Arduino mit Ethernet-Shield an einem UMTS Router

Guten Tag miteinander,

ich bin im Moment dabei für meine Frau eine Überwachung und Steuerung für den Garten zu basteln. Der Garten ist bei meiner Oma zuhause, das heißt es gibt keine Internetverbindung dort. Ziel soll es sein dass der Arduino mittels Regen- Temperatur- und Bodenfeuchtesensoren Daten aufzeichnen soll und diese dann z.B. an Xively.com senden soll, damit man immer einen Überblick über die momentane Lage hat. Die Bewässerung soll über eine Pumpe automatisch geregelt werden.

So weit so gut. Meine konkrete Frage bezieht sich nun auf die Verbindung mit dem Internet. Zuerst habe ich daran gedacht ein GPRS Shield zu nutzen. Da es aber scheinbar zu jedem Shield eine eigene Library gibt, die meist mehr schlecht als recht dokumentiert sind, traue ich es mir nicht zu damit zu arbeiten (bin noch recht neu im Arduino Geschäft). Die Idee ist nun ein einfaches Ethernet-Shield zu nutzen. Die Wiznet 5100 Shields nutzen ja alle die selbe sehr gut dokumentierte library, so dass ich zu allen Problemen die auftauchen könnten wahrscheinlich etwas finden würde. Das Ethernetshield würde dann anstatt mit einem "normalen" DSL Router mit einem UMTS Router (ob mit SIM oder UMTS Stick betrieben ist ja erst einmal egal) verbunden werden. Meiner Meinung nach sollte sich der UMTS Router ja verhalten wie ein DSL Router, dass heißt der Sketch für den Arduino sollte dann sowohl mit einem UMTS Router als auch mit einem DSL Router funktionieren.

Ist hier ein Denkfehler drin, oder könnte das Ganze so funktionieren?

Viele Grüße

Stephan

Trisman: Ist hier ein Denkfehler drin, oder könnte das Ganze so funktionieren?

So wie von Dir skizziert sehe ich kein Problem: 1. Arduino an UMTS-Router sendet seine Daten an externen Internet-Server 2. User ruft Daten am externen Internet-Server ab

Problematisch wäre eher der Fall, dass Du den Arduino selbst als Webserver betreiben möchtest, so dass der User den Arduino direkt über das Internet kontaktiert, um dort die Daten abzurufen. Üblicherweise verbieten die Mobilfunkanbieter für mobile Datendienste das Betreiben von Servern per AGB und setzen das dadurch durch, dass eingehender Datenverkehr in Form von Serveranfragen auf dem Mobilgerät geblockt wird, so dass solche Anfragen Deinen Arduino nicht erreichen würden.

Dem von Dir geplanten Verfahren, dass der Arduino als Client aktiv eine Datenverbundung zu einem Server im Internet aufnimmt, sollte meines Wissens nach nichts entgegenstehen. Persönliche Erfahrungen damit habe ich allerdings nicht.

Eine Stromversorung hat der Garten?

Hallo Jurs,

Vielen Dank für die Antwort! Eine Stromverbindung ist vorhanden, das ist kein Problem. Nur eine Internetleitung würde sich für meine 85 Jährige Oma nicht lohnen. ;-)

Als Webserver möchte ich den Arduino nicht betreiben. Wenn alles andere so funktioniert, wie es soll, könnte es sein, dass ich vielleicht noch eine Funktion einfügen wollen würde, mit der man dem Arduino manuell den Befehl geben könnte, die Bewässerung einzuschalten. Ob und wie das funktioniert, müsste man dann mal schauen. Wenn es nicht klappt, auch gut.

hi, deine idee will ich ähnlich an unserem campingplatz umsetzen.

dabei sind mir folgende punkte aufgefallen.

  1. umts etc. steht gerade auf dem.land nicht immer zur verfügung. der campingplatz ist da so ein beispiel, entweder kein internet oder extrem langsam.

gleiches gilt für sms etc. via gsm netz.

2.wenn du z.b.nur die daten an ein script übergibst (z.b. post), gibt es weniger probleme, als wenn du irgendwelche ftp protokolle oder besondere anmelde verfahren umsetzen musst.

  1. wenn dein arduino die daten sendet, einfach als antwort dein "trotzdem jetzt wässern" mit senden.

  2. die bewässerungszeit begrenzen, nicht das stundenlang wasser läuft.

  3. ein script auf serverseite regelm. kontrollieren lassen, ob der arduino sich gemeldet hat, falls nicht dich informieren.

das war es auch schon. die gsm bibliotheken sind im übrigen nicht so schlecht, man muss nur die passende finden.

Ich finde es immer ganz gut, wenn ein Thread auch zu ende geführt wird. Daher:

Ich habe einen Router (Telekom Speedport HSPA) günstig bei Ebay geschoßen und betreibe den nun mit einer Netzclub Simkarte. Damit hat man 100mb im Monat komplett kostenlos UMTS Geschwindikeit, danach eine Drosselung auf 32kb/s. Als Gegenleistung bekommt man Werbung zugeschickt, per SMS und Mail. Die SMS stören einen im Router ja nicht, und die Mails auf dem Zweitaccount auch nicht. ;) Ich habe gerade einen Arduino Uno mit Ethernetshield und zwei DS18B20 an den Router angeschloßen, der die Temperaturdaten an Xively schicken soll. Das macht er über den UMTS Router genauso wie über meinen normalen DSL Router.

Somit kann ich nun eine kostenlose Leitung fürs Datalogging bei meiner Oma installieren. Investieren musste ich dafür nur die 25€ für den Router. Und selbst wenn ich im Monat mal über die 100MB drüber kommen sollte, können die paar KB Daten auch über die GPRS Verbindung verschickt werden. :)