Arduino Nano spinnt manchmal

Hi,

Ich hab aktuell mein erstes fertiges Projekt im Dauerbetrieb laufen, es handelt sich einfach um eine transistorgeschaltete LED-Leiste. Meistens schaltet der Arduino wie er soll, weshalb ich sicher bin dass der Code funktioniert. Manchmal jedoch bleibt das Licht länger an als es soll oder geht sogar gar nicht mehr von alleine aus, so als hätte der kleine Nano-Klon sich aufgehängt. Er hängt übrigens an den 12V von einem 3Ampere Netzteil von ebay, an denen auch die LED-Leiste hängt. Die LED-Leiste zieht glaub ich 1,6A dauerhaft.

Meine Frage an alle, die schon etwas mehr Erfahrung mit dem Thema haben wäre: warum wohl spinnt der Arduino ab und zu?
Kann es an der Stromversorgung liegen, falls die nicht glatt genug ist? (beim Schalten gibts sicher mal Spannugstiefs, die liegen ja aber immer noch deutlich über den 5V, die nicht von dem Spannungsregler im Nano verbraten werden) Hilft dann ein Kondensator vorm Arduino schon?

Können genannte Symtome auftauchen wenn das Board zu warm wird? Warm wird er auf jeden Fall. Vermutlich würde da nur helfen die Spannung vorm Board schon mal runter zu regeln?!

Oder spinnen 4 Euro "Nanos" eben einfach manchmal?

Danke schonmal für eure Tipps an welcher Stellschraube ihr zuerst drehen würdet!

Bei 12 Volt Spannung am Vin wird der Spannungsregler auf dem Nano schon sehr warm und evtl. auch überlastet. Kann auch passieren, wenn nicht weiter dran hängt.
Du solltest für den Nano die Spannung am Vin besser auf 7-9 Volt runter regeln.

Ich beginne meine Antworten zu indizieren und nur mehr den Index zu schicken. :wink: :wink: :smiley: :smiley:

Antwort:

  1. Vieleicht
  2. kann schon sein
    2b) eher nicht
  3. kann auch sein
  4. ist möglich.
  5. wäre zu schön um wahr zu sein
    ... :wink: :wink: :wink: :wink: :wink: :wink:

Im ernst:
Ohne genauen Schaltplan und Sketch können wir Dir gar nichts sicheres sagen. Also bitte gib uns die geforderten Infos.

Grüße Uwe

HotSystems:
Bei 12 Volt Spannung am Vin wird der Spannungsregler auf dem Nano schon sehr warm und evtl. auch überlastet. Kann auch passieren, wenn nicht weiter dran hängt.
Du solltest für den Nano die Spannung am Vin besser auf 7-9 Volt runter regeln.

Ok, danke dir. Ich werde das als erstes ausprobieren.
Entspricht es deiner Erfahrung, dass die Nanos dann nicht mehr richtig laufen bei >9V?

Es kommt auf den Strom an. Das ist ein Linear-Regler der die überschüssige Spannung letztlich in Wärme umwandelt. Und P = U * I
Wenn man nur wenig Strom zieht geht das auch mit 12V

Serenifly:
Es kommt auf den Strom an. Das ist ein Linear-Regler der die überschüssige Spannung letztlich in Wärme umwandelt. Und P = U * I
Wenn man nur wenig Strom zieht geht das auch mit 12V

Scheinbar nicht nur. Ich hab eben mal einen unbelasteten Nano durchgemessen. Er zog 10mA bei 5V Eingangsspannung und 20mA bei 10V Eingansspannung. Mit angeschlossener LED als Verbraucher stieg der Gesamtstrom dann nochmal um 3 oder 4mA.

5V Spannung an Vin ist außerhalb der Spezifikation. Da bleibt zu wenig für den Prozessor übrig.

Gruß Tommy

Mahimus:
Scheinbar nicht nur. .....

Was genau meinst du damit ?
Klar liegt das au an der Eingangsspannung.
Das steht ja auch in Sereniflys Post.

Tommy56:
5V Spannung an Vin ist außerhalb der Spezifikation. Da bleibt zu wenig für den Prozessor übrig.

Gruß Tommy

Das war ja jetzt nur ein kurzer Testaufbau um zu schauen wann der Nano wie viel Strom zieht. Der Spinner Nano bekommt wie gesagt 12V, wie genau auch immer sie aus dem Netzteil kommen.

HotSystems:
Was genau meinst du damit ?
Klar liegt das au an der Eingangsspannung.
Das steht ja auch in Sereniflys Post.

War etwas doof. Was ich meinte war, dass wohl der verbratene Strom von der Spannung abhängt. Die Leistung also vermutlich vom Quadrat der Eingangsspannung.

Edit: Messung war wohl nicht aussagekräftig.

Mahimus:
Das war ja jetzt nur ein kurzer Testaufbau um zu schauen wann der Nano wie viel Strom zieht.

Das funktioniert aber einfach nicht. Du brauchst an Vin mindestens ca. 6,5V. An den Reglern fällt glaube ich generell mindestens 1,25V ab. Was darunter passiert ist nicht aussagekräftig.

Serenifly:
Das funktioniert aber einfach nicht. Du brauchst an Vin mindestens ca. 6,5V. An den Reglern fällt glaube ich generell mindestens 1,25V ab. Was darunter passiert ist nicht aussagekräftig.

Ok, danke für den Hinweis!

Mahimus:
War etwas doof. Was ich meinte war, dass wohl der verbratene Strom von der Spannung abhängt. Die Leistung also vermutlich vom Quadrat der Eingangsspannung.

Nein. Der Strom hängt nicht von dem Wert der Versorgungsspannung ab.
Der Strom auf der 5V Seite (Arduino NANO) ist immer gleich groß.
Der Spannungsstabilisator verbraucht etwas Strom für sich.
Die Verlustleistung des Spannungsstabilisator hängt ab einem gewissen Minimum linear mit der Eingangsspannung.

Ich wiederhole mich. Ohne genauen Schaltplan und Sketch Sind das alles nur ungenaue Antwortversuche.

Grüße Uwe

uwefed:
Ich wiederhole mich. Ohne genauen Schaltplan und Sketch Sind das alles nur ungenaue Antwortversuche.

Grüße Uwe

Die Frage war bewusst etwas allgemeiner gestellt, aber wenn du dir die Zeit nehmen möchtest drüber zu schauen sag ich nicht nein.

Sketch:

  const int maxHelligkeit = 85;                          //Helligkeit bis zu der eingeschaltet wird
  const unsigned long leuchtdauer = 120000;
  const int LEDhelligkeit = 100;                          //in Prozent
  
  unsigned long einschaltZeit;


void setup() {

  
  Serial.begin(9600);
  pinMode(11,OUTPUT);
  
}

void loop() {
   
  int helligkeit = analogRead(A2);
  int bewegung1 = digitalRead(3);
  int bewegung2 = digitalRead(5);

Serial.println(helligkeit);
  
if (helligkeit < maxHelligkeit && (bewegung1 == HIGH || bewegung2 == HIGH)) 
{
  analogWrite(11,(LEDhelligkeit * 255/100));
  
 einschaltZeit = millis(); 
}

if (bewegung1 == HIGH || bewegung2 == HIGH)
{
  einschaltZeit = millis();
}

if (millis() >= (einschaltZeit + leuchtdauer))
{
  digitalWrite(11,LOW);
 
}
}

Im Anhang ist der Schaltplan welcher Stromversorgung, Transistor und Last zeigt. Die angeschlossenen Sensoren fehlen hier, sie funktionieren und um die geht es ja nicht.

Ich werde jedenfalls später mal einen Step-down einlöten und schauen was passiert.

Mahimus:
.....
Hier der Schaltplan der Stromversorgung, Transistor und Last zeigt. Die angeschlossenen Sensoren fehlen hier, sie funktionieren und um die geht es ja nicht.

Ich sehe keinen Schaltplan.
Poste den bitte direkt im Forum und nicht auf irgend welchen Seiten, wo der wieder verschwindet.

HotSystems:
Ich sehe keinen Schaltplan.
Poste den bitte direkt im Forum und nicht auf irgend welchen Seiten, wo der wieder verschwindet.

Danke für den Hinweis, hab ihn nun oben als Datei angehängt.

Step Down (LM2596s) ist inzwischen eingelötet und wurde (ohne Last) auf 7,2V eingestellt. Ich hoffe ohne Last die Ausgangsspannung zu messen war ok, aber angeblich ist der LM2596s ja relativ lastunabhängig.

Ob der Arduino nun zuverlässig arbeitet muss sich natürlich erst über die nächsten Tage zeigen.

Das Ding scheint jetzt stabil zu laufen. :slight_smile:

Mahimus:
Das Ding scheint jetzt stabil zu laufen. :slight_smile:

Das hört sich doch gut an.
Danke für die Rückmeldung.

HotSystems:
Das hört sich doch gut an.
Danke für die Rückmeldung.

Danke dir für den Tipp!

Ich möchte das hier noch mal aufgreifen um eine Erfahrung zu teilen, die sehr verwandt ist mit dem Problem, das ich im ersten Post geschildert habe. Hatte einen anderen Nano am PC hängen (also hoffentlich optimale Spannungsversorgung über USB) und hatte eine LED blinken. Sie sollte immer 2Sek an sein, doch sie blieb immer etwa 10sek an, das allerdings sehr regelmäßig. Nach einem Reset war das Problem zum Glück behoben. Es scheint aber vorzukommen, dass ein Arduino die Zeit falsch/ zu langsam zählt.

@Mahimus

Schließen wir mal einen Fehler im Sketch aus ist Deine Aussage sehr schwer zu glauben.

Alle Zeiten (delay(), millis() ecc) sind von der Taktfrequenz abgeleitet.

Resonatoren bzw Quarze haben eine genaue Resonanzfrequenz. Abweichungen von max 0,1% bzw 0,01% sind üblich. Quarze wenigstens können auch mit vielfachen der Grundfrequenz schwingen, dazu ist aber ein Filter / Oszillatorschaltung notwendig, der die Grundfrequenz unterdrückt und die Oberwelle "verstärkt".

Nur so mal mit 1/5 der Frequenz schwingen ist eigentlich unmöglich.

Grüße Uwe