Gibt es Firmen / Hobbybastler etc. die mir Sachen gegen bezahlung umsetzen? Also wo kleine Sachen nicht gleich in die 1.000de gehen (sonst würde ich direkt Siemens anschreiben und sagen - knalls mit da mal einen Reaktor in den Keller ... :D)
Mh... ok, das mit der Zertifizierung wusste ich nicht!
Aktuelles Beispiel was Bedarf wäre (mein letztes Posting geht ja etwas in die Extreme :D) ... :
Es werden 4 Knöpfe gleichzeitig gedrückt, wenn dies der Fall ist, muss ein Output-Pin Strom bekommen...
Es wird ein Knopf gedrückt und eine Sounddatei wird abgespielt, alternativ Pieps-Töne in einer bestimmten Reihenfolge ausgegeben...
Hier hätte ich halt am liebsten jemanden wo ich bei solche simplen Sachen sagen könnte: Mach mal! Und dann ein paar Tage später ein Arduino-Board fertig installiert, Knöpfe etc. fertig verkabelt usw. per Post zugeschickt bekomme... Also ersteres habe ich bereits umgesetzt! Wird also nicht mehr benötigt! Aber das sind so die Dimensionen über welche wir hier sprechen!
Habe halt einfach auch teilweise nicht mehr die Zeit um mich um sowas zu kümmern bzw. das Glück mir aussuchen zu können welche Aufgaben ich erledigen will und welche ich weitergeben möchte
Also um jetzt mal einen realistischen Preis zu nennen wäre ich für obige Beispiele etwa bereit so 30 - 50 Euro netto + Bauteile zu bezahlen... also das wäre nach meiner Definition fair. Also pauschal zu sagen "soll nicht in die 1.000de gehen" war evtl. etwas pauschalisiert und hängt natürlich von der Aufgabenstellung ab...
Im Endeffekt möchte ich halt nur gerne eine langfristige und zuverlässige in diesem Bereich wo ich ne Mail sende, sage: Mach mal bitte! Und paar Tage später: Job Done!
In größeren Unternehmen erledigen solche Jobs die Lehrlinge bzw. die Lehrwerkstatt. Hast du keine zur Verfügung, dann könntest du dir z.B. einen Studenten an einer Uni suchen, der dir das erledigt.
Deine Bauvorschläge sind auf einem Breadboard schnell zusammengesteckt und mit Code versehen. Man darf aber den Aufwand das ganze in eine abgebbare Form zu bringen nicht unterschätzen. Platine erstellen, schöne Schalter auswählen und befestigen, Buchsen und Stecker auswählen und auflöten, vielleicht ein Gehäuse, fehlerfreier, ausbaubarer, dokumentierter Programmcode, statt buggy, quick and dirty- das sind die Sachen die hinterher Zeit fressen bzw. die Kosten bringen. Zeiten für den Austausch mit dir, Teile herauszusuchen und zu bestellen, den Kram zu verpacken und zur Post zu bringen, dürfen auch nicht vergessen werden. Selbst wenn du deinem Studenten nur Mindestlohn bezahlen würdest, kämen so leicht Summen deutlich oberhalb deines anvisierten Rahmens zusammen.
@mde110 Melodieerkennung ... ja ... letzte kommunikation mit dem mde110 der es machen wollte war ne gesendete Nachricht am 30.02.2015 - "Ja!! Gerne!!! LEG LOS! Bin halt nicht jeden Tag hier online aber jederzeit ansonsten erreichbar > info@mystery-house.de" ... ist ja leider nie ne Rückmeldung gekommen! ....
Ich hatte nun mal was in der Hamburger Jobbörse auf FB eingestellt... 20+ Anfragen ... 1-2 Brauchbare waren sogar dabei und der erste Preisvorschlag waren sogar 50 Euro ... aber, ja, mal sehen wie das Ergebnis am Ende aussieht ....
@Uwe konkret erhalten unsere Angestellten aktuell 10 Euro netto pro Stunde ... bei so einer Kalkulation rechne ich Nebenkosten dazu * Anzahl geschätzter Stunden + evtl. paar Euro extra da Freelancer ... so ist obiger Preis zustande gekommen ... mir ist durchaus klar, dass man als Freelancer eigentlich noch etwas mehr verdienen muss aber am Ende ist es dann halt auch ein Geschäft... und natürlich versuchen ich hier auch einen günstigsten Weg zu gehen...
Ich finde den Gedanken durchaus ganz nett.... gerade für Studenten, die mal etwas programmieren wollen, was auch wirklich mal für Jemanden einen Nutzen hat.
Wichtig ist eben, dass die Kommunikation stimmt, Anforderungen (Lastenheft) und Möglichkeiten (Pflichtenheft) müssen möglichst klar formuliert werden, sonst kann es Scherereien geben. Also eine Mail senden mit "Mach mal" könnte unglücklich enden
Übrigens wenn noch Bedarf besteht, kannst Du mir bei Interesse eine PN zukommen lassen, vielleicht lässt sich was machen
Ich sehe das mit den Studenten ohne Aufsicht einer Lehrperson eher problematisch. Ein Auftrag wird sicher nicht nur die SW beinhalten. Bei der HW kann man als Ungeübter schnell mal etwas ganz falsch machen.
Grüße Uwe
Wer es kommunikativ schafft, gute Leute für 10 Euro/Stunde oder 50 Euro/fertiger Sketch für sich arbeiten zu lassen, schafft es auch, denen die Verantwortung dafür in die Schue zu schieben ...
