ich würde gerne im Rahmen meines Studiums kurz den Arduino im Schuleinsatz diskutieren.
Punkte die ich bis jetzt aufführe:
Hardware:
-günstig 12€ Uno, 3€ Atmega328 als Ersatz oder Standalone
-viele Shields und aus china auch recht günstig.
-auf 5V Basis relativ sicher im Umgang
Software:
-Plattformunabhängig und kostenlos
-großartiges Tutorial,Reference und Board
Habt ihr noch weitere Gedanken für mich? Auch negatives gerne?
Eine wichtige Frage:
Wie sieht es rechtlich aus? Darf ich einfach Arduinos und Atmegas kaufen und dann in der Schule nutzen?
Als Ergänzung zu den ersten Kommentaren: =================
Ich egänze es oben auch nochmal:
Ich studiere Lehramt Physik/Chemie. Soll in einem Programmiermodul eig. was in Java schreiben (Dopplereffekt anschaulich oder so), hab mich aber auf Arduino geeinigt.
Wir sollen immer den Schulbezug herstellen. Da will ich ganz allgemein den Arduino im Kontext Messwerteerfassung im Schulbetrieb einordnen. Sprich Anschaffungskosten, Eignung und eben auch das rechtliche.
=> Darf ich als Lehrer einen Atmega328 oder eben einen Original Arduino über die Schule bestellen und dort auch nutzen? Es wäre ja dann kommerziell.
Wie sieht es mit der Nachbauproblematik aus, die hier schon angesprochen wurde?
Könntest du den Schuleinsatz etwas näher erläutern? Soll es sich hier im Rahmen eines Pflichtfacheskurses handel (Physikunterricht) oder um eine freiwillige AG?
dertester: Eine wichtige Frage:
Wie sieht es rechtlich aus? Darf ich einfach Arduinos und Atmegas kaufen und dann in der Schule nutzen?
Netzteil- oder Batteriebetrieb?
Dienstlich für den Schulbetrieb geliefert oder privat angeschafft?
Wenn Du privat angeschaffte Geräte an das Stromnetz der Schule anschließt und Du dafür keine Genehmigung der Schule eingeholt hast, handelt es sich juristisch um Stromdiebstahl und als solches um eine Straftat, egal wie wenig Strom das Gerät verbrauchst.
Arduino in der Schule,
das wäre mal was cooles xD.
Leider sind die Leute (sowohl Schüler als auch Lehrer)
bei uns an der Schule viel zu beschränkt dafür (mit sehr wenigen Ausnahmen) -.-.
You can buy official Arduino boards and use them in school.
You can use the schematics and tutorials to build your own Arduino-compatible board in school.
You can also use fake, clones, and homemade Arduino boards. However, you don't want the students to learn to use fake products.
An "Arduino-compatible" board is okay, no matter how cheap it is. Buy many clones from Ebay use the official Arduino logo on the board, pretending it is a real and good quality board, but it is not. So I would not use fake or clones in school.
For example SaintSmart and Funduino and so on have Arduino compatible boards, but don't pretend to be official Arduino boards.
You can buy the cheapest sensor modules you can find. They don't pretend to be official Arduino, it is just the sensor chip on a breakout board.
Can you make a deal with a local seller of Arduino boards ?
Ob nun 26€ für einen orginalen oder 12€ für ein Plagiat kann hier nicht die Entscheidung zwischen machbar und nicht machbar sein!
Wenn es daran scheitert, kann man nur Kopfschütteln. In NRW müssen die Schüler inzwischen Taschenrechner haben, die ~200€ kosten. Wofür, das weiß ich nicht. Meine Taschenrechner von CASIO lagen immer bei ~20€.
Die Arduinos in Schulen zu nutzen wäre wahrhaftig eine sehr gute Idee, da man damit ja mehrere Fächer in eins packen könnte.
Informatik, Physik und vielleicht noch "Werken" oder wie das an manchen Schulen heißt.
Meiner Meinung nach würde es sich sogar lohnen, wenn man ca. 20 Arduinos bestellt, dass man da einen Preis aushandelt, dass jeder Arduino nicht 26 sondern vielleicht nur noch 24 € oder so kostet, damit man die "echten" Arduinos für Schulen ansprechender machen könnte, denn viele Schulen haben geringe Budgets und wenn es "gefakete" Arduinos für 12 € gibt, die fast genauso gut sind, dann würden viele auf diese zurückgreifen, denn es macht schon einen Unterschied, wenn man ein halb so teures Board kauft, dass genauso oder wenigstens in Ansätzen genauso gut ist wie die echten Arduinos.
