Alternative zu GPS - oder: günstigstes GPS-Modul

Hi,

kennt jemand eine alternative zu GPS?
Oder ein sehr günstiges GPS-Modul?

Ziel ist es eine Art Gerät zu bauen, welches mir "Zuhause anzeigt".

Sprich: Ich habe ein OLED-Display, auf dem ist ein Kreis drauf. An einer Stelle des Kreises steht "N" für Norden und ein kleines Häuschen, welches mir signalisiert, "Wenn du brav in diese Richtung gehst, kommst du irgendwann mal zu Hause an".
(Denkt z.B. an die Map von GTA [1]. Die zeigt Norden an, aber wenn ich eine Mission habe, dann zeigt die am Rande des Kreises noch einen Buchstaben oder ein Symbol an ...)

Eine typische Aufgabe für GPS?
Oder vielleicht eine andere Idee?

Es ist ein wirklich kleines Projekt und ich möchte nicht unbedingt 20-40€ da rein stecken, das muss doch irgendwie billiger gehen...

Vielen Dank für eure Hilfe.


[1] http://i1-games.softpedia-static.com/screenshots/GTA-IV-Addon-White-Mini-Map-Skin_1.jpg

Hallo,

ich kann mir nicht vorstellen, dass es z.Z. eine Alternative zu GPS gibt.
Stellt sich die Frage, ob man sich immer alles selbst bauen muss.

Mini Homer

Das billigste ist sicher eine App auf einem bereits vorhandenen Smartphon.
Alternativen zu GPS sind Galileo ( fertigstellung voraussihtlich nächstes Jahr), GLONASS und BeiDou (falls Du in Asien zuhause bist).
Ich glaube keines der anderen Systeme wird billiger als GPS sein.
Freunde Dich mit einer Zahl um 100€ an wenn Du Display, Controller, Gehäuse, GPS-Modul und Batterie haben willst.
Grüße Uwe

phthalo:
Hallo,

ich kann mir nicht vorstellen, dass es z.Z. eine Alternative zu GPS gibt.
Stellt sich die Frage, ob man sich immer alles selbst bauen muss.

Mini Homer

Das Ding ist schonmal genau das was du suchst und im Preis wirst du mit Eigenbau nicht drunter liegen. Aber wenn du selbst bauen willst schlage ich dir schonmal dieses GPS Modul vor. Ist in Preis/Leistung wohl unschlagbar:

U-Blox NEO-6M

Gruß

Für nen Zwanziger mags grade abgehen:

-ProMini aus China für 2€
-das genannte GPS-Modul für 12
-Mini-Oled für 6

Der Haken: es funktioniert nicht im Stand. Dazu wäre noch ein Kompassmodul nötig.

Wenn man das dann aber alles so zusammen bauen möchte, damit man es ohne Probleme in die Tasche stecken kann, dann nützen einem diese ganzen Module natürlich nicht so viel. Man müsste sich alles einzeln kaufen und sich eine Platine selbst herstellen und alles so dicht wie möglich auflöten.
GPS ist zudem ein Stromschlucker und die Batterien müssten dann noch so viel Spannung bringen, dass alles versorgt ist.
Aber so genau kenne ich deine Anforderungen natürlich nicht

Hier ist das GPS Modul noch nen Euro billiger :slight_smile:
http://www.aliexpress.com/item/Free-shipping-GY-NEO6MV2-GY-GPS6MV2-new-NEO-6M-GPS-Module-NEO6MV2-with-Flight-Control-EEPROM/32223968959.html
Scheint aber zu schwanken, letztens hatte ich was von 9,37€ bei Aliexpress gesehen.
Dann noch ca. 2 Euronen der ProMini, ein 2x16 LCD Modul genauso, wenn's Grafisch sein soll, wirds etwas teurer. Dann vielleicht noch je ein Euro ein StepUp und ein LiPo Lademodul. Einen LiPo hast du eventuell aus einem alten Handy oder einer Camera rumliegen. Beim Kompassmodul kenne ich jetzt nicht den Preis aus dem Kopf, aber bis jetzt sind wir doch noch unter nem Zwanni :wink:

Gruß Gerald

Grafisch wird nicht teurer. Die kleinen OLED`s (reicht ja für die Aufgabe) sind für 5-6€ zu haben. Oendrein kann man die auch im Freien noch vernünftig ablesen-wo die üblichen TFT jämmerlich versagen.

Kompassmodule gibts die einfachen HMC5883l für 1.50.
Dann passt das soweit.
Spassing wird es, daraus nen funktionierendes Gerät zu stricken denn
-der Kompass hat keine Neigungskompensation (dafür wär dann noch sowas wie ein MPU 6050 oder ähnlich nötig)
-der Kompass mag keine Metallgegenstände in seiner Nähe (nicht mal Kabel *grrr)
-das GPS kann im Stand keine Richtungsinformationen ausgeben
-serielle Schnittstelle über Software ist auch so ein Ding

-nen Akku muss auch noch drangetüdelt werden, und zwar so dass man den auch vernünftig aufladen kann.

