AMS 1117 Hitzeproblem

Guten Tag zusammen,

für mein Projekt benötige ich einen Spannungswandler von 12V auf 3,3V. 3,3V benötige ich für ein EPS-8266-12E, einen A4988 Motortreiber und einen Hallsensor. Ich habe mich für ein AMS 1117 entschieden und diesen testweise an ein NodeMCU-Board angeschlossen. Die Schaltung für den AMS 1117 habe ich entsprechend dem Datenblatt aufgebaut (2 Tantalkondensatoren: 1x 10μF, 1x 22μF). Die Ausgangspannung beträgt stabile 3,3V. Als ich den Spannungswandler mit dem NodeMCU-Board verbunden habe (GND und 3,3V am NodeMCU) hat dieser problemlos funktioniert, doch dabei ist der AMS sehr schnell sehr heiß geworden (gemessen: ca. 120°C). Muss ich den AMS mit einer Art Kühlkörper oder einer Platine verbinden oder ist er für meine Anwendung nicht geeignet?

Viele Grüße

fps_boost

Hallo,

meinste nicht das du den AMS1117 mit deinem Motor sowieso überlastest? Außerdem mit angenommenen 1A Laststrom und ca. 9V Spannungsabfall muss der 9W verbraten. Der hält sich tapfer, wie lange ist die Frage. TO-252 Gehäuse mit Kühlerkörper wäre möglich. Die Spannung vorher reduzieren wäre bestimmt sinnvoll, ein Schaltregler bestimmt noch sinnvoller. Ich würde aber die Spannungsversorgung für den ESP und dem Motor trennen.

Der Motor wird direkt von meiner Spannungsquelle mit 12V versorgt, der A4988 braucht für sich 3.3V. Welcher Schaltregler wäre für meine Anwendung geeignet?

FPS_Boost:
Der Motor wird direkt von meiner Spannungsquelle mit 12V versorgt, der A4988 braucht für sich 3.3V. Welcher Schaltregler wäre für meine Anwendung geeignet?

Wie soll denn dann die Regelung des Motors funktionieren ?

Wie soll denn dann die Regelung des Motors funktionieren ?

Bahnhof

Der A4988 benötigt 2 Versorgungen.

  1. Für den Logikteil
  2. Für den Motor

Das TO223 ist sehr klein. Ohne Kühlkörper bzw Kühlflächer hat es laut https://www.richtek.com/Design%20Support/Technical%20Document/~/media/AN%20PDF/AN044_EN.ashx
ca 140°C/W Wärmewiderstand.
das heißt um sich um 90 °C zu erwärmen (von 30°C auf 120°C, sehr gutmütig angenommen) braucht es nichtmal 1W; genau 0,64W. bei einer Spannungsdifferenz von 12 auf 3,3V sind dan nichtmal 75mA.

Nimm einen Spannungsstabilisator im TO220 Gehäuse und spendier ihm einen Kühlkörper oder noch bessere benutze einen DC/DC Wandler.

Grüße Uwe

Hallo,

ich bin mir noch nicht ganz sicher ob der A4988 richtig angeschlossen ist. Die Beschreibung lässt noch Spielraum in der Interpretation offen. Pololu - A4988 Stepper Motor Driver Carrier. Oder du malst uns deinen Schaltplan.

Der ESP8266 benötigt in Idle ca. 80mA. Mit WLAN Aktivität in Spitze bis 400mA.
Als Schaltregler könnte man einen 1A Recom oder Traco nehmen.
Bsp. Traco TSR 1-2433, den ordentlich beschaltet mit Klasse A Eingangsfilter, haste mit einfachen Mitteln was brauchbares.
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Ich habe mir mal das Datenblatt des TSR 1-2433 angeschaut. Habe ich das richtig verstanden, dass ich den Filter noch selber hinzufügen muss? Da stand etwas, dass intern schon Kondensatoren verbaut sind. Dieser Wandler heizt sich dann nicht so stark auf wie der AMS? Ich kenne die Unterschiede zwischen den beiden nicht.

Das sind zwei verschiedene Sachen.

Die 100nF Kondensatoren bei Linear-Reglern verhindern ein Schwingen und unterdrücken hochfrequente Störungen. Wenn noch größere Kondensatoren verbaut sind dienen sie zur Glättung und/oder um plötzliche Stromspitzen abzufangen.
Bei DC/DC-Wandlern braucht man das nicht unbedingt, aber es schadet auch nichts.

Mit "Filter" sind dagegen EMV-Filter gemeint

Hallo,

das ist jetzt ehrlich gesagt falsche Welt. Gerade beim DC-DC Wandler gibts hochfrequente Störungen Eingangs wie Ausgangsseitig. Beim Step-Down Wandler wirkt sich ein Eingangsfilter positiv auf die Ausgangsspannung aus. Oder anders formuliert, ein Ausgangsfilter ohne Eingangsfilter ist Sinnfrei. Traco macht es einem einfach und gibt alles schön im Datenblatt an.

Vielleicht sind meine Ansprüche gestiegen, aber meine Einordnung ist wie folgt.
Wer irgendwelche Verbaucher (Lampe, Motor) versorgt der kann die nackten Wandler nehmen. Wer etwas Ansprüche hat und einen µC o.ä. versorgen möchte, sollte den Eingangsfilter verbauen. Wer noch höhere Ansprüche hat, hängt zusätzlich ein CLC Filter dahinter.

Ich möchte jetzt aber auch nicht den Teufel an die Wand malen und nicht Angst und Schrecken verbreiten. Praktisch gesehen gehts um die Eindämmung der bedingten Restwelligkeit und dem filtern der Schaltflanken die von der Schaltfrequenz herrühren. Praktisch dämmen das noch die zusätzlichen Kondensatoren in der Schaltung bzw. am µC ein.

Ich wollte es nicht unerwähnt lassen. Was ich sagen kann, man bekommt mit Eingangs- und Ausgangsfilter das 50mV Rauschen und die Schaltflanken weg, runter auf unter 2mV. Ohne Last sieht man eine Dreiecksförmige Restwelligkeit von 5mV. Ab einer Last von wenigen mA gehts runter auf unter 2mV und geht im Rauschen unter. Dabei ist das Layout noch 0815. Wer allerdings gar kein Layout macht und alles live verdrahtet, der benötigt in der Tat keinen einzigen Filter. Dann besser ohne als mit.

Ich hoffe den TO nicht verunsichert zu haben. Kaputt gehen kann nichts.

Danke für eure Hilfe! Ich werde es mit dem TSR-2433 versuchen.