Leider kenne ich keine Schule, wo wirklich damit gearbeitet und nur davon erzählt wird oder einer da ist, der mal angeguckt werden darf.
Arduinos in der Schule würde ich mir echt wünschen, aber dann auch nur für die richtigen Leute in den richtigen Fächern, denn es gibt leider viel zu viele Leute, die sie durch Unwissen zerstören können.
@uwefed
Nein nat. nicht. Ich ergänze im OP mal worum es geht.
Wie kommst du darauf? Wegen dem Preis? Oben mal nen Link, hab jetzt nicht darauf geachtet ob es quatsch ist.
@jurs
Es soll sich in den Unterricht eingliedern. Also von Schulmitteln angeschafft und auch für den Unterricht vorgesehen.
Quasi als alternative zu teueren Phywe Produkten oder sowas wie Cassie
@Addi2438
Ich bin zwar noch in der Ausbildung aber vll. kann ich es ja später ändern
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Ich egänze es oben auch nochmal:
Ich studiere Lehramt Physik/Chemie. Soll in einem Programmiermodul eig. was in Java schreiben (Dopplereffekt anschaulich oder so), hab mich aber auf Arduino geeinigt.
Wir sollen immer den Schulbezug herstellen. Da will ich ganz allgemein den Arduino im Kontext Messwerteerfassung im Schulbetrieb einordnen. Sprich Anschaffungskosten, Eignung und eben auch das rechtliche.
=> Darf ich als Lehrer einen Atmega328 oder eben einen Original Arduino über die Schule bestellen und dort auch nutzen? Es wäre ja dann kommerziell.
Wie sieht es mit der Nachbauproblematik aus, die hier schon angesprochen wurde?
Habe auf der Maker Faire Hannover mit einem Lehrer gesprochen, der Mikrokontroller in einer AG angeboten hat. Es handelte sich dabei um eine Gesamtschule, näheres weiß ich leider nicht.
Er selber hat viel positives Feedback erhalten. Jedoch hat er das ganze nicht mit den Arduino realisiert. Geschrieben wurde die Sachen in AVR-GCC und Assembler auf einem Standalone AVR.
Der Arduino ist in erster Sicht für die Künstler geschaffen, welche sich mit der Materie nicht auseinandersetzen wollen. Bei dieser AG waren jedoch scheinbar die Leute bereit, etwas mehr auf die Materie einzugehen. So war es auch kein Problem, dort auf die IDE selber zu versichten.
@Serenifly
Ja hatte nur schnell bei GH.de nach nem Preis gesucht. Aber gut, dass ich hier nochmal gepostet hab. Ich nehme in meiner Arbeit lieber die 20€+. Will ja niemanden mit sowas überzeugen.
Je nach Kurs, Zeit, Thema könnte ich mir auch gut was mit Standalone Atmega vorstellen.
@sschultewolter
Im AG-Unterricht habe ich sowas auch schon gesehen, war ne Robo-Hand, die vom AVR gesteuert wird.
Eigentlich sehr cool, vor allem war ich sehr beeindruckt wie groß die Kluft zwischen Unterrichts-Niveau und AG-Betrieb ist.
Ich möchte gar nicht eine ganze Schule "revolutionieren". Es ging eher um eine theoretische Betrachtung der Möglichkeiten.
Ich schreibe derzeit ein Programm und dokumentiere das ganze. Da ich Lehramt studiere soll ich nur irgendwie den Bezug herstellen.
Ich kenne es aber von einem anderen System, wo ein Lehrer beauftragt wurde damit eine Versuchsreihe aufzubauen.
Es wurden in Kästen nach Themen alle Versuche sortiert und mit Fotos und Anleitungen die Aufbauten dokumentiert.
=> Andere Lehrer konnten einfach die Kästen nutzen und hatten auch keine riesige Vorbereitung mehr.
Kann ich 30 Arduino Uno (original kaufen) und damit im Unterricht mit der Arduino IDE die Schüler arbeiten lassen?
(Von der Schule gekauft, nicht privat)
=> Es wäre ja kommerzielle Nutzung, kommen also Lizenzen dazu?
