Ich hab mir da etwas komisches in den Kopf gesetzt... Ich hatte schon lange den Plan, mir ein Raspberry PI B+ zu kaufen, bin aber plötzlich auf den Arduino gestoßen und habe mich jetzt mehr oder weniger komplett umentschieden. So, meine Idee war es mit Hilfe eines Arduinos ein Kleines U-Boot zu bauen!(War früher ein mega U-Boot fan )
Alsoo, deswegen wollte ich 1. Fragen was haltet ihr davon? Vorallem als Anfänger? Was ihr wissen solltet, ich bin sehr Technik interessiert, Lernbereit, habe viel Zeit, genug Budget und ich gebe aus Prinzip niemals auf! Ich werde dass durchziehen!
2. Welche Teile bräuchte ich? Ich wollte eine Kamera und eine Lampe einbauen, die ich allerdings eig. nicht mit dem Arduino verbinden wollte. Außerdem wollte ich die Temperatur messen. Welche Boards bräuchte ich?
3. Mit welcher Programmiersprache wird Programmiert?
4. Wie kann ich dass mit dem Motor des U-boots machen? Gibt es dafür irgendwelche Module?
5. Wie kann ich den Arduino mit Strom versorgen? Habe gelesen dass anscheinend eine 9V Batterie nicht lange ausreicht. Habt ihr Vorschläge?
6. Wüsstet ihr spontan aus WAS ich das U-Boot, also das Gehäuse quasi bauen könnte? Sollte denke ich mal möglichst Leicht sein
7. Was ich noch erwähnen sollte: Ich will es nur in einem See schwimmen lassen
8. Wie ein U-Boot "Funktioniert" weiß ich, allerdings habe ich mir noch nicht viele Gedanken drüber gemacht wie ich dass anstellen will.
Vllt kommen euch manche Fragen etwas dumm vor, aber ich seh bei den Modulen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr >.< (Der Spruch ging so oder?!:D)
Fang nicht mit sowas an. Das geht, egal wie lernbereit (!= lernfähig ) du bist, meist nach hinten los. Eigene dir ausreichende Kenntnisse in Elektronik und Programmieren an. Ohne diese nötigen Grundkenntnisse hilft auch kein Budget, ausser du lässt es dir machen .
Unter Berücksichtigung von 1) wirst du schnell herausfinden was du alles benötigst. Kamera ist mit Arduino problematisch. Das sind Board diese nicht mehre 100MHz starke CPUs für sowas onBoard haben (geschweige von Speicher). Nimm eine bereits fertig gelieferte IP-Cam (WLAN/LAN sei dir überlassen). Als Lampe würden sich helle LEDs anbieten. Wobei hier schon ordentlich Power kommen muss, wenn du mal wo anders tauchst als im SwimmingPool/Badewanne.
Für das Temperatur messen gibt es viele Möglichkeiten. Anbieten würde sich hier ein DS18B20 Sensor eingelassen in einer Metallhülse. Fang erst einmal mit dem Uno an, und eigne dir die nötigen Fähigkeiten an. Würde dort kein Arduino Board einbauen. Wenn dann einen Mini Pro, um den Stromverbrauch niedrig zu halten. Wobei hier auch der Linearregler nicht genutzt werden soll und ggf. die Leds abgelötet werden müssen. Oder baue dir einen Standalone Arduino auf (nackter Atmega328P mit etwas Hühnerfutter)
Kann ich dir nicht mit weiterhelfen. Da wirst du schon spezielle Module nehmen müssen da diese Wasserdicht sein müssen. Für solche Fragen bist du in einem Modellbauforum besser aufgehoben.
9V Batterie hält zum einen nicht lange und zweitens kann dieses auch nicht den Strom für die Hardware stellen (vorallem die Motor(en)). -> Ausreichend große Lipos. Dann musst du dich aber auch um die Messung der Kapazität kümmern. Und das ist gerade bei Lipos sehr komplex und nicht einfach nach einem Tutorial zu machen.
Modellbauforum. Würde ansich erst mal Teflon vorschlagen welches an der Drehbank bearbeitet wird.
Okay, doch kein SwimmingPool
Modellbauforum
Fazit: Finger Weg und nächstes Jahr mal einplanen.
das ist mal eine Coole Idee, jedoch ein echt Großes Projekt zu beginn :-).
Wie meine Vorredner schon gesagt haben, würde ich das Projekt in kleinere Projekte aufteilen die du dann später zusammen fügen kannst.
z.B.
Projekt 1:
Was soll alles dran?
-- Kamera
-- Lampen
-- Motor
-- etc.
Projekt 2:
Hardware Auslegung
-- Welche Kamera (Größe Form)
-- Welche Lampen (Leuchtstärke)
-- Motor (Stärke)
-- etc.
das musst du alles mal testen, denn wie weit Sicht man unter Wasser mit einer Lampe denn?