Formal kann man eigentlich die Verantwortung nicht abgeben...
michael_x:
Wer es kommunikativ schafft, gute Leute für 10 Euro/Stunde oder 50 Euro/fertiger Sketch für sich arbeiten zu lassen, schafft es auch, denen die Verantwortung dafür in die Schue zu schieben ...
Formal kann man eigentlich die Verantwortung nicht abgeben...
Na dann los - gründe ne Firma, schaffe ein paar Arbeitsplätze und zahl allen 50 Euro die Stunde... der Insolvenzverwalter wird sich über den nächsten Auftrag freuen... Labern ist einfach...
Also von unseren Mitarbeitern höre ich regelmäßig, dass diese gerne bei uns arbeiten!
Uwe arbeitet in der Medizintechnik und ist etwas empfindlich in der Hinsicht.
Tim Mystery ist sicher nicht so zimperlich:
Wenn einer seiner 10 Euro - Mitarbeiter sagt: "Das Ding ist ok, ich schwör" reicht das für ein CE auf dem Gehäuse.
Im Endeffekt um sich den A...sch zu retten falls was passiert. Wie beweist Du denn daß Du alles Richtig gemacht hast und an alles mögliche und Unmögliche gedacht hast. Genau, durch Geldausgeben und Zettelberge von Dokumentation, die Du im Bedarfsfall vorweisen kannst.
Alles was in der EU als Produkt verkauft wird muß bestimmten EU Vorschriften entsprechen/einhalten ecc. Einige können nicht einfache Erklährungen sein, sondern wie zB bei der Elektromagnetischen Verträglichkeit müssen auch Messungen von zertifizierten Einrichtungen gegen Entgeld eingeholt werden.
Außerdem müssen Normen eingehalten werden (zB in Deutschland) bzw Normen als Referenz um das Gerät "a regola d'arte" zu bauen (zB in Italien). Wenn ein Gerät in einem Eu-Land in Ordnung ist, dann kann es in allen EU-Ländern ohne wiederholungsprüfung in Umlauf gebracht werden.
Normen sind nicht gratis. Sie müssen gekauft werden und kosten einiges.
Das hat alles wenig mit der Normen- Direktivensituation in der Medizintechnik zu tun, sondern gilt für alles.
Ich hatte einen Fall wo ein Produzent auf sein Gerät Schutzklasse 0 geschrieben (Gerät mit Metalgehäuse ohne Schutz gegen Netzspannung am Gehäuse im 1. Fehlerfall; als nicht geerdetes Gehäuse mit einfacher elektrischer Isolation) hat, es aber über ein externes Klasse 2 Netzteil versorgt hat. Da frage ich mich schon wie der Wissensstand in dieser Firma aussieht.
Entschuldige ich glaube nicht, daß ein Student in Ausbildung das Gesamtwissen hat, um sagen zu können
""Das Ding ist ok, ich schwör"
Ein elektrisches Gerät kann nicht CE sein, ohne daß dokumentierte Messungen zur Elektromagetishen Abstrahlung/Verträglichkeit durchgeführt worden sind.
Soweit die Gesetzeslage. Bei Prototypen sieht das anders aus.
uwefed:
Entschuldige ich glaube nicht, daß ein Student in Ausbildung das Gesamtwissen hat, um sagen zu können
""Das Ding ist ok, ich schwör"
Ein elektrisches Gerät kann nicht CE sein, ohne daß dokumentierte Messungen zur Elektromagetishen Abstrahlung/Verträglichkeit durchgeführt worden sind.
Da versagte wohl Uwes Ironiedetektor. Oder meiner, weil ich Uwes Ironie nicht bemerkt habe...
Deshalb verkaufe ich nur Bausätze. Das heißt, mindestens ein letztes Teil muss der Kunde selbst einlöten. Damit ist er dann Hersteller und verantwortlich inkl.CE, WEE usw.
Dafür bekommt er aber auch eine kostengünstige Lösung
@uwefed: Du hast jetzt wunderschön ausgeführt, wie es technisch und geschäftlich ordentlich ablaufen müsste. Aber für so eine Kleinigkeit, wo nicht viel passieren kann, sprengt das den Kosten-Nutzen-Rahmen. Vielmehr könnte man es dann als Gefälligkeit unter "Bekannten" über die Bühne bringen. Haftung und Garantie wäre dann selbstverständlich ausgeschlossen.
Moin,
nur mal ein paar Stichpunkte für die Suchmaschine eurer Wahl:
Lastenheft
Pflichtenheft
VDE-Vorschriften
anerkannte Regeln der Technik
Steuerungsrichtlinien
selbst wenn ich bereit wäre, für 10 Euro pro Stunde zu programmieren:
für 50 Euro bekommt man noch nicht einmal die Grundlagen des Auftrages zusammengestellt.
Und spätestens wenn das Programm nicht so läuft, wie der Auftraggeber wollte,
( uneinheitliche Sprache, undeutliche Formulierungen ...)
geht der Ärger los.
Ich finde Schutzklassen, Verträglichkeiten machen schon Sinn. Die sind ja nicht einfach so eingeführt worden. Nur ich glaube kaum dass ungeduldige neugierige Anfänger ausführliche PDFs zur Anwendung der Schutzklassen und andere Sicherheitsmaßnahmen durchlesen.
Ich habe leider noch keine Anleitungen, Lehrvideos gefunden über dieses Thema die mindestens so einfach gestaltet sind wie ganzen üblichen Arduino-Tutorials. So könnte man halbwegs jedes Risiko durch Anfänger dezimieren.