uwefed:
Das Relais auf dem Modul schaltet, wenn der entsprechende Eingang auf Masse gezogen wird.
Was dem OP mit einer dicken, fetten, roten LED pro Relais auf dem Board auch angezeigt wird:
Rote LED ist aus ==> Relais ist im Ruhezustand, es fließt kein Spulenstrom
Rote LED leuchtet ==> Spulenstrom fließt, Relais ist angezogen
Der Spulenstrom des angezogenen (LOW) Relais beträgt bei dieser Art von Relais-Board übrigens knappe 45 mA.
Da die rote LED leuchtet, wenn der Eingang (IN1, IN2, IN3, IN4) ein LOW bekommt, handelt es sich um ein "active low" Relais.
Warum der OP den Schaltzustand der roten Kontroll-LEDs vollkommen mißachtet, keine Ahnung. Die roten LEDs sind jedenfalls keine 4-LED-Lightshow, die es gratis dazugegeben hat, sondern es handelt sich um Kontroll-LEDs, die den Schaltzustand der Relais anzeigen.
Anyway, wenn man Verbraucher anschließt, die nun also bei angezogenem (LOW) Relais eingeschaltet sein sollen, definiert man das in seinem Programm entsprechend:
#define EIN LOW
#define AUS HIGH
und schaltet zum Einschalten
digitalWrite(relais1, EIN);
und zum Ausschalten
digitalWrite(relais1, AUS);
Natürlich muss dann auch der Verbraucher richtig angeschlossen sein, also am Arbeitskontakt statt am Ruhekontakt.
Und ein weiter Fallstrick droht in der Initialisierung im Setup, denn mit:
//Set output
pinMode(relais1, OUTPUT);
wird das Relais sofort LOW und damit ganz kurz mit Spulenstrom geschaltet, selbst wenn man es in der nächsten Zeile auf HIGH setzt. Es gibt dann meistens sogar einen kurzen Schaltvorgang, ein ein kurzes "Klackern des Relais beim Einschalten". Der Trick dagegen ist es, zuerst den angeschlossenen Relais-Signalpin auf HIGH zu schalten und erst danach auf OUTPUT, also im Setup:
digitalWrite(relay1, HIGH); // prevents relay from activating after power-on
pinMode(relay1, OUTPUT);
oder
digitalWrite(relay1, INPUT_PULLUP); // prevents relay from activating after power-on
pinMode(relay1, OUTPUT);