Projekt 3:
Modebau
-- Welche Material
-- Welche Form
-- etc.
hier würde ich in einem Modebau Forum mich erkundigen.
Projekt 4 - x:
Einzelne Komponenten an einem Arduino anschließen, und versuchen sie zum Laufen zu bekommen.
das machst du mit jeder Hardware an sich als Einzel Projekt.
wenn das dann Klappt dann kannst du die Einzel Projekte zusammen fügen zu einem Großen Projekt.
das Arduino Mega würde ich empfehlen, da hast du sehr viele PINS zu Verfügung.
las dich nicht unter kriegen, das Projekt ist Cool, jedoch ein sehr Großes Projekt.
Vielleicht kannst du auch aus dem Modellbau ein Fertiges U Boot dir besorgen und deine
Hardware einbauen und dann über einen Arduino steuern.
Vorhin fast vergessen, wie wollst du das Teil später überhaupt unter Wasser steuern? War glaub auch das schwierigste in den anderne Projekt. Das durfte nachher nur noch mit Kabel tauchen soweit ich mich erinner.
Nicht getestet, aber man sag, das RC Fernbedienungen unter Wasser nicht funktionieren!
Ansich würde ich veruchen, mit dem Ding nicht zu tauchen. Mach es so, dass er knapp unter Wasser geht, aber eine Antenne nach oben immer herausragt. Also mit auf den Grund tauchen ist da nicht viel.
sschultewolter:
Vorhin fast vergessen, wie wollst du das Teil später überhaupt unter Wasser steuern? War glaub auch das schwierigste in den anderne Projekt. Das durfte nachher nur noch mit Kabel tauchen soweit ich mich erinner.
Nicht getestet, aber man sag, das RC Fernbedienungen unter Wasser nicht funktionieren!
Ansich würde ich veruchen, mit dem Ding nicht zu tauchen. Mach es so, dass er knapp unter Wasser geht, aber eine Antenne nach oben immer herausragt. Also mit auf den Grund tauchen ist da nicht viel.
Das funktioniert gut bis zu einer bestimmten Tiefe, aber halt nur mit guten Material. Ich denke das hängt von deinem Budget ab
RC-Fernsteuerungen funktionieren durchaus unter Wasser- nur die neumodischen 2.4GHz-Anlagen definitiv nicht.
Da ist bereits 2cm unter Wasser Schluss.
Mit ner 40MHz-Anlage gehts schon so bis in drei, vier Meter Tiefe.
Aber da gibt es nen anderes Problem: man kann nur steuern, was man sieht!
Bei kleineren Wellen und im Freien ist die Sicht ins Wasser oft- Null, weil die Oberfläche reflektiert.
Es ist ohnehin schon recht anspruchsvoll, ein Uboot zu bauen, was auch längere Zeit komplett (und damit meine ich wirklich absolut!) wasserdicht ist. Es ist nicht möglich, alle Komponenten wasserdicht zu machen.
Manches funktioniert dann nämlich nicht, und nen Arduino würd ich nicht in Plastidip oder ähnliches packen.
Nen Motor kann man unter (Süss!)wasser durchaus arbeiten lassen, bei Bürstenmotoren ist das kaum ein Problem (nagut, er verschleisst schneller, und sollte wirklich gut getrocknet werden, aber es geht). Problematischer ist es, auch die Zuleitungen dann druckdicht zu bekommen.
Das gilt für alles, was ausserhalb des Druckkörpers ist.
Allein daran scheitern viele, weils da ungeahnte Tücken gibt. Zum Beispiel die, dass sich die im Druckkörper befindliche Luft im Wasser abkühlt-und somit Wasser regelrecht einsaugen kann.
Weiters wird ein wirklich zuverlässiges Tauchsystem benötigt, was auch ohne jegliche Steuerkommandos das Boot stabil auf vorgegebener Tiefe halten kann und bei Ausfall irgendeiner Komponente lenzt!
Wenn das ausfällt, ist das komplette Boot nicht mehr zu retten. Auch nicht, wenn es nur fehlerhaft arbeitet.
Meine Empfehlung: wenn es denn sein soll und das Budget keine so grosse Rolle pielt: es gibt einige Anbieter von Modellubooten (Engel, Brüggen..), dann nimm sowas. Diese Systme sind zuverlässig- bei sorgfältigstem Aufbau. Was du dann an Elektronik dazu packst, ist ja ne andere Geschichte. Aber immerhin hast du dann ein halbwegs zuverlässiges System- Eigenbau wird weder billiger noch besser.
Ich würde bei einem UBoot über IR Fernsteuerung nachdenken. Oder noch besser: erst einmal das UBoot am Kabel tauchen lassen. Das hat auch den Vorteil, daß man es nicht so leicht am Boden verlieren kann.
