Arduino Motorshield aufbohren?

Hallochen.
Bastle grad nebenbei nen olles Spielzeugauto (ehemals RC, 27MHZ, echt nur Spielkram) zum ArduBuggy um...

Das Ding hat zwei Motoren-einen zum fahren und einen für das, was der Konstrukteur unter "lenken" verstand (die Vorderachse wird im Ganzen quasi verkantet, und dabei ver"dreht" sich das Chassis, und so fährt das Ding tatsächlich Kurven).
Beides Spielzeugmotoren mit Getriebe, also nix besonders- die Karre lag im Keller rum.
Ausgerüstet wars mal mit fünf (ja, fünf) AA-Zellen, der Krempel ist natürlich rausgeflogen, hab ihm nen Racingpack spendiert.

Hardware ist drin,was grade rumlag: Uno, Motorshield, nen Sonar (HC4 oder wie die Dinger heissen), und ein olles Servo.
Damit läuft die Kiste, aber der Stromverbrauch der Motoren ist grenzwertig. Bisher haben die Treiber auf dem Shield nur bei groben Remplern (gegen ne Wand fahren) abgeschaltet, aber ordentlich warm werden sie schon.
Hab schon die Last auf beide Treiberchips verteilt, trotzdem gefällts mir nicht so richtig.
Die Treiber sind L293D, die auf Dauer nur 600mA machen.
Würd das Ding deshalb gerne ein bisschen verstärken, nun ist die Frage, was besser ist:

Adafruit empfiehlt, noch nen Satz L293D Huckepack draufzulöten, aber die sagen auch, man könne (auf eigenes Risiko) zwei SN754410 benutzen. Die Teile können wohl nen Ampere ab-mit der Huckepack-Version wäre ich bei 1200mA..

Ne extra Treiberplatine werd ich für die Gurke nicht kaufen, auch weil grad die Finanzabteilung bisschen zickig ist, aber zwei so Maikäfer wären grad noch im Budget...

Was meint ihr, welche Lösung wäre die bessere?

Achja: das Shield ist natürlich nen Sainsmart, dürfte ein Nachbau des älteren Motorshields (V1..)sein.

Guck dir mal das Datenblatt an, da gibt es (zumindest bei TI) eine Variante im 28 pol. Gehäuse (DWP)
Der hat auch mehr Bums :slight_smile:
Und was ist mit einem kleinen Kühlkörper zum aufkleben? Ein bisschen quälen kann man das IC schon. Er muß ja keine 10 Jahre halten, oder? :grin:
Ansonsten, einen 2. Huckepack wäre doch mal einen Versuch wert. Wenn er abdampft, wechselt man den Unteren aus und gut ist. Pins vom IC abkneifen und die Pins mit der Pinzette dann einzeln absammeln. Die Löcher bekommst du mit einer passenden Spritzenkanüle nach dem Erwärmen des Zinns frei. Die Kanülen sind aus VA und benetzen sich nicht mit Zinn. Oder brachial freibohren! ]:slight_smile:
Passenden Bohrer zwischen 2 Finger und das Zinn rausschälen. Damit habe ich gute Erfahrungen beim Elko Tausch auf MoBo's gemacht und die Durchkontaktierungen auf Multilayerplatinen sind mit entsprechender Vorsicht zu behandeln. Ist aber beherrschbar :slight_smile:
Ist eine Lochrasterplatine keine Alternative?

Gruß Gerald

Zinn bekommt man mit etwas Übung auch gut mit Entlötlitze aus den Löchern.
Grüße Uwe

Eigenbau ist nicht wirklich eine...nicht bei dem "Auto". Das Ding hab ich nur zusammengebaut, weil:
-mir die Kiste beim räumen im Keller zwischen die Finger geriet
-ich den Kopf mal vom Segway frei haben wollte

  • der restliche Krempel eben so rumlag

Hab mir mal noch zweie der Originaltreiber besellt, die kommen dann mit rauf und-mal gucken. Laut Adafruit (das Sainsmart ist ein Nachbau des alten Adafruits) geht das ja problemlos-ist zwar ne Ami-Methode, aber wenns funktioniert, für 2.50...
Will halt das Shield benutzen, weil zum einen in der Karre relativ wenig Platz ist (schon das programmieren nervt tierisch, weil ich den Dino nicht so einbauen kann, dass ich das USB-Kabel einfach anstecken kann), und ich auch nicht bereit bin, für die kleine Spielerei nun noch extra Geld auszugeben. (Na gut- vielleicht noch ne OLED-Briefmarke wie im Segway, einfach, weils toll ist wenn man sieht, was passiert.., und ich an den I2C noch rankäme)
Obendrein, wenn die Lösung klappt, hab ich dann ein kräftigeres Motorshield-warum nich...

Auslöten ist kein Problem: die Treiber stecken schön in Sockeln-die zweiten werd ich einfach mit an die Beine der ersten ranlöten, vielleicht bleibt da dann noch nen mm Luft zwischen den Dingern, wird der Kühlung guttun.

Ansonsten mach ich das meist mit der Entlöt-Pumpe, geht ganz gut...

Kannst ja versuchen, irgendwie ein Sandwich aus dünnen Blechen/Folien "klöppeln", um die Wärme von den Chips wegzubekommen. Unten, Mitte, und oben ein kleiner KK.
Oder ein dünnes Kupferröhrchen einseitig zulöten, etwas plattdrücken, um Auflageflächen zu bekommen, ein paar Tropfen Spiritus oder ISO rein, und andere Seite zulöten - fertig ist die Heatpipe 8)
Mit einem 4mm Cu Rohr so bearbeitet, sollte es zwischen die beiden IC's passen, so das sich die Pins noch verlöten lassen.

Ich denk nicht, dasss das nötig sein wird.
Die Kiste fuhr mal mit 5 AA-Zellen, und dürts spielzeugtypisch auch mit Trockenbatterien getan haben (das Ding ist bestimmt schon 10 Jahre alt, da waren NiMh`s noch nicht in Mode). Am Antrieb hab ich ja nix geändert, allenfalls ist das Ding vielleicht 200g schwerer geworden.
Und: es läuft ja so schon, soweit ichs unter Last messen konnte, frisst der Antriebsmotor zwischen 0.5 und 0.8A...da ist ne Wasserkühlung vermutlich nicht nötig.:wink:

Grad bin ich bei, den US-Sensor zu justieren, das Mistding hat sauber gemessen: den Abstand zwischen sich und der Autonase...wollt ihn eigentlich absichtlich, mit etwas Abstand, auf den Boden gucken lassen (um Treppen zu erkennen), klappt aber wohl nich-naja.