Müsste ich die entwickelten Programm irgendwie zugänglich machen? (Kenne mich mit open Source Lizenzen nicht aus, verstehe es aber allgemein so, das ich sie kostenlos nutzen kann, aber ads jedem zur Verfügung stellen muss)
Gegen orignale Arduinos für Fortbildungen ist nichts einzuwenden. Kommerziel ist dieses dann mM nach nicht. Die Schule stellt diese dann vermutlich kostenfrei zur Verfügung.
Die in der Arduino IDE enthaltenen Libarys kannst du problemlos verwenden. Bei externen Libarys musst du entsprechend die Lizenzen nachschlagen. Es gibt dort verschiedene Modelle. Teils muss, sobald die Libary genutzt wird der komplette Quellcode auf Anfrage dargelegt werden, bei anderen ist dieser einfach free to use.
Ich kenne nicht die rechtiche Situation der Schulen in Deutschland.
Von der Arduino-Seite gibt es keine Probleme bezüglich, daß Schüler Arduinos der Schule verwenden oder Arduinos als Gruppenbestellung von den Schülern über die Schule gekauft werden.
Die einzigen Dinge die verboten sind, ist eine Platine zu bauen und diese Arduino zu nennen bzw das Orginal-Referenz Platinen-Layout zu verwenden.
Zu den Vorteilen von Aruino ist die Open source SW und HW, alle Dokumentation ist frei verfügbar.
Wenn Du etwas selbst aus Arduino Baust mußt Du es nicht pubblizieren.
ich würde "einfach" mal eine Schule mit naturwissenschaftlichem Schlag kontaktieren und dort einen Physiklehrer / Techniklehrer fragen.
Die sollten wenigsten die Quellen nennen können, die hinsichtlich anerkanntem Lehrmaterial und Sicherheitsaspekten Informationen hergeben.
Bildungseinsrichtungen haben hinsichtlich der Lizenzen auch immer wieder mal eine Sonderstellung; vielleicht bekommst du auch dafür jemanden genannt, der weiß wie's richtig geht.
Falls du übers Netz weiter recherchieren willst, gibt es für Schulen Kompetenzteams für die Lehrerfortbildung (google: Kompetenzteam Stadt (evtl. Sitz einer Bezirksregierung). Dort kannst du dann möglicherweise einen Moderator für Fortbildungen im Fach Physik finden, der dann wieder einen kennt, der einen kennt ...
Oder geht's nicht noch schneller über einen deiner Profs?
Zu jedem Arduino wird man auch einen Computer benötigen auf dem die IDE installiert ist. Hat die Schule die Computer?
Arduinos sind zwar "relativ" robust, aber Schüler werden nicht unbedingt pfleglich mit dem Material umgehen. Das muss nicht einmal böser Wille sein. Für einen Kurzschluss reicht es ja aus die nakte Platine auf eine Schere oder einen Stift aus Metall zu legen.
Wie sieht es mit Ersatzbeschaffung aus? Wie sieht es bei Shields aus wenn die öfters umgesteckt werden? Die Kontakte sind für sowas definitiv nicht ausgelegt.
dertester: @jurs
Es soll sich in den Unterricht eingliedern. Also von Schulmitteln angeschafft und auch für den Unterricht vorgesehen.
Quasi als alternative zu teueren Phywe Produkten oder sowas wie Cassie
Der große Vorteil von Phywe und Co. ist die Robustheit. Schüler bekommen (fast) alles kaputt. Die Sachen der Lehrmittelfirmen haben erstaunliche Überlebensspannen, während andere Sachen oft nach kürzester Zeit hin sind. Günstige Alternative zu Cassie ist Vernier. Die Sachen kosten einen Bruchteil, sind ausreichend robust und es gibt ein sehr reiches Zubehörprogramm. Es gibt z.B. Adapter (~140Euro) für graphische Taschenrechner, so dass die Schüler Messungen gleich auf ihrem Taschenrechner aufnahmen und auswerten können.
Den Zerstörungen durch Schüler kann man entgehen, wenn die Schüler den Arduino selber anschaffen. Dann gehen sie damit viel, viel pfleglicher um. Ich habe auch schon gesehen, dass ein Lehrer ein Arduino-ähnliches Board mit den Schülern vom Ätzen der Platine bis zu einem fertigen Messgerät selbst gebaut und programmiert hat. Ein geeigneter Raum im Unterricht sind Projektkurse (Oberstufe in NRW Alternative zur Facharbeit in der Q1), Projektwochen oder auch Differenzierungskurse.