Was das Gehäuse angeht: für einen Prototyp und geringe Tauchtiefen würde ich mit Abwasserrohren anfangen. Das ist billig und leicht zu bearbeiten und auch einigermassen stabil.
Die Motoren ziehen vermutlich eh mehr Strom als der Arduino, mit einer 9V Batterie brauchst Du da erst gar nicht anzufangen.
Die grüßte Herausforderung ist vermutlich wirklich die Abdichtung. Dazu habe ich allerdings auch keine gute Idee.
Kabel funktioniert auf Streckenfahrten eher schlecht.
Es eignet sich eher für relativ senkrechte Tauchfahrten. Nen Kabel hat nämlich einen enormen Wiederstand im Wasser, dazu Gewicht usw., damit lässt es sich echt mies steuern.
Als Kind hatte ich so ein Teil, das funktionierte auf nen par Meter so leidlich, aber dann wurds unlenkbar.
Was wir hier brauchen, ist ein genaueres Konzept:
-Wozu der Arduino? Nen RC-Uboot braucht den nämlich nicht.
-Wie soll gesteuert werden?
-Von welchen Tauchtiefen reden wir?
-Wie gross darf das Ganze werden?
U-Boote sind extrem komplexe Systeme und der Hobbymäßige Bau von U-Booten ist ohne einen großen Maschinenpark für die Fertigung feinmechanischer Bauteile kaum machbar.
Mein Vorschlag wäre: Baue stattdessen einen Unterwasser-Gleiter, der einem U-Boot recht ähnlich ist, aber anders funktioniert:
Unter anderem haben Unterwassergleiter keinen Propellerantrieb, sondern bewegen sich ausschließlich durch Veränderung des Auftriebs. Im Prinzip nimmt ein austariert schwebender Unterwassergleiter Wasser auf und wird schwerer, dann kippt er nach vorne ab und bewegt sich abwärts/vorwärts. Presst er das Wasser heraus, bewegt er sich aufwärts/vorwärts.
Es werden insgesamt nur geringe Energiemengen zum Pumpen von Ballastwasser benötigt. Bei einem Hobbyprojekt genügt im Prinzip eine große Spritze in einer Kunststofflasche als Ballastwassertank, die motorbetrieben gefüllt und geleert werden kann.
So eine Unterwassergleiter bekommst Du mit Hobbymitteln sicher eher realisiert als ein U-Boot, bei dem Du eine rotierende Propellerwelle gegen den Wasserdruck abdichten mußt und dass den Auftrieb nicht nur vermindern und erhöhen, sondern stets "auf Schwebe" ausregeln muß.
Mit einer größeren Ausführung so eines Gleiters haben es sogar Studenten einer amerikanischen Uni mit etwas Unterstützung durch den Golfstrom in 240 Tagen einmal quer über den Atlantik geschafft: http://rucool.marine.rutgers.edu/atlantic/about_atlantic.html
Du schreibst die Materiallien sollen möglichst leicht sein.
Damit ein Körper im Wasser schwebt muß er genusoviel wiegen wie er Wasser verdrängt. Meist sind dann Zusatzgewichte notwendig.
Jurs: ne rotierende Welle druckdicht zu bekommen ist easy. Dafür gibts Simmerringe. Auch in kleineren Abmessungen. Bei den RC-Cars werden die Ölstossdämpfer meist sogar nur mit O-Ringen abgedichtet, auch das ist, richtig gemacht, dicht. Und: dort entsteht auch ein gewisser Überdruck drin.
Das jedenfalls ist entschieden einfacher als dein Vorschlag (den ich übrigens faszinierend finde), ich wage mal zu behaupten, dass es ohne fundierte Kenntnisse in Hydrodynamik nichts wird.
Schonmal ein eigenstabil fliegendes Modellflugzeug gebaut, was auch noch halbwegs effizient war?
Das ist keineswegs so ganz trivial, wenn man nen wirklich flachen Gleitwinkel erreichen will.
Danke an alle! Super Support, Tipps und Tricks! Danke
Wenn ich jz mal zusammefasse, denke ich dass es schlauer wäre damit noch zu warten und erst mal leichtere Projekte zu machen. Habe da schon eine andere Idee, ich werde dazu noch eine neue Frage machen
Danke an alle! Super Support, Tipps und Tricks! Danke
Wenn ich jz mal zusammefasse, denke ich dass es schlauer wäre damit noch zu warten und erst mal leichtere Projekte zu machen. Habe da schon eine andere Idee, ich werde dazu noch eine neue Frage machen
LG
Noch nie so ein hammer Forum entdeckt!
Ja, ist für den Moment sicher eine weise Entscheidung.
Danke für den LOB an uns.
Grüße Uwe