AREF und max. Analog-Input ?

Hallo,

möchte etwas nachfragen, nicht das mein µC kaputt geht. Man kann extern an AREF irgendeine Spannung zwischen 0 und 5V anlegen. Maximal die Betriebsspannung des µC selbst. Soweit richtig?

Jetzt zur eigentlichen Frage. Darf an einem analogen Eingang die angelegte zu messende Spannung AREF überschreiten oder nicht?

Bsp. µC wird mit 5V versorgt. An AREF lege ich meinetwegen 3V an. Darf die zumessende Spannung an AI auch zwischen 3V und 5V liegen oder nicht?

Darf an einem analogen Eingang die angelegte zu messende Spannung AREF überschreiten oder nicht?

Sie sollte es nicht, auch wenn das Blockschaltbild im Datenblatt vermuten lässt, dass beim Anlegen einer höheren Spannung (aber kleiner als Vcc) der ATmega keinen Schaden nehmen sollte.

Hallo,

okay. Dann müßte es auch möglich sein, eine absolut stabile Betriebsspannung von 5V an den µC zulegen und damit dann im Code zu rechnen? Im Endeffekt müßte das genauso genau sein wie mit AREF Nutzung. Oder?
Bsp. Vcc beträgt 5,09V, sehr stabil, dann rechne ich im Code mit 5,09 durch 1023 mal x (AI).

Wofür nutzt man dann AREF?

Weil es oft einfacher ist eine stabile Referenzspannung als eine stabile Betriebsspannung zu erzeugen.

Hallo,

okay. Danke schön an alle.

hi,

paßt grad:

AVCC ist ja mit VCC verbunden, die 5V werden einfach durchgereicht. sieht man mit dem multimeter. bei AGND und GND ist es wohl genauso. aber soll man AREF mit irgendwas verbinden, auch wenn man keine analogeingänge benutzt? man liest immer, man sollte eingänge nicht in der luft hängen lassen, aber trifft das auch auf diese drei zu?

gruß stefan

Nur wenn man den ADC verwendet. Dann kann es sinnvoll sein einen 100nF gegen GND zu schalten

Laut Datenblatt:

The voltage reference may be externally decoupled at the AREF pin by a capacitor for better noise performance.

the reference voltage can be made more immune to noise by connecting a capacitor between the AREF pin and ground.

hi,

danke. dann bleiben sie unbeschaltet. ADC wird nicht verwendet...

gruß stefan

aber soll man AREF mit irgendwas verbinden, auch wenn man keine analogeingänge benutzt?

Wenn Du AREF nicht explizit benutzen willst (also eine Referenzspannung brauchst bzw. haben willst), solltest Du es offen lassen, denn dann kannst Du den internen MUX der Referenzspannung auf die interne 1.1V Referenzspannung setzen (per Software), wenn Du willst, bei externer Beschaltung sollte man gemäss Datenblatt nicht tun.

Hallo,

nochwas, fällt mir gerade auf.

Warum rechnen manche Anleitungen Ub / 1024 * AI = Volt ?
Und nicht / 1023?

Bsp. AVR-Tutorial: ADC – Mikrocontroller.net

Wenn ich / 1024 rechne komme ich nie im Leben zurück auf meinen Ursprungsspannungswert. Ist das nur ein Fehler in den Anleitungen oder hat das einen anderen Sinn? Ich habe das schon mehrfach gelesen das / 1024 geteilt wird.

weil der "Vollausschlag" 1023 ist und nicht 1024.
Grüße Uwe

Du kannst 1024 verschiedene Werte messen: ( 0 .. 1023 )
Der Gesamt-Wertebereich beträgt also 1024.
Da Analog-Division immer abrundest, wird also
bei   analogRead(0)*5000L/1024
die Werte 0 .. 1023 auf 0 .. 4995 umgerechnet,
wenn du "richtigerweise" 1024 zum Teilen nimmst.

Einerseits erwartet fast jeder (nicht nur du), als maximalWert 5000 zu sehen,
andererseits ist eine Division durch 1024 nicht nur richtiger, sondern auch viel einfacher.
(Da werden einfach die untersten 10 Bit abgeschnitten)

Um einen Messwert 0 .. 1023 in ein Byte zu wnadeln ( z.B. für PWM-Ausgabe )
ist die richtige Rechnung übrigens *256/1024 ( oder /4 ) und nicht *255/1023.

Übrigens:
Beim Multimeter mit Messbereich 2V geht das üblicherweise von 0.000 bis 1.999.
Schonmal bei Fluke oder so beschwert ?
:wink:

Hallo,

also muß man doch durch 1023 teilen. Da wird man ja selbst verrückt in der Birne. ]:slight_smile:

@ Michael:
ja okay, man hat 1024 Werte, zwischen 0 und 1023. Dennoch hat man nur 1023 Unterteilungen. Zudem setzt man nur Werte ins Verhältnis. Wenn überlicherweise 5V als 1023 eingelesen werden, dann sind 1023 meine 5V und keine 1024. Denn die 1024 gibt es als analogen Einlesewert nicht.

Was einfach ist zählt nicht. Es muß nur richtig sein. :slight_smile:

Das Meßgerätmeßbereichsbeispiel lass ich mal weg. Das gilt hier nicht. Das hat andere Gründe.