum warten.
Fertig ist die Sache.
Von der Arduino Cloud würde ich noch die Finger lassen. Die paar Sachen kannst du dir selber auch machen. Außerdem hast du noch gar nicht beschrieben, welche der Daten irgendwohin zentral geschickt werden sollten und wozu. Oben rausgelesen habe ich eben nur die Parameterwartung - und die braucht keine Cloud.

Hier wäre einer. Und wie du siehst, es gibt viele Meinungen zu deinem Projekt. Letztendlich musst du es entscheiden, Hilfe bekommst du sicher zu allen Fragen.

Habe das Gefühl das ich dazu erstmal noch ein neues Fass aufmachen muss. Wäre aber schon interessant. Aber ein optisch Ansprechendes Dashboard wäre ja schon was zartes.

Ja da sehe ich IMO keine Probleme. Man hätte ja nur zugriff auf die Umlaufpumpe für die Fußbodenheizung. Die Heizungssteuerung ist getrennt.

Sieht schon gut aus. Werde ich mir auf jedenfall in Zukunft mal anschauen.

Ja ein Netzwerk Kabel habe ich unten. Jedoch nur für die Heizung. WLAN wär mein Favorit. Mit Webanwendung habe ich mich noch nie beschäftigt.

Finde das Dashboard auf den ersten Blick ansprechend. Ein kleines eigenes HMI hätte was...

Also falls ich das richtig verstanden habe: Temperaturen und Füllstand vom Silo würde ich gerne auslesen. Sowie das Tachosignal vom EC.
Einlesen würde ich jedoch gern die An und Ausschaltzeit welche die Pumpe täglich hat. Mehr auch nicht.

Ich finde die Lösung mit einem zugesteckten ESP momentan am Ansprechendsten. Ich möchte mich sowieso mehr mit der ESP Technik beschäftigen. Und kommende Projekte werden dann direkt auf ESP geschrieben. Ich werde mich somit zuerst mit diesem Verfahren auseinandersetzen.

Vielen Dank an alle !!!

Dein Gefühl täuscht Dich.
Wenn Du auf den Mega einfach das Ethernet Shield aufsteckst, kannst Du ganz normal Deine Applikation weiter benutzen und der Shield wird nur mit einer eigenen Funktion im loop() angesprochen.
Das ganze lässt sich auf einem eigenem Tab weiterentwickeln.

Wenn ein Raspi oder ein NAS irgendwo im Netz ist, geht das anbinden daran ganz einfach und komplett ohne in den bisherigen Code eingreifen zu müssen.
Als "Backup-Medium" steht Dir ein Micro-SD-Slot zur Verfügung.
Und das ist ein richtiger Mehrwert...

Dann werd ich mich ausklinken.
Aber nicht ohne einen Hinweis
Und einem weiterem....

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