Das Ganze lässt sich durchaus als tragbares Gerät designen, etwa in nem alten Handy-Gehäuse. Gross ist da ja nichts dran, wenn man nicht gerade Eneloop-Zellen benutzt.
Da kann man auch gleich noch die Tastatur irgendwie mit verwursten und nen Akku gibts auch.

Richtig clever wäre da wohl nen Nokia mit dem "5100"-Display- das kann der Arduino nämlich ansteuern, dann passt da alles.
Schöner fänd ich (ich überleg für meinen Monstertruck ne ähnliche Lösung) allerdings ein Gehäuse wie vom Trium Galaxy- die waren einfach nich kaputt zu kriegen.

Wow, vielen Dank für die vielen tollen und äußerst hilfreichen Antworten.

Tut mir auch leid, dass ich erst so spät Antworte :slightly_smiling_face:

Ok, ich sehe schon, ich muss etwas näher darauf eingehen:

Was bisher vorhanden ist:

  • OLED-Display

  • Kompass-Modul (die erwähnten 1,50€-Dinger)

  • das wars dann auch schon :slight_smile:

Was das Gehäuse betrifft, habe ich an eine Tik-Tak-Packung gedacht - die gibt es ja auch in groß [1] - aber das Nokia Gehäuse hört sich auch sehr gut an, muss ich mal darüber nachdenken.
Ich weiß auch gar nicht, ob das wirklich alles da reinpasst. Wie gesagt, ich habe mich noch nicht wirklich festgelegt und denke, dass ich da ganz flexibel bin - Hauptsache, das Ding läuft erst mal!

Zum Mikrocontroller:
Würde das ganze mit einem "Barebone-Arduino" klappen?
Ich habe einen ATMEGA328P [2] hier rumliegen, mit dem sollte das doch klappen?
Das sollte - denke ich mal - auch mit wenigen zusätzlichen Körnern funktionieren (Körner = Hühnerfutter :wink: )

Zum GPS-Modul:
Das hört sich doch gut an!
Ich denke, das werde ich mir mal kaufen. Sehe ich das richtig, dass die Antenne echt groß ist? Kann man da auch etwas anderes dran hängen?

Thema Akku:
Hab bisher immer direkt mit Batterien gearbeitet.
Und LiPos? Hab irgendwie Angst vor den Dingern. Kein Wunder, wenn ich mir auf YouTube ansehe, wie schnell die explodieren (können) :frowning:

Welche Alternative gibt es denn dazu?
Li-Ionen?
Oder stelle ich mich einfach nur an?
Der Akku muss ja nicht besonders groß sein.
Würde so [3] etwas in der Art zum laden im Gehäuse per USB funktionieren?
Kann man diese Dinge mit allen "Lithium-Akkus" nutzen?
Gibt es auch LiPos in ganz kleinen Größen bzw. sind die überhaupt relevant?

Entschuldigt bitte, wenn ich seltsame Fragen stelle - irgendwie bin in noch nicht so ganz in der Sache drin.

Ich danke euch schon mal bis hier hin vielmals für eure Hilfe.


[1] http://cdn.instructables.com/FYK/ES6C/FWMO37XN/FYKES6CFWMO37XN.MEDIUM.jpg
[2] http://www.ebay.de/itm/290768910435
[3] http://www.ebay.de/itm/10pcs-Micro-USB-5V-1A-Lithium-Battery-Charging-Board-Charger-Module-for-Arduino-/371132953891?pt=Wissenschaftliche_Geräte&hash=item56693f7523

hi,

klar, atmega328 alleine (fast alleine) geht auch. quarz mit zwei kondensatoren, ein reset-widerstand und ein abblockkondensator reichen. wenn Du wenig stromverbrauch willst, ohne quarz mit niedrigerer taktfrequenz, dann mußt Du die fuses anders setzen und eventuell tiefer in die libraries gehen, wenn die für eine bestimmte frequenz geschrieben sind.

kleinere antenne? würd' ich nicht machen.

gruß stefan

Die Antenne meines Neo ist ungefähr 25x25mm. Austauschbar ist die (Koax-Ministecker), aber wenn, würd ich die höchstens gegen ne grössere tauschen.
Hab die Teile schon so gesehen, dass die Antenne auf die Rückseite der Platine gepappt war, bei meinem ist die lose dran (mit 5cm Käbelchen), man könnt das also auch machen, mus man aber nicht.
Das Modul selber ist auch nich viel grösser, ungefähr 25x35mm.

Zu LiPos: ich hab die Dinger seit etlichen Jahren im Einsatz in MP3-Playern, Spielzeugen (Silverlit und ähnliche Stubenfliegen), RC-Modelen, Handys- kein einziger ist bisher explodiert.
Bei nem alten hab ich es mal versucht, den auch nur zum brennen zu kriegen: Beschuss mit nem Luftgewehr hat ihn beschädigt, aber gebrannt hat nix.
Nen Nagel komplett durch (drei Zellen, das war nen 1800er oder so die Grösse) hat ihn durchbohrt-gebrannt hat auch da nix.
Aber es geht natürlich: einfach überladen.....das Problem ist nur, dass nen vernünftiges Ladegerät das einfach nicht macht.
Drum kann man die Teile auch in Kinderspielzeugen verbauen.
Im Normalbetrieb passiert einfach nix.

Das einzige, was gegen LiPos wirklich spricht (aber gegen NiMh noch mehr, die Dinger sind empfindlicher) ist die Lebensdauer. Aber auch die nur bei Zellen von Billigherstellern, oder wenn man die Dinger überfordert. Heisst: nie an die Grenzen gehn. inzwischen gibts LiPos, die man mit vier C laden kann- ich würd das lassen.
Es geht auf die Lebensdauer-und zwar deutlich!
auch an die Grenzen der Strombelastbarkeit sollte man nie gehen- grad in Spielzeugen wie denen von Silverlit (und vergleichbarem) sterben die LiPo`s wie die Fliegen-weil die dort in zehn Minuten ent-und in ner viertlen Stunde wieder geladen werden.
Das machen die nicht lange mit. Im Zweifelsfalle also einfach ne Nummer grösser wählen.
Und eben nen vernünftiges Ladegerät was wirklich LiPo-geeignet ist.
Ansonsten sind sie sogar sehr pflegeleicht, da sie ne sehr geringe Selbstentladung haben- nen NiMh, der ein halbes Jahr nicht geladen wurde, kann man wegwerfen.
Nen LiPo ist dann noch fast voll.

An der Quarzfreuenz würd ich allerdings nicht spielen- das Neo braucht die serielle Schnittstelle.
Das Display die I2C (das OLED jedenfalls)- wenn da der Takt nicht hinhaut, klappt gar nix.

Entschuldigt bitte wieder die späte Antwort … über die Feiertage … :slightly_smiling_face:

Na gut, dann bleibt die Antenne doch dran :slight_smile:
Mal sehen, wie sich das alles unterkriegen lässt.

Vielen Dank für deine Erklärung zu den LiPos.

Ich habe noch einige Fragen:

Nutzt man da am besten ein Lademodul oder lieber doch selber bauen?

Woher weiß ich, welchen LiPo ich genau brauche? 300mAh dürften doch reichen? 3,7V? Oder habt ihr eine andere Empfehlung?

Kann man irgendeinen 16 Mhz-Quarz nutzen oder muss ich auf etwas bestimmtes achten? Würden diese [1] auch gehen?

@Gerald (nix_mehr_frei)

je ein Euro ein StepUp

Das hattest du erwähnt, aber wofür sollte ich den brauchen?

Ich danke euch allen wirklich von ganzem Herzen, dass ihr mir hier geholfen habt und es noch immer tut!

Vielen Dank!

Ich bestelle nun schon mal das GPS-Modul, dann sehen wir mal weiter :slight_smile:


[1] http://www.amazon.de/SODIAL-St¨¹ck-16-000MHz-AT49S-Kristalloszillator/dp/B00FFY2VR6/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1419820890&sr=8-4&keywords=16mhz+quarz

hi,

der quarz geht, obwohl es eigentlich üblicherweise die dinger mit 22pF sind, die verwendet werden. dazu brauchst Du auch die passenden kondensatoren mit eben 20pF oder 22pF (normale billig-kerkos).

mit einem stepup kriegst Du die spannung von zb 3,7 volt auf die erforderlichen 5V.

gruß stefan

Die Akkugrösse würd ich am Stromverbrauch festmachen.
Peil ne Betriebsdauer von wenigstens ner Stunde an (wenn du mehr Platz im Gehäuse hast, nimm ruhig nen grösseren, umso weniger wird der Akku gestresst, lebt also länger)-also einfach mal alles zusammenschrauben und messen.

Bedenke auch: outdoor wirst du vielleicht auch mal länger als ne Stunde unterwegs sein, das sollte das Ding ja durchhalten.

Lader selberbauen würd ich nicht machen, nicht bei LiPo. Auf den kommts wirklich an!
Gibt auch da fertige Module-ich kenn die nicht persönlich, aber scheinen es drauf zu haben.
Ich persönlich hab nen richtigen Modellbau-Lader (Graupner Ultramat).

Hier gibt es einen Anbieter der gleich die passenden Kondensatoren dazu legt:

http://www.ebay.de/itm/KIT-4x-Quarz-Quartz-8x-Kondensator-Capacitor-4-8-10-12-16-20-25-MHz-/261192649631?pt=Bauteile&var=&hash=item3cd04b8b9f

Und 4 statt 50 Stück sollte auch erst mal reichen :stuck_out_tongue: