jetzt wurde ich stutzig und es klärt sich auf. Ich habe online das falsche Datenblatt erwischt. Statt das 3. complete datasheet bin ich auf das 1. automotive specification 1.8V usw. gekommen. Entschuldigung.
Du könntest immer noch Werte mit der 2.56 VREF aufnehmen. Sollte sich ähnlich verhalten.
driftet ganz schön weg und bleibt knapp in der 10% Toleranz. Die Idee ist aus den Werten eine Korrekturformel zu erstellen, bspw. mit Hilfe von Excel ein Polynom erstellen lassen. Wenn der Drift einigermaßen Linear ist wäre es einfacher. Damit rückwärts gerechnet sollte das Ergebnis passen.
klar macht das Sinn. Wäre aber hier im Thema viel zu einfach.
Wenn man allerdings einen langen Batteriebetrieb mit wenigen Bauteilen anstrebt, kann man den Aufwand zur Korrektur weitertreiben. Wir brauchen Herausforderungen.
Die Polynomerstellung habe ich ja schon in #1 erledigt (rechtes Diagramm - die Formel steht oben drüber). Ich hatte halt die Hoffnung, dass es da irgend etwas gibt, welches einem die Rechnerei ersparen kann, bzw. war ich mir auch nicht sicher, ob ich einen Fehler mache.
Wie schon festgestellt, funktioniert das mit den "neuen" ATtinys der 0,1,2er Serie auch ohne solche "Verrenkungen". Diejenigen, die einen ATTinyx5 verwenden weil er im DIP Format erhältlich ist, wissen jetzt worauf man achten muss, wenn man halbwegs korrekte Werte erhalten will.
Ich bin im Rahmen dieses Themas über viele Beiträge im Internet gestolpert, die beschreiben wie man Ub über Vgb ermittelt. Allerdings war bei keinem einzigen den ich gefunden habe, etwas über die beschriebene "Problematik" zu lesen... bis @Doc_Arduino mich auf seinen Thread von 2014 hingewiesen hat.
Außerdem wirst Du den MC im realen Betrieb in einem eng begrenzten Spannungsbereich fahren, so dass dort die Abweichung noch geringer ist und evtl. sogar annähernd linear.
Ich habe mir mal die Daten aus #1 gegriffen , und die Geradengleichung aus meiner Wühlkiste drüber gescheucht.
x ist der ADC Wert
und y die Spannung
Irgendeine Referenz muss man hier nicht festlegen/ausmessen, da sie ja schon in den Daten vergraben ist.
Wenn man den Bereich von 3,3V bis 4V nimmt und verwendet die Referenzspannung bei 3,3V gemessen, ergibt sich bei 4V eine Abweichung von +0,1V vom Messwert. Das ist ja sicher ein praxisrelevanter Bereich für den Betrieb mit einem LiPo Akku.
Es ist richtig, dass bei der kleineren Spanne, die Funktion nahezu linear ist. Bei meinem Eingangsbeispiel ist die Spanne wesentlich größer gewesen, da war die Gerade leicht gekrümmt.
Das kann man ja auch an @Combis Beispiel und der Grafik von #1 erkennen.
Wenn man als Anwendungsfall die Batteriekontrolle nimmt, wo die Spannung ja permanent abnimmt, wird der Wert mit sinkender Akkukapazität immer genauer. Um sich "Warnen" zu lassen wenn die Spannung unter 3,3V fällt reicht das ja dicke aus. Von daher kann man sagen, dass das auch mit einem ATTinyx5 funktioniert.
Der Thread hier hat mir einiges an Klarheit gebracht. Mich hatte Eingangs schlicht die große Abweichung überrascht. So sammelt man halt Erfahrung .
nachdem ich nun das Teil sowieso komplett neu vermessen habe wollte ich es genau wissen was mit Formeln noch so möglich ist. Wenn ich die "Improving Accuracy" Methode erneut anwende, aber die Berechnungsgrundlage diesmal ungefähr in die Mitte der Kurve lege, etwas mehr in die Krümmung rein, dann sieht die schon gut aus. Ich habe hierfür die Werte für 3,3V verwendet. Das Ergebnis sind die grün markierten Spalten.
Dann wollte ich wissen was Excel mit der Trendlinie rausholen kann. Habe mich wegen der gutmütigen ADC Kurvenform für die Potenz Trendlinie entschieden. Das Ergebnis ist erstmal schlechter zur "Improving Accuracy" Methode. An den Faktoren der Trendlinienformel musste ich etwas Hand anlegen, damit das Ergebnis deutlich besser wurde.
Das wären meine aktuellen Erkenntnisse im Vergleich zu 2014.