Arduino soll eine Satelliten Antenne ausrichten und nachführen.

Hallo,

Ich bin neu in diesem Forum, und stelle mich erstmal vor.

Ich heiße Marco bin 41 Jahre alt und von Beruf KFZ Mechaniker. In meiner Freizeit bastelle ich gern mit Elektronik. So das ein oder andere Projekt habe ich auch schon Realisieren können. Angefangen hab ich vor einiger Zeit mit der "Atmel ATTiny Serie", programmiert mit Bascom AVR. Nach einer krankheitsbedingten Pause, fange ich jetzt mit den arduinos an.
Ich hab mich auch schon an den Grundkursen und Co. mit Erfolg versucht.

Nun aber zu dem eigentlichen Projekt was ich realisieren möchte, und dazu noch Gleichgesinnte suche die vielleicht auch Interesse daran haben für sich so eine Antenne zu bauen, oder vielleicht auch der ein oder andere Profi der einfach netterweise Laien wie mich unterstützen möchte.

Ich werde erstmal erläutern was ich mir vorstelle und warum ich sowas umsetzen möchte, und was ich mir für Gedanken zur Umsetzung gemacht habe.

Vorgestellt hatte ich mir das so.:

Eine Satelliten Antenne bauen die sich von selbst ausrichtet und auch bei fahrendem Fahrzeug oder Boot auf den Satellite ausgerichtet bleibt und sich nachführt, so das ein weiterer Empfang möglich ist.
So wie es die original zu kaufenden antennen auch machen. Siehe von der Firma Megasat die Shipman.

Warum ich das Umsetzen möchte.:

Es gibt denke ich mal viele Leute wie ich die gern so eine Antenne auf ihrem Wohnmobil hätten aber die hohen Preise dieses nicht zulassen. Die dann wie ich denken sowas müsste sich doch auch für weniger Geld selbst bauen lassen.
Was noch hinzukommt ist das man die Hardware nicht mal aufwendig selbst bauen muss, denn diese kann man sehr günstig in den einschlägigen Kleinanzeigen oder Auktionshäuser Flohmarkt und Co. sehr Preiswert kaufen.
Als Hardware sind es bei mir alte Camos Dom Antennen vom Type CSA. Die Firma Camos hat den Support für diese Anlagen vor einigen Jahren eingestellt, und da sich zwischenzeitlich der Suchtransponder von Astra geändert hat, und dieser bei den Anlagen nicht verstellt werden kann, ist die Elektronik da drin nicht mehr zu gebrauchen. Nun funktionieren diese Anlagen nicht mehr und man bekommt diese sehr günstig zu kaufen. Ich habe selbst 4 Anlagen davon, die mich zusammen nicht mal 50 Euro gekostet haben.
Die Mechanik in diesen Antennen ist meistens noch wie neu, es sind Schrittmotoren zum antenne drehen und kippen verbaut. Die Antennen sind viel zu schade zum Wegwerfen, also müsste nur eine neue Steuerung an die Mechanik.
Das ganze würde ich auch gern nicht nur für mich sondern hier öffentlich entwickeln für Leute die es auch bauen möchten.

Meine Gedanken zur Umsetzung der Steuerung.:

Die Überlegung war das ich die Mechanik mit den Schrittmotoren und Endtastern hab und ein LNB auch vorhanden ist. Die Elektronik mit dem Tunermodul drauf habe ich im Internet keine Daten zu gefunden, das man die wohl nicht weiter verwenden kann. Also kam die Idee auf die Motoren per Arduino anzusteuern, da sollte ja machbar sein. Damit könnte man die Parabolantenne schon mal im kreis drehen und hoch und runter fahren lassen. Wenn man das passende Programm eingibt.

Ich habe auf meinem Wohnwagen eine Originale Alden Anlage drauf und habe mal beobachtet das diese Anlage die Antenne ja solange dreht bis das LNB ein Signal des Astra Satelliten empfängt, dann wird die Drehung langsamer und es wird langsam auf das stärkste Signal gedreht und dort gestoppt.

Nun habe ich überlegt wie man das Signal vom LNB auswerten kann, um den Satelliten anzupeilen und beim stärksten Signal zu stoppen. Da kam mir als erstes ein Satellitenreceiver in den Sinn. Doch finde ich die für mein vorhaben unpraktisch weil man dort bestimmt nicht so einfach die Informationen raus bekommt wie stark der Satellit vom Pegel her anliegt. Die nächste Möglichkeit die mir schon besser schien, ist ein Sat Finder, die mittels einer anzeige die Empfangsstärke anzeigen und man das Signal dort abgreifen könnte. Diese Idee habe ich mit einem Bekannten besprochen aber der sagte das ja die einfachen Sat Finder ja auf jeden Satelliten reagieren und nicht nur Astra. Aber nach etwas Recherche im Internet hab ich dann Sat Finder gefunden bei denen man den Satelliten vorwählt den man suchen möchte das diese dann auch nur auf diesen Satelliten reagieren und das diese auch gleich die Signal stärke und auch die Signal Qualität anzeigen können. Das beste ist das diese Sat Finder das ganze auch per bluethoot an ein Smartphone ausgeben können. Mir kam der Gedanke ob man diese Datenübergaben nicht auch mit dem Arduino auslesen könnte um damit das verhalten der Motoren zu steuern. Diese Sat Finder gibt es zu Beispiel von der Firma Octagon der SF518.
Also die Antenne so lange drehen lassen und immer ein Stückchen weiter ankippen bis der Sat Finder ein Signal meldet, dann stoppen und in kleinen schritten hin und her hoch und runter drehen bis die maximale Empfangs und Qualitäts stärke erreicht ist und dann stoppen.

Jetzt kommt die zweite Herausforderung, wenn die Antenne nun auf das Maximum ausgerichtet ist und sich das Fahrzeug bewegt, soll die Ausrichtung gehalten bleiben damit der Empfang weiter gegeben ist.

Nun ist mir die Idee gekommen das ganze mit Sensoren wie bei einem Gimbal zu machen. Das steht ja still wenn sich der Haltende herum bewegt. Ich weiß leider noch nicht genau was dort für Sensoren zu Einsatz kommen, aber ich hatte mir vorgestellt diese an dem LNB Halter zu montieren und die Position des maximalen Pegels zu speichern, und diese dann zu halten, Wärend sich der Halter der Antenne bewegt.

Leider bin ich in dieser ganzen Materie nicht so firm, um zu wissen ob sich das umsetzen lässt was für ein aufwand das ist und wie man das programmiert.
Dazu dieser Aufruf des Ideen Austausches. Ich habe mir das jetzt relativ einfach vorgestellt, und mir Gedanken gemacht mit was für einfachen mitteln man sowas umsetzen kann.

Ich bin schon gespannt ob und was für Vorschläge kommen, und ob es vielleicht andere Methoden oder Bauteile gibt wo ich noch nicht drauf gekommen bin.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie gern Behalten.

mfg

Marco

Sorry, du fährst in der herum um dort fernzusehen? Und das wenn geht noch während der Fahrt? Warum???

teddybyte:
Da kam mir als erstes ein Satellitenreceiver in den Sinn. Doch finde ich die für mein vorhaben unpraktisch weil man dort bestimmt nicht so einfach die Informationen raus bekommt wie stark der Satellit vom Pegel her anliegt.

Würde sagen, das kommt auf den Receiver an. Bei meiner VU+ bekomme ich z.B. solche Ausgaben per Browser:

<e2frontendstatus>
<e2snrdb>83 dB</e2snrdb>
<e2snr>83 %</e2snr>
<e2ber>0</e2ber>
<e2acg>96 %</e2acg>
</e2frontendstatus>

Das sollte sich auch per Arduino auswerten lassen.

Die Position der Satelliten ist ja bekannt. Die stehen immer an der gleichen Stelle am Himmel.

Um die Antenne auszurichten muß man nur die Ausrichtung (Kompass) und die (Schief-) Lage des Fahrzeugs ( 3 Achsen Beschleunigungsmesser) messen. Ich weiß jetzt nicht wie genau die Ausrichtung des Satelliten sein muß.
Ich weiß auch nicht wie schnell die Motore die Schüssel bewegen sind und wie schnell daraus resultierend die Bewegung des Fahrzeugs sein kann. Ich glaube aber daß der Wellengang nicht ausgeglichen werden kann.

Außerdem kennen wir die Hardware nicht und können Dir auch nicht bei der Auswahl / Bemessung der Ansteuerung der Motore helfen.

Grüße Uwe

teddybyte:
Ich bin neu in diesem Forum, und stelle mich erstmal vor.

Hallo Marco, willkommen im Forum!

teddybyte:
Also kam die Idee auf die Motoren per Arduino anzusteuern, da sollte ja machbar sein.

Dann brauchst Du die Kennwerte dieser Motoren hinsichtlich Strom und Spannung und ob uni- oder bipolar. Daraus ergibt sich dann der notwendige Treiber.

teddybyte:
Jetzt kommt die zweite Herausforderung, wenn die Antenne nun auf das Maximum ausgerichtet ist und sich das Fahrzeug bewegt, soll die Ausrichtung gehalten bleiben damit der Empfang weiter gegeben ist.

Bei WoMos wird normalerweise peinlich darauf geachtet, vor der Abfahrt die Schüssel einzuklappen. Das heftige Winken Umstehender, wenn das Einklappen vergessen wurde, spricht gegen Deinen Plan.

Auf einem Schiff dürfte die Herausforderung noch um einige Stufen schwieriger ausfallen. Fraglich ist auch, ob die Schrittmotoren der ständigen Nachregelung